Hundepfoten ganzjährig richtig pflegen

Richtige Pflege beginnt im Welpenalter

Ausgedehnte Spaziergänge durch den Park, Erkundungstouren im Wald, über Felder, Wiesen und entlang von Gewässern tun Hund und Mensch gleichermaßen gut. Allerdings lauern auf diesen Ausflügen auch einige Gefahren für unsere vierbeinigen Freunde. Insbesondere die sensiblen Pfoten von Hunden müssen regelmäßig untersucht und gepflegt werden, um schmerzhaften Entzündungen, Infektionen und Parasitenbefall vorzubeugen. Übrigens nicht nur zu bestimmten Jahreszeiten - die richtige Pfotenpflege sollte das ganze Jahr über zu den regelmäßig durchgeführten Ritualen gehören.

Ältere Hunde dazu zu bringen, ihrem Herrchen oder einer anderen Person (z.B. dem Tierarzt) ihre Pfote für eine eingehende Untersuchung zu geben, kann mühselig und nervenaufreibend werden, wenn ein Tier nicht daran gewöhnt und noch dazu ggf. verletzt ist. Umso wichtiger ist es, den vierbeinigen Gefährten schon im Welpenalter entsprechend zu trainieren und an die Pfotenpflege zu gewöhnen.

Experten empfehlen dazu, das Tier an einen bestimmten Ablauf zu gewöhnen (Platz, müde -> auf die Seite legen, Pfote geben), die Pfoten routinemäßig zu massieren, dabei auf Verletzungen zu untersuchen, ggf. die Krallen zu stutzen und die Bereitschaft zu alldem mit einem Leckerli zu belohnen. Auf diese Weise verbindet der Hund positive Erfahrungen mit der Prozedur und lässt sie in der Regel bereitwillig über sich ergehen - auch unter Schmerzen. Übrigens: Ganz nebenbei stärkt dieses Ritual die Bindung zwischen Mensch und Tier und fördert damit ein vertrauensvolles Zusammenleben.

Sommerliche Gefahren für sensible Hundepfoten

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In den wärmeren Monaten des Jahres und im Hochsommer werden Hundepfoten stark strapaziert. Vor allem auf Straßen, an Gewässern und in Parks können Glasscherben zur großen Gefahr werden - Schnittverletzungen müssen oftmals beim Tierarzt genäht werden und gehen mit jeder Menge Stress und Schmerzen für den Vierbeiner einher.

Ein ausgedehnter Spaziergang über Wiesen und Felder macht zwar Spaß, aber auch hier lauern Gefahren für die Pfoten, etwa in Form von Zecken, die sich zwischen den Zehen festsetzen, oder in Form von Grannen der Getreideähren, die in der Pfote hängen bleiben, kleine Verletzungen und in der Folge schmerzhafte Entzündungen hervorrufen können. Asphalt stellt an warmen Tagen eine besondere Belastung für Hunde in der Stadt dar.

Die glatte, dunkle Oberfläche heizt sich unter Sonneneinstrahlung schnell auf und kann schlimmstenfalls zu Verbrennungen an den Pfoten führen. Übrigens: Auch ein erfrischendes Bad im See oder das Waten durch Bäche und Flüsse kann für Hundepfoten zur Tortur werden. Die Bakterien in diesen Gewässern setzen sich mit Vorliebe in Mikroverletzungen und zwischen den Zehen ab, wo sie ideale Bedingungen zur Vermehrung vorfinden. Umso wichtiger ist es, die Pfoten nach einem Bad im Freien spätestens zu Hause mit klarem Wasser abzuspülen und sorgfältig zu trocknen - auch im Zwischenzehenbereich.

Im Sommer gilt wie zu allen Jahreszeiten auch: Mit regelmäßiger Pfotenpflege und einer gründlichen Untersuchung nach jedem Spaziergang geht es unseren vierbeinigen Freunden dauerhaft gut. Insbesondere auf Fremdkörper, Zecken und kleinere Verletzungen sollten die Pfoten nach jedem Spaziergang untersucht werden.

Bei Verschmutzungen sind die Pfoten vorsichtig mit zimmerwarmem Wasser zu reinigen und sollten im Anschluss sorgfältig abgetrocknet werden. Fühlt sich die Haut der Pfoten nicht glatt und geschmeidig sondern eher rissig an, empfiehlt sich die anschließende Verwendung von schützenden Salben oder Ölen (meist erhältlich in Apotheken), um die Haut schnell wieder zu regenerieren.

Schnee, Eis, Split: Pfotenpflege im Winter

In den kalten Monaten des Jahres werden die Pfoten von Hunden besonders durch Kälte, Nässe, Eis, Streusalz und Rollsplitt beansprucht. Selbst bei kleinen Gassi-Runden gelangen die Pfoten in Kontakt mit chemisch aggressiven Substanzen oder werden durch harte, spitze und dazu kalte Oberflächen stark strapaziert. Wichtig ist in diesen Fällen, die Pfoten bereits vor dem Ausflug ins Freie ordentlich einzucremen, etwa mit Winterpfotenbalsam, Tierpflegeöl, Hirschtalg oder Vaseline.

Diese Vorbehandlung verhindert, dass die Pfoten schnell spröde, rissig und damit anfällig für Infektionen und weitere Verletzungen werden. Ganz nebenbei vermindern sie auch die Gefahr der Schneeklumpenbildung unter der Pfote - zumindest dann, wenn das Fell zwischen den Zehen nicht allzu lang ist. Bilden sich doch Klumpen, sollten sie schnellstmöglich vorsichtig weggekratzt oder mit der Hand weggetaut werden.

Nach dem Spaziergang empfehlen Tierärzte, die Pfoten mit zimmerwarmem Wasser (ohne Zusätze wie Shampoos) vorsichtig zu reinigen. Danach sorgfältig abtrocknen und erneut eincremen - so bleiben die Pfoten auch in harten Wintern gut geschützt und gesund.

Fotos: T. Allendorf, L. Menze,Matthias Krüttgen , Fotolia.com

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