Hunde haben auch Frühlingsgefühle! Die Hormone unserer Vierbeiner kommen jetzt im Frühjahr richtig in Wallung. Wir haben Euch gefragt: Sollten Hunde grundsätzlich kastriert werden? Hier sind die Ergebnisse!
Wenn der ansonsten so harmlose Rüde mal wieder zum schäumenden Hengst wird, sobald die Nachbarshündin kokett ihren plüschigen Po schwingt und unmissverständliche Düfte aussendet; wenn die ansonsten so folgsame Hundedame jede Unaufmerksamkeit nutzt, um zu ihrem Erwählten zu gelangen, dann fragen sich viele Hundebesitzer: Soll ich, oder soll ich doch lieber nicht?
Hunde-Kastration: Auf jeden Fall, finden 24,2 Prozent
Die Frage nach der Hunde-Kastration polarisiert Hundehalter. Wir wollten wissen, wie Ihr dazu steht. Sollten alle Hunde grundsätzlich diesem Eingriff unterzogen werden? Ja, auf jeden Fall, finden 37,2 Prozent von Euch. Es gibt ja schließlich auch gute Gründe: Hypersexuelle Rüden sind manchmal kaum zu bändigen, Hündinnen machen während ihrer Läufigkeit eine Menge Putzarbeit – nicht zu vergessen der Tierschutz-Aspekt, denn einer unkontrollierten Fortpflanzung - und der Zeugung von unerwünschten Welpen mit ungewissem Schicksal - wird mit der Kastration ein für alle Mal Einhalt geboten. Gebärmutterkrebs oder Hodenkrebs können kastrierte Hunde natürlich auch nicht mehr bekommen.
Hunde-Kastration: Nur aus gesundheitlichen Gründen, finden 68,5 Prozent
Doch der Trend geht deutlich zur differenzierten Einzelfallentscheidung und gegen die pauschale Kastration: 68,5 Prozent von Euch sind der Meinung, dass eine Kastration nur durch gesundheitlich zwingende Umstände gerechtfertigt ist. Eine Meinung, der sich Hundeexperten wie Dr. Udo Ganßloser anschließen – denn die Kastration ist nicht nur eine schwere Operation, sondern greift auch massiv in den Hormonhaushalt und damit in das natürliche Verhalten und in die Persönlichkeit des Hundes ein. Viele vermeintlich positive Nebeneffekte der Kastration sind eine reine Mär: bei Rüden ist in den seltensten Fällen tatsächlich das Testosteron für Verhaltensprobleme verantwortlich, sondern meist Fehler in der Haltung, Hunde-Erziehung oder eine mangelhafte Hunde-Sozialisation. Und schließlich, so argumentieren die Kastrations-Skeptiker, kann man ja auch nicht jeden Körperteil, in dem sich bösartige Tumore bilden könnten, einfach vorsorglich amputieren.
Hunde-Kastration: 7,2 Prozent sind unentschlossen
Die Kastration ist also eine schwierige und ernst zu nehmende Entscheidung. Das finden auch 11,1 Prozent von Euch und geben zu, unentschlossen zu sein. Mehr zu diesem Thema findet Ihr übrigens auch in unserem Interview mit Dr. Udo Ganßloser zum Thema Hunde-Kastration. (je)
Mehr Infos zum Thema: Hunde-Kastration auf wdr.de



Kommentiere diesen Artikel (6 Kommentare)
Ich bin ziemlich befremdet von dem Artikel und einigen Kommentaren. Interessant, wie ein paar hundert Kilometer den Blick auf gewisse Dinge verändern können. Wer in Italien lebt und alltäglich mit den Konsequenzen nicht kastrierter Hunde und Katzen konfrontiert ist (auf Autobahnraststätten ausgesetzt und überfahren, im Wald ausgesetzt und verwildert und krank, ersäuft, lebendig verbrannt, abgeknallt oder für illegale Hundekämpfe eingesetzt usw. usf.), der stellt sich die Frage nicht, ob eine Kastration sinnvoll ist oder nicht. Der Dr. Ganßloser ist herzlich eingeladen nach Italien, ich zeige ihm dann mal ein paar italienische Hundeheime, wo er die \"glücklichen\" Ergebnisse nicht kastrierter Hunde bewundern kann, zu zehnt in wenigen Quadratmetern Box eingepfercht, auf dem Betonboden schlafend im Sommer und im Winter, nie ein Spaziergang, nie Gras geschnuppert, mager, verlaust und krank. PS. Unsere Hündin hat Glück gehabt, sie wurde zusammen mit ihren Geschwistern nur in eine Mülltonne geschmissen.
Mein Hund soll ein Rüde bleiben mit allem was dazu gehört!!!! Wenn die Erziehung stimmt,dann ist das wirklich nicht nötig.Es sei denn es liegt eine medizinische Indikation vor!
Auch ich habe mir lange überlegt, ob ich meinen Wuschel kastrieren lassen soll. Nach Rücksprache mit meinem TA habe ich mich gegen eine Kastration entschieden, da es aus gesundheitlichen Gründen nicht notwendig war und ist. Ich denke eine Kastration ist keine generelle Lösung, sondern sollte von Fall zu Fall entschieden werden.
Als unserem Nelson die Harnsteine operativ entfernt wurden, stellte sich auch die Diskussion der Kastration. Wir haben uns dann gemeinsam mit dem TA dagegen entschieden, da es medizinisch nicht erforderlich war, weil gott sei Dank keine Steine in der Harnröhre waren. \'Ich denke mit guter Erziehung muss so ein Eingriff nicht unbedingt sein. Es gibt sicherlich Rüden, die sehr triebstark sind, aber wenn sie dieses Verhalten schon haben, geht es oftmals auch nach einer Kastration nicht weg. Unsere Hündin, die Vorgängerin von Nelson mussten wir aufgrund einer Gebärmuttervereiterung kastrieren lassen und sie hatte seit diesem Tag immer leichte Gewichtsprobleme und war nicht mehr so agil wie vor der OP. Ich denke dieser doch erhebliche Eingriff in den Körper und der Hormone eines Hundes sollte sorgfältig überlegt werden.
Hallo, ich bin Tochter einer Züchterin wir züchten Landseer und das Tema Kastration haben wir öfters schon mit unseren Welpen Käufern und ich kann langsam echt explodieren wen mir Läute sagen das Sie ihre Hunde Kastrieren lassen weil es ihnen zu viel Arbeit macht. Wir haben 3Hündinen wir haben also 6mal im jahr Läufige Hündinen und dan den vermeindlichen Dreck im Haus und? Wir Frauen haben den jeden monat deswegen kommt doch auch keiner auf die Idee uns zu Kastrieren. Wen wir merken das unsere Mädels Läufig werden besorgen wir uns Binden und dan bekommen Sie ihre Schlüpfer an und ne Binde rein vertig und schon ist kein Dreck im Haus. Was soll da bitte schön dreck machen? Ganz erlich die die Ihre Hunde Kastrieren lassen weil es dreck machen soll sind doch dan einfach nur zu faul und selbst für die Faulen gibt es immer noch die Verhüttungs spritze für die Läufigkeit, die erste hitze muss man dan nur ertragen und dan wird sie 2mal im jahr gespritzt und dan kommt die läufigkeit auch nicht. Also wir mit unserer ersten Hündin noch in der Stadt gewohnt haben haben wir die auch ihr gegeben weil wir alleine im Haus 3Rüden hatten, nach 3jahren sind wir dan raus aufs Landgezogen und wollten Züchten wir haben die spritze abgesetzt und die Läufigkeit setzte wieder normal ein. Viele Tierärzte raten mitlerweile zum Kastrieren ja weil es geld bringt nix anderes, aber was alles passiert wen man sie Kastriert verschweigen sehr viele (ich hab schon einige Kastraten besitzer auf geklärt warum ich da gegen bin und danach meinten sie nur hätten sies eher gewust hätten sie es nicht gemacht). Die unkontrolierbare Vermärung da vorzuschieben ist blödsind den jeder kann es vermeiden wen er ein bisschen zeit sich nimmt. Die Hündin lässt sich nur 3tage wirklich decken und das ist ca ab tag 12 der Blutung (bei jeder Hündin kann der Eisrung anders sein mansche ab tag 10 mansche auch erst ab tag 14) wir zb lassen ab tag 10 unsere Mädels dan einfach nicht von der Leine und sollte ein Rüde uns doch mal in der zeit über den weglaufen ohne Leine Lassen wir sie sitz machen und warten bis die Besitzer des Rüden ihn weck nehmen können (sollte er mal abgeauen sien ohne das der besitze es gemerht hatt /wir haben notfals die schlüpfer mit /ziehen wir sie der hündin an und gehen nach Hause und der Rüde kann nicht rann sollte sie versehentlich rein pullern und dan wird sie gewaschen ). Also sind für mich diese Argumente nicht relewant. Natürlich sollte die Hündin wirklich an Gebermutter-/Eierstock-/Gesäugetumoren erkrangen dan hab ich dafür verstendniss doch wenn ich es als vorsichts masname gemacht wird ist das blödsin ich kenn genügend die Trotz Kastration an Krebs erkrankt sind. Es kann wie bei uns Frauen immer passieren davor ist man nie sicher. Auserdem wundern sich viele warum später im alter so viele Erkrankungen bei Kastrierten Hunden auftaucht wie zb Inkontinens(macht meiner meinung nach viel mehr dreck im übrigen) stumpfes schnell verfizentes fell(veil pflegearbeit) Ostioperose( brüchige Knochen/ weil die hormone die durch die kastration weck fallen den knochen fehlen zum regenerrieren und heilen / mehr pflege weil man mehr knochen helfende mitell braucht um das etwas einzudemmen) und dan wen der hund unter 3jahren kastriert wird bleibt er vom Kopfher auf dem stand wo er steht (weil die Hormone fehlen/ also mehr arbeit in der Erziehung)wird also nie richtig erwacksen, bei Rüden die vorher extrem verhaltens auffällig waren kann es auch passieren das es schlimmer wird als wie angenommen ruhiger oder es bleibt wie es war und die erziehung wird viel schwerer als mit einem nicht Kastrierten weil er die reife nicht hatt ( wo her ich das weiß weil ich auch noch Hundetrenerin bin und man dieses fenomen immer wieder erlebt). Also warum muss man so in die natur eingreifen nur weil es Dreck macht, wenn ich eventuel am ende doch veil mehr arbeit hab als wie wenn ich alles so lasse? Und der wichtigste asbekt wen ich eine Hündin Kastriere ist das ein extrem schwerer eingrif für das Tier was eine riesige Bauch op ertragen muss da gegen eine wintige spritze ist wohl lach haft dagegen und für rüden besitzer gibts auch ne alternative die Sterilisation alle Hormone werden weiter gebildet und der Rürde bleibt im kopf wie ein Rüde sollte er doch mal auf ne Hündin springen verteilt er dan nur noch platzpatronen wo also die unkontrolierbarkeit der vermehrung auch aus geschlossen ist und das riesiko das er Inkontienet im wird ist extrem gering. So wer den ganzen Text jetzt verstanden hatt versteht vieleicht auch warum die Faullen die sichs einfach machen wollen eigentlich exrem dumm sind den sie machen sich nur noch mehr arbeit als wie es sein muss.
Hallo, ich finde diesen Artikel sehr gut und er spiegelt u.a. genau meine Haltung zur Kastration wider. Es sollte eine Einzelfallentscheidung erfolgen. Mein TA hat mir in meinem spezifischen Fall von einer Kastration meines 7j. Rüden abgeraten, weil es aus TA-Sicht nicht erforderlich ist. Deshalb werde ich Maxi damit verschonen und ggf. eher ein Verhaltenstraining mit ihm machen. GLG Maxi+Frauchen