26. Jun 2008
Das Pfötchengeben lernen viele Hunde als erstes Kunststückchen, um bei Besuchern und vor allem Kindern für Stürme der Begeisterung zu sorgen. Ähnlich euphorische Reaktionen sollte man von seinem treuen Begleiter allerdings nicht erwarten, wenn die ausgestreckte Pfote ergriffen wird, um sie einer pflegenden Behandlung zu unterziehen. Im Normalfall machen die zu umsorgenden Pfotenteile die Krallen - allerdings eher wenig Arbeit: Gerade Stadthunde feilen sich die "Nägel"durch häufiges Laufen auf Beton oder sonstigem harten Untergrund - ja, leider auch Parkettboden - selbst. Zu lange Krallen sollten aber mit einer speziellen Krallenschere gekürzt werden, da sonst Fehlhaltungen auftreten können, die sich wiederum negativ auf den gesamten Bewegungsapparat auswirken.
Krallen schneiden nur bei Überlänge
Man sollte es also nicht übertreiben mit der Krallenpflege, jedoch gilt: Bei Überlänge besteht die besondere Gefahr, dass der gut durchblutete Anteil der "Hundespikes" beim Kürzen verletzt wird, und es zu stärkeren Blutungen kommt. Dem sollte also unbedingt vorgebeugt werden, was insbesondere für die so genannte Wolfs- oder Daumenkralle gilt, die sich aufgrund ihrer rückwärtigen, hohen Lage nicht von selbst im Zaum halten lässt. Den gleichen bautechnischen Nachteil haben auch die bei einigen Rassen vorkommenden zusätzlichen "Afterkrallen". Generell sollte man Verletzungen im Pfotenbereich gut versorgen bzw. verarzten lassen, da diese Stellen durch die ständige Belastung beim Laufen nur schwer abzuschirmen sind, und es daher leicht zu Entzündungen kommen kann.
Eine kleinere Pflegeregion ist damit umhegt, nun geht es zum größten Aufgabengebiet: dem Fell.
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