Hunde-Trauer bei Senioren - Teil 2

Hunde-Tod hinterlässt eine große Lücke

 

Einen erfüllten Alltag können sich viele ältere Menschen ohne ihren Hund jedoch nur schwer vorstellen. Der Vierbeiner hat ihr Leben bestimmt, hat sie angetrieben und aufgemuntert. Er hinterlässt in ihrem Leben eine große, klaffende Lücke. Im Gegensatz zu vielen jüngeren Menschen ist der Wunsch nach einem neuen Hund und damit einer neuen Aufgabe oft viel schneller da.

 

Das bringt den alten Menschen in eine schreckliche Zwickmühle. Ein Leben ohne Hund erscheint ihm oft nicht mehr wirklich lebenswert. Aber ein neuer Hund, wäre das nicht eine zu große Verantwortung? Wie lange wird er das Tier noch versorgen können? Und was geschieht mit ihm, wenn es ihn überleben sollte?

 

In diesem seelischen Dilemma sollten ältere Menschen nicht alleine gelassen werden. Mit Hilfe eines Tierschutzvereines könnte ihm ein Hunde-Senior vermittelt werden. Ein älterer Hund hat viel mit dem alten Menschen gemeinsam, deshalb werden beide schnell zusammenwachsen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der alte Hund den alten Menschen überlebt, ist weitaus geringer als bei einem Welpen.

 

Hunde-Tod bei Senioren: Ein neuer Anfang?

 

Wird ein älterer Mensch durch seine Familie, Freunde oder auch ehrenamtliche Helfer unterstützt, kann er sich auch einen jüngeren Hund anschaffen, wenn dieser vom Temperament her eher ruhig ist und ihn nicht überfordert. Bestimmte Hunderassen wie Cockerspaniel oder Mops sind hier besonders geeignet. Kommt es bei der Versorgung zu Engpässen, können seine Helfer einspringen. Wenn abgeklärt ist, wo der Hund ein gutes Heim finden wird, wenn sein Besitzer verstirbt, können Hund und Halter gelassen in die Zukunft blicken.

 

Glücklicherweise gibt es auch immer mehr Senioreneinrichtungen, die ihren Bewohnern den engen Kontakt zu Tieren ermöglichen. Besuchshunde tapsen oft einmal in der Woche durch die Zimmer der Senioren, manchmal gibt es auch eine eigene Stationskatze. Viele Seniorenresidenzen bieten ihren Senioren einen kleinen Park mit einem Kleintiergehege an, um dessen Bewohner sie sich kümmern können. Dass Tiere einen äußerst positiven Effekt auf ältere Menschen haben, wurde längst erkannt und wird erfreulicherweise immer häufiger genutzt.

 

Den eigenen Hund wird der ältere Mensch jedoch immer in Erinnerung behalten. Vielleicht wird er gerne über ihn sprechen und es genießen, wenn andere zuhören, vielleicht wird er die Erinnerung aber auch ganz still für sich bewahren. (je)