Hund und Winter - Teil 2

Outdoor in der kalten Jahreszeit

 

Wenn es im Winter Outdoor geht, gibt es einiges zu beachten. Prinzipiell sollten man seinem Hund klar machen, dass Schnee keine Delikatesse ist. Viele Hunde fressen gerne Schnee, jedoch besteht dadurch die Gefahr der inneren Auskühlung; auch Rachen und Magen können mit Reizungen oder Entzündungen reagieren. Schnee, der schon mehrere Tage liegt, kann durch Abgase oder Bakterien verunreinigt sein und Infektionen hervorrufen – also lieber Pfoten weg vom kalten Snack.

 

Die Hundepfoten sind im Winter den größten Strapazen ausgesetzt. Bei Hunden, denen Fell zwischen den Pfotenballen wächst, besteht die Gefahr, dass sich hier Schnee sammelt und zu Eiskristallen verhärtet. Diese steinharten, spitzen Kristalle können tiefe Schnittwunden an den Ballen verursachen. Deshalb sollte das Fell zwischen den Ballen im Winter am Besten abgeschnitten werden – dann ist die Gefahr meist gebannt.

 

Hundepfoten sind im Winter besonders gefährdet

 

Spazierwege, auf denen gestreut wird, sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Rollsplitt kann den Pfotenballen Verletzungen zufügen; Salz verätzt regelrecht die Oberfläche der Pfotenballen. Zudem könnte der Hund sich die Pfoten ablecken und das würde seinem Magen gar nicht bekommen. Lässt es sich nicht vermeiden, mit dem Hund über gestreute Wege zu gehen, wäscht man nach dem Spaziergang die Pfoten sorgfältig mit lauwarmem Wasser ab. Vor Austrocknung der beanspruchten Pfotenballen schützt das Einreiben mit Vaseline oder einer fetthaltigen Creme. Auch vorbeugend zum Schutz gegen Streugut kann eine solche Creme gute Dienste leisten.

 

Bei all den winterlichen Risiken rund um die Pfoten lohnt es sich, über einen geeigneten Pfotenschutz nachzudenken: Dog-Boots werden in allen Größen und für alle Bedürfnisse hergestellt. Beim Kauf sollte auf Qualität geachtet werden: Der Hunde-Winterstiefel muss hundertprozentig passen und sollte eine griffige, rutschfeste und robuste Sohle haben. Gute Boots sind in der Anschaffung zwar nicht billig, aber halten dafür viele Winter lang die Pfoten warm und sicher. Auf den großen Schlittenhundetouren in Alaska ist ein solcher Pfotenschutz übrigens eine absolute Selbstverständlichkeit – ohne ihn würde kaum ein Hund ins Ziel kommen.

 

Auf dem Winterspaziergang gilt: In Bewegung bleiben

 

Den meisten Hunden kann die Kälte nichts anhaben, solange sie in Bewegung bleiben. Auf dem Spaziergang sollte darauf geachtet werden, dass der Hund sich nicht zu lange hinsetzt oder hinlegt. Dass ein Hund schon weiß, was für ihn gut ist, ist leider eine Mär. Ein Hund, der sich gelangweilt im Schnee oder auf dem eisigen Asphalt niederlässt, während sein Herrchen oder Frauchen ausgiebig mit dem Nachbarn plaudert, trägt schnell eine Blasen- oder Nierenentzündung oder eine Bronchitis davon.

 

Zottelt der Vierbeiner beim Winterspaziergang nur lustlos hinterher, können kann ein wenig Animationsprogramm helfen: Umgefallene Baumstämme, Straßenpoller, kleine Hänge oder Gräben werden im Handumdrehen zu kreativen Hundesport-Geräten, die Mensch und Hund wieder in Schwung bringen. Da kann gehüpft, gehopst, geklettert, balanciert und Slalom gelaufen werden. Natürlich sollte man vorher immer sicher gehen, dass keine Rutschgefahr durch Moos, Nässe oder Eis besteht!

 

Auch anderswo heißt es: Aufpassen! Holz splittert bei Kälte besonders schnell, die gefrorenen Splitter sind dabei meist spitz und eisenhart. Auf das Stöckchen-Spie sollte also lieber verzichtet werdenl, denn es könnte ernsthafte Verletzungen im Rachenraum verursachen. Besser ist es, ein geeignetes Apportierspielzeug aus Gummi mit auf den Spaziergang zu nehmen. Bei Glatteis können wilde Spiele für den garantiert nicht eiskunstlauf-erprobten Partner allerdings zur Rutschpartie werden, die mit üblen Verletzungen enden kann. Bei Glätte gilt also: Lieber auf Tempo-betonte Spiele verzichten und den Hund dazu anhalten, vorsichtig zu laufen und auf seine Schritte zu achten.

 

Hier geht es weiter: Hund und Winter Teil 3

 

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