Hundegesundheit in der kalten Jahreszeit

So bleibt Euer Hund fit

Brr, es wird wieder kalt draußen! Auch die kalte Jahreszeit hat Hund und Mensch viel zu bieten – doch die Gesundheit unserer Hunde kann jetzt etwas Unterstützung gebrauchen. Mit unseren 7 Tipps bleibt Euer Vierbeiner auch in der kalten Jahreszeit fit!


Vor allem ältere Hunde und Welpen, aber auch Tiere mit einem schwachen Immunsystem sind in Herbst und Winter anfällig für Infekte. Zum Glück kann man aktiv etwas für die Gesundheit seines Hundes tun.

Foto: Ljupco Smokovski/fotolia.com

1. Tipp für die Hundegesundheit: Fellwechsel aktiv unterstützen

Wenn es draußen kälter wird, benötigt der Vierbeiner ein intensiveres Pflegeprogramm. Im Herbst setzt bei den meisten Hunden der Fellwechsel ein. Er wird hormonell gesteuert und durch die Veränderung der Lichtverhältnisse und Temperaturen ausgelöst. Bis zu sieben Wochen kann es dauern, bis das Winterfell sich vollständig ausgebildet hat. Um den Hund im Fellwechsel zu unterstützen, sollte er regelmäßig gebürstet werden. Das regt die Durchblutung an und entfernt loses Fell, bevor es zu Verfilzungen führen kann. Kontrolliert auch Eure Hundebürste hin und wieder, denn abgebrochene Zinken können die Haut verletzen. Im Zweifel schafft Euch lieber eine neue Hundebürste an (siehe hier).

2. Tipp für die Hundegesundheit: Pfoten vorbeugend pflegen

Wir kennen das von uns selbst: In den kalten Monaten wird die Haut schnell rissig. Der Wechsel von nass-kaltem Wetter draußen und trockener Heizungsluft drinnen strapaziert sie. Den Hundepfoten geht das nicht anders. Am besten werden sie jetzt schon mit Pfotensalbe gepflegt. So bleiben sie geschmeidig und belastbar. Beim ersten Schnee sollte das Fell zwischen den Ballen geschnitten werden, damit sich keine harten, scharfkantigen Schneeklumpen darin bilden.

3. Tipp für die Hundegesundheit: Hundebekleidung gegen Kälte und Nässe

Hundemäntel sind für die Gesundheit von sensiblen Hunden eine sinnvolle Unterstützung. Kälteempfindlich sind vor allem Hunderassen ohne Unterwolle und mit wenig Körperfett, wie beispielsweise Windhunde. Welpen, ältere Hunde und Hunde mit einem schwachen Immunsystem sollten ebenfalls mit einem Mantel geschützt werden. Kurzbeinige Vertreter wie Dackel und Mops leiden besonders unter der Bodenkälte. Bei diesen Hunden sollte darauf geachtet werden, dass der Hundemantel den Bauch bedeckt. Im sportlichen Bereich sind Hundemäntel ebenfalls sinnvoll: Sie bewahren die Muskeln vor dem Auskühlen und beugen Verletzungen vor.

4. Tipp für die Hundegesundheit: Hochwertiges Hundefutter

Insbesondere aktive Hunde haben im Winter einen höheren Energiebedarf als im Sommer. Ein gutes Hundefutter mit hochwertigem Protein deckt dies aber in der Regel ab. Im Einzelfall und bei sportlich geführten Hunden kann es trotzdem sinnvoll sein, die Ration zu erhöhen – dabei sollte jedoch das Gewicht des Hundes im Auge behalten werden. Eine Zufütterung von Vitamin C, Zink oder essentiellen Fettsäuren kann sinnvoll zur Immununterstützung sein – dies sollte im Zweifel mit dem Tierarzt abgeklärt werden.

5. Tipp für die Hundegesundheit: Frische Luft und Bewegung

Angemessene Bewegung und viel frische Luft sind die beste Medizin gegen Winterfrust. Mit Training, Spiel und Beschäftigung kommt keine Langeweile auf und der Hund bleibt körperlich und geistig in Form. Es gilt: Bei Kälte in Bewegung bleiben! Draußen sollte darauf geachtet werden, dass der Hund sich nicht längere Zeit auf den kalten und nassen Boden legt – das erhöht das Risiko für Blasen- Nierenentzündungen und Bronchitis. Auch im Auto sollte der Hund nicht zu lange warten müssen. Nach dem Spaziergang muss der Hund stets gut abgetrocknet werden.

6. Tipp für die Hundegesundheit: Vorsicht bei Streugut und Frostschutzmittel

In der kalten Jahreszeit lauern einige Gesundheitsgefahren auf unsere Hunde – beispielsweise Frostschutzmittel. Frostschutzmittel und Türschloss-Enteiser mit Ethylenglykol schmecken süß, sind aber hochgiftig und dürfen niemals in die Nähe von Tieren gelangen. Wenn der erste Schnee fällt, gilt besondere Vorsicht bei gestreuten Wegen: Salz kann die Pfoten verätzen, Rollsplit zu Schnittverletzungen führen. Zur Sicherheit solltet Ihr gestreute Wege vermeiden und die Pfoten nach dem Gassigehen mit lauwarmem Wasser abspülen. Achtung: Schnee fressen kann Eurem Hund auf den Magen schlagen – also lieber unterbinden!

7. Tipp für die Hundegesundheit: Gesundheits-Check

Typische Erkrankungen im Winter sind Atemwegsinfekte, Harnwegsinfekte und auch Bindehautentzündungen. Hundehalter sollten daher darauf achten, ob der Hund hustet, vermehrt Urin absetzt oder gerötete Augen hat. Je früher bei Symptomen der Tierarzt die Ursache abklärt, desto schneller kann dem Vierbeiner geholfen werden.