Typische Infektions-, Knochen- und Gelenkerkrankungen bei Hunden in der Übersicht

Wie Hundehalter Krankheiten frühzeitig erkennen können

Nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Hunde haben hin und wieder mit Erkrankungen zu kämpfen. Diese können harmlos sein - aber auch ernster. Wichtig ist vor allem, dass eine Erkrankung frühzeitig erkannt wird – nur so kann sie schnell behandelt und dem Hund auf diese Weise geholfen werden. Hier findet Ihr wichtige Informationen zu einigen der häufigsten Infektionskrankheiten und Gelenk- sowie Knochenerkrankungen beim Hund.

 

Die Behandlung eines Hundes beim Tierarzt

Infektionskrankheiten beim Hund


Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Infektionskrankheiten, mit denen sich Hunde anstecken können. Drei schwere Infektionskrankheiten sind Staupe, Tollwut und Zwingerhusten:


Staupe


Bei Staupe handelt es sich um eine ansteckende, fieberhafte und virale Allgemeinerkrankung. Hohes Fieber und Abgeschlagenheit sind typische Symptome dieser Hundekrankheit. Je nach befallenem Organsystem können auch Durchfall und Erbrechen oder Atemwegssymptome auftreten. Erkrankte Tiere scheiden den Erreger durch ihre Exkremente und Sekrete aus. Die Schwere des Krankheitsverlaufs variiert von Tier zu Tier und entsprechend sind die Genesungschancen.

 

Die nervöse Form der Staupe ist die gefährlichste, denn sie schädigt das Gehirn des Hundes, was zu psychischen Veränderungen, Zittern und Krampfanfällen führt. Diese Form der Staupe endet tödlich und um andere Tiere vor einer Ansteckung zu schützen, muss der Hund eingeschläfert werden. Verlässlich vorgebeugt werden kann der Viruserkrankung durch eine Impfung beim Tierarzt.


Tollwut


Bei der Tollwut handelt es sich um eine schnell verlaufende, virale und lebensbedrohliche Gehirnentzündung. Durch den Biss eines infizierten Tieres gelang das Virus mithilfe des Speichels in die Wunde. Es dauert nach der Übertragung im Schnitt 14 bis 60 Tage, bis die Krankheit ausbricht. Meist ist eine Wesensveränderung das erste Anzeichen dieser Krankheit. Oft werden erkrankte Hunde aggressiv und bissig. Im weiteren Krankheitsverlauf stellen sich Lähmungen, unter anderem eine Lähmung des Kehlkopfes, ein. Der typische Schaum vor dem Mund entsteht, durch die Lähmung des Kiefers, der Speiseröhre und des Rachenraumes. Nach Ausbruch der Krankheit führt sie nach wenigen Tagen zum Tod. Durch eine Impfung können Hunde vor dieser gefährlichen Krankheit geschützt werden, die sich, durch einen Biss, auch auf den Menschen übertragen kann.


Zwingerhusten


Der Zwingerhusten ist eine klinisch definierte und hoch ansteckende multifaktorielle Erkrankung der oberen Atemwege. Verschiedene Erreger und Erregerkombinationen können dabei beteiligt sein, so msd-tiergesundheit.de. Vor allem bei Hundeansammlungen und in Stresssituationen tritt diese Viruserkrankung auf. Die Viren schädigen die Atemwege des Hundes und ermöglichen es so Bakterien, sich dort auszubreiten.

 

Durch Husten und Inhalation erfolgt die Ansteckung von Hund zu Hund. Ein lauter und trockener Husten ist das erste typische Symptom dieser Erkrankung. Hinzukommen können wässeriger Nasenausfluss sowie eine Mandelentzündung. Verschlimmert sich die Krankheit kann das Auftreten eitrigen Nasenausflusses, Fiebers und eine Lungenentzündung die Folge sein. Je nach Schwere der Erkrankung dauert die Genesung bis zu mehreren Wochen. Spezielle Zusatzimpfungen, zum Beispiel gegen Bordetella brochiseptica, einem bestimmten Bakterium, können das Tier vor einer ernsthaften Infektion schützen.

 

Knochen- und Gelenkerkrankungen beim Hund


Genau wie Menschen können auch Hunde von bestimmten Knochen- und Gelenkerkrankungen, wie Arthrose oder auch einem Bandscheibenvorfall betroffen sein.


Arthrose


Bei der Arthrose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung, was bedeutet, dass die Körperteile während des Krankheitsverlaufes immer mehr in ihrer Funktionsweise eingeschränkt werden. Durch den starken Knorpelverschleiß und die Verkleinerung der Gelenkkapseln passen die Gelenke nicht mehr richtig aufeinander und die Knochen des Hundes reiben aneinander. Die ungesunde Belastung kann zu dem zu einer Verdickung der Gelenke führen, die auch durch Abtasten zu erfühlen ist. Der Hund hat bei jeder Bewegung schmerzen und wird die Erkrankung nicht behandelt, kann eine Versteifung der Gelenke die Folge sein. Lahmt der Hund oder hat zum Beispiel beim Treppensteigen Probleme, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

 

Probleme beim Treppensteigen können auf eine Arthrose hinweisen

Leider ist diese Erkrankung nicht heilbar, jedoch kann dem Hund, zum Beispiel durch die Gabe bestimmter Medikamente, das Leben erleichtert werden. Wie auch beim Menschen, hilft dem Hund bei Arthrose die Behandlung mit Wärme.


Hüftdysplasie


Hüftdysplosie ist ein relativ häufiges Gelenkproblem bei Hunden. Von einer Hüftdysplasie ist der Bereich zwischen Becken und Oberschenkeln des Hundes betroffen. Ursache einer Hüftdysplasie ist eine veränderte Gelenkpfanne. Ist sie nicht tief genug, findet der Hüftkopf keinen Halt. In der Folge entstehen, aufgrund des ungesund großen Spielraums der Gelenke, schmerzhafte Knochenzubildungen. Bei älteren Hunden kann eine Fehlstellung der Beckengegend eine Arthrose begünstigen, bei jungen Tieren ist diese Erkrankung meist erblich bedingt. Vor allem wenn junge Hunde wenig spielen, viel herumliegen oder schnell ermüden, sind dies deutliche Warnzeichen, die einen Besuch beim Tierarzt nötig machen, so der Artikel „Knochenerkrankungen beim Hund“.

 

Genau wie die Arthrose ist auch die Hüftdysplasie nicht heilbar, kann aber medikamentös behandelt werden. Wie bei der Arthrose hilft auch bei der Hüftdysplasie die Behandlung mit Wärme, um die Schmerzen des Hundes zu lindern. Der Einsatz einer Rotlichtlampe kann in diesem Fall wirksam sein. In der kalten Jahreszeit schützt ein Hundemantel die Knochen und Gelenke vor Kälte und Nässe.


Bandscheibenvorfall


Ebenfalls eine typische Knochenerkrankung beim Hund ist der Bandscheibenvorfall. Eine falsche ruckartige Bewegung kann ausreichen, um den Bandscheibenvorfall auszulösen, der durch den Austritt der Gallertmasse entsteht, die sich zwischen den einzelnen Bandscheiben befindet. Weigert sich der Hund Treppen zu steigen oder reagiert empfindlich, wenn sein Rücken gestreichelt wird, kann dies auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen. Grundsätzlich können alle Hunde an einem Bandscheibenvorfall betroffen sein, wegen ihrer Anatomie jedoch besonders gefährdet, sind zum Beispiel Bulldoggen, Dackel und Pekinesen.

 

Auch Übergewicht begünstigt einen Bandscheibenvorfall. Ein Bandscheibenvorfall kann mit Hilfe einer OP behandelt werden, der Heilungsprozess ist allerdings sehr lang und schmerzhaft für das Tier.

 

Maßnahmen, die Knochen- und Gelenkerkrankungen beim Hund vorbeugen können:

 

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