Alternative Heilmethoden: Pflanzenheilkunde und Aromatherapie

Hunde mit Pflanzen und Düften behandeln

Die Pflanzenheilkunde, auch Phytotherapie genannt, ist wahrscheinlich die älteste aller Heilmethoden. Die Kunde von Heilpflanzen ist in allen Kulturen bekannt und haben eine lange Überlieferungstradition. Tinkturen und ätherische Öle von Pflanzen werden auch zur Behandlung von Hunden eingesetzt.

 

Etwa 80% der Gesamtbevölkerung soll nach Schätzungen der WHO mit Pflanzen behandelt werden – insbesondere in den nichtindustrialisierten Ländern, in denen Medikamente nicht finanziert werden können.

 

Die Wirksamkeit der Heilpflanzen ist zumindest teilweise auch von der Wissenschaft anerkannt. Insbesondere in der traditionellen chinesischen Medizin wird die Pflanzenheilkunde als fester Bestandteil betrachtet.

 

Auch in Deutschland setzen sich immer mehr Mediziner und Heilpraktiker mit der medizinischen Wirkung von Pflanzen auseinander. Pflanzliche Fertigarzneimittel müssen strengen behördlichen Prüfungen unterzogen werden in Hinsicht auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit, bevor sie auf den Markt kommen.

 

Da die Heilpflanzen jeweils mehrere wirksame Stoffe beinhalten, sollen sie auch gegen verschiedene Beschwerden wirksam sein. So soll Anis beispielsweise sowohl bei Husten, als auch bei Koliken und Blähungen lindern, Arnika ist bekannt für seine wundheilende Wirkung, soll aber auch bei Herzbeschwerden und Rheuma wirksam sein, Heidekraut soll desinfizierend wirken, aber auch harntreibend und Linderung bei Gelenkschmerzen schaffen.

 

Heilpflanzen können in Form von Tinkturen, Salben oder Tees verabreicht werden. Wichtig ist, dass auch die Gabe von Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachleuten geschieht, denn falsche Anwendungen oder Dosierungen können zu Vergiftungen beim Hund führen. Ein guter Tierarzt oder Tierheilpraktiker ist meist auch im Bereich der Naturheilkunde für Hunde und Heilpflanzkunde bewandert.

Aromatherapie für Hunde


Die Aromatherapie ist ein Teil der Heilpflanzenkunde. Ätherische Öle sind estrahierte Duftstoffe aus Teilen einer Pflanze. Dem ätherischen Öl der verschiedenen Pflanzen werden unterschiedliche Wirkungen zugesprochen, so soll beispielsweise Baldrian beruhigend und schlaffördernd wirken, Zitrone anregend, Anis appetitfördernd, Johanniskrautöl entzündungshemmend.

 

Die Anwendung von Aroma-Ölen kann das körperliche und seelische Wohlbefinden des Hundes unterstützen, sollte aber mit Vorsicht genossen werden. Hunde haben einen extrem feinen Geruchssinn und können starke Düfte schnell als unangenehm empfinden. Eine sinnvolle Möglichkeit für eine Aromatherapie beim Hund beispielsweise ein Duftkissen.

 

Das Kissen wird mit einem Tropfen ätherischem Öl benetzt und dann am Schlafplatz des Hundes ausgelegt. Die Reaktion des Hundes sollte genau beobachtet werden – meidet der Hund den Schlafplatz oder zeigt Anzeichen von Missfallen, sollte das Kissen wieder entfernt werden.

 

Alle ätherischen Öle sollten bei Hunden nur extrem sparsam dosiert werden, immerhin riecht der Hund etwa eine Millionen Mal besser als wir. Sinnvoll kann eine Anwendung ätherischer Öle beispielsweise im Bereich der Parasitenabwehr sein. Auch zur Desinfektion oder Reinigung werden ätherische Öle wie beispielsweise das Teebaumöl gerne verwendet.

 

 

Diese alternativen Behandlungsmethoden gibt es noch für Hunde:

 

Alternative Heilmethoden für Hunde - Akupunktur

 

Alternative Heilmethoden für Hunde - Bach-Blütentherapie

 

Alternative Heilmethoden für Hunde - Farb- und Edelsteintherapie

 

Alternative Heilmethoden für Hunde - Blutegel-Therapie

 

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