Tumor beim Hund

Krebs erkennen und behandeln

Die Gesundheit unserer Hunde liegt uns am Herzen - manchmal tun wir sogar mehr für sie als für unsere eigene. Umso erschütternder ist es, wenn wir einen Knoten bei unserem Hund entdecken. Was bedeutet Krebs für den Hund? Und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

auch Hunde können an Krebs erkranken. Im Vergleich zur Krebstherapie beim Menschen steht bei Tieren die Aufrechterhaltung der Lebensqualität im Mittelpunkt.

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Viele von uns haben schon einmal im Bekanntenkreis mit einer Krebserkrankung zu tun gehabt - die Diagnose Krebs trifft jedes Jahr Tausende von Menschen. Sie ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache beim Menschen.

Und auch Hunde können an Krebs erkranken. Im Vergleich zur Krebstherapie beim Menschen steht bei Tieren die Aufrechterhaltung der Lebensqualität im Mittelpunkt. Therapieformen, die die Lebensqualität des Hundes über längere Zeit stark beeinträchtigen oder lange Klinikaufenthalte bewirken würden, werden in der Tiermedizin selten angewandt. Der Patient soll nicht um jeden Preis am Leben gehalten werden. Stattdessen sollen Schmerzen auf einem möglichst kleinen Level gehalten werden und schwerwiegende Nebenwirkungen möglichst vermieden werden. Im Fokus steht die Verbesserung der Lebensqualität.

Doch Krebs - was ist das eigentlich? Mediziner, die sich speziell mit Krebserkrankungen beschäftigen, nennt man Onkologen. Krebs beschreibt bösartige Gewebeneubildungen und Tumoren, bei denen Zellen entartet sind. Die entarteten Zellen wachsen unkontrolliert, teilen sich und verdrängen und zerstören gesundes Gewebe. Bösartige Tumoren streuen zudem über das Blut und das Lymphsystem und bilden Tochtergeschwülste (Metastasen). Auftreten können sie bei Hunden aller Rassen und jeden Alters.


Wird ein Tumor beim Hund entdeckt, stehen zwei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Um was für einen Tumor handelt es sich - ist er gutartig oder bösartig? Und hat der (bösartige) Tumor bereits gestreut?

Gutartig oder bösartig?

Um festzustellen, ob ein Tumor gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) ist, muss in der Regel eine histologische Untersuchung vorgenommen werden. Dazu wird wenn möglich eine Gewebeprobe entnommen und im Labor analysiert. Eine Einschätzung kann durch bloßes Tasten und eine mögliche Verschieblichkeit nicht erfolgen. Aussagen darüber, ob sich der Tumor im Körper ausgebreitet hat, können mit Hilfe von Röntgen-, CT- oder Ultraschalluntersuchungen sowie mittels Analyse der Blutwerte getroffen werden.

Hat der Tierarzt einen bösartigen Tumor festgestellt, gibt es unterschiedliche Ansätze der Therapie. In erster Linie entscheiden Tumorposition, -größe und -stadium über das weitere Vorgehen.

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Welche Tumorarten gibt es?

Es gibt unterschiedliche Tumoren, die bei Hunden beobachtet werden. Die Tierklinik Hofheim ist eine der führenden Einrichtungen im Bereich der Krebstherapie bei Tieren in Deutschland. Sie nimmt eine Unterteilung von Tumoren bei Hunden und Katzen nach jeweiliger Lokalisation vor:

• Hauttumoren
• Mammatumoren (bei Hündinnen die häufigsten Tumoren)
• Tumoren des Magen-Darm-Trakts
• Organe des Bauchraums (Milz, Leber, Bauchspeicheldrüse)
• Tumoren des Atmungstrakts
• Tumoren der Harnorgane
• Tumoren der Geschlechtsorgane
• Knochentumoren
• Tumoren des Nervensystems
• Augentumoren
• Gehörkanal- und Mittelohrtumoren
• Tumoren des blutbildenden Systems (häufig sind Lymphknoten befallen)

Woran erkenne ich, dass mein Hund an Krebs erkrankt ist?

Einige Tumoren werden aufgrund ihrer Lokalisation häufig frühzeitig vom Halter entdeckt oder ertastet, zum Beispiel im Gesicht, am Kopf, Rumpf, Bauch oder an den Gliedmaßen. Beim Streicheln bemerkt man plötzlich einen Knoten oder eine Beule, die vorher noch nicht da war. Andere Tumorarten bleiben aufgrund ihrer Lage lange unentdeckt und unbehandelt, was die Chancen auf eine Heilung deutlich mindern kann. Umso wichtiger ist es, Veränderungen des Gesundheitszustands bei seinem Hund aufmerksam zu verfolgen und im Zweifel tierärztlich abklären zu lassen, sodass eine Erkrankung frühzeitig entdeckt werden kann.

Mögliche Symptome einer Krebserkrankung:

• Appetitlosigkeit oder Futterverweigerung
• Bewegungsunlust
• starker Durst
• Gewichtsabnahme
• Erbrechen
• dunkel gefärbter Kot
• blutiger Urin
Mundgeruch beim Hund
Verstopfung beim Hund oder Durchfall
• Neurologische Ausfälle
• Atembeschwerden oder Husten

Krebstherapie bei Hunden

Hat der Tierarzt einen bösartigen Tumor festgestellt, gibt es unterschiedliche Ansätze der Therapie. In erster Linie entscheiden Tumorposition, -größe und -stadium über das weitere Vorgehen. Wird eine Heilung des betroffenen Patienten angestrebt, sind mögliche Optionen die chirurgische Entfernung eines Tumors, Bestrahlung oder Chemotherapie sowie eine Kombination daraus. Bei der Therapiewahl spielen neben medizinischen Aspekten auch die finanziellen Möglichkeiten des Hundehalters eine Rolle. Sind die Heilungschancen zu gering, stehen eine möglichst gute Lebensqualität des Hundes und die Linderung von Schmerzen im Mittelpunkt der Behandlung.

Folgende Fragen sind richtungsweisend für die Therapiewahl: Kann der Tumor im Rahmen einer Operation großzügig entfernt werden? Ist eine Amputation notwendig? Oder betrifft er sensible Bereiche wie das Gehirn und ist inoperabel? Hat der Tumor bereits gestreut und sind weitere Organe des Tieres betroffen? Neben diesen Anhaltspunkten müssen der allgemeine Gesundheitszustand des Tieres und sein Alter bei der Therapiewahl beachtet werden. Ein stark geschwächter Senior verkraftet eine schwere Operation unter Umständen nicht mehr, während ein junges Tier damit möglicherweise gut zurechtkommt.

Welche Therapieform die beste Prognose für ein erkranktes Tier ermöglicht, kann nicht pauschal beantwortet werden. Ausschlaggebend sind die Art des Tumors, das Stadium und der individuelle Gesundheitszustand des Hundes. Auf Basis dieser Informationen sollte der Tierarzt zusammen mit dem Hundehalter eine Entscheidung treffen.

Krebsvorsorge und Früherkennung beim Hund

Je früher Krebs entdeckt wird, desto besser stehen die Chancen auf Heilung. Eine gute Krebsvorsorge leistet Ihr, wenn Ihr Euren Hund gesund und ausgewogen ernährt, für ein gutes Maß an Bewegung sorgt und Übergewicht vermeidet. Tiere sollten zudem genau wie wir Menschen möglichst keinen krebserregenden Substanzen ausgesetzt sein.

Ihr solltet Euren Hund außerdem in regelmäßigen Abständen auf Veränderungen abtasten und seinen Gesundheitszustand im Blick behalten. Ab einem Alter von etwa sieben Jahren (bei kleinen Hunden etwas später) sind jährliche Untersuchungen zur Vorsorge beim Tierarzt sinnvoll. Sie beinhalten eine Analyse der Blutwerte, eine Analyse der Nieren- und Leberfunktion sowie Ultraschalluntersuchungen von Bauchraum und Herz. Euer Tierarzt kann auf diese Weise Veränderungen frühzeitig feststellen und handeln.

Aufwändige Tumorbehandlungen und -operationen verursachen häufig hohe Tierarztkosten. Mit einer Krankenversicherung oder einer Operationskostenversicherung z. B. bei den Uelzener Versicherungen seid Ihr auf der sicheren Seite.

Bildquelle:

Fotolia.com: Catgrig, Mikkel Bigandt

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