Das Fell des Hundes

Ein kleines Wunder der Natur

Hundehaare – dabei denken Hundehalter oft nur an die lästigen, losen Haare, die sich hartnäckig auf Polstern und Kleidungsstücken festsetzen. Doch das Fell des Hundes ist ein kleines Wunder der Natur. Obwohl Hunde heute seidiges oder rauhes, gelocktes oder glattes, langes oder kurzes Haar tragen, erfüllt das Fell doch immer noch dieselben Funktionen wie vor tausenden von Jahren.

Ob Pudel, Irish Setter oder Jack Russel Terrier: Obwohl sich im Laufe der Evolution – und durch züchterische Selektion – unterschiedliche Fellvarianten herausgebildet haben, sind Aufbau und Funktion des Hundefells gleich geblieben. Sein Fell schützt den Hund sowohl vor Kälte, als auch vor Wärme und sogar vor Verletzungen.

Die Wurzeln des Hundehaars sitzen in einer tiefergelegenen Hautschicht, der sogenannten Lederhaut. Aus jedem dieser Follikel wachsen zwei unterschiedliche Haartypen: Das Wollhaar (Unterfell) und das Grannenhaar (Deckhaar). Jedes Grannenhaar ist dabei von mehreren Wollhaaren umgeben.

Die Unterwolle schützt den Hund effektiv vor Kälte

Je nach Anzahl der umgebenden Wollhaare hat der Hund eine dichte oder weniger Dichte Unterwolle. Diese Unterwolle ist weich, dünn und flaumig und liegt besonders dicht auf der Haut auf. Damit schützt es den Hund – vor allem im Winter – effektiv vor Kälte, doch es neigt auch schnell zur Verfilzung. Je nach Hunderasse besitzt ein Hund mehr oder weniger Wollhaare.

Das Grannenhaar dagegen ist dicker, härter und länger als das Wollhaar und liegt über dem Unterfell. Aufgrund seiner stärkeren Struktur schützt es den Hund besser vor Verletzungen und isoliert ihn zusätzlich vor Kälte und Wärme. Das Deckhaar unterscheidet sich von Hunderasse zu Hunderasse und von Hund zu Hund sowohl in Farbe, als auch in Länge und Form - und verleiht jedem Vierbeiner sein unverwechselbares Äußeres.

Fellpflege regt die Talgproduktion an

Ebenfalls in der Haut sitzen die Talgdrüsen, die den Hauttalg produzieren. Der Talg ist ein Sekret, das aus Fettsäuren, Wachsen und Proteinen besteht und essentiell wichtig für ein gesundes Hautmilieu ist. Bei alternden Hunden wird die Talgproduktion vom Körper zurückgefahren – das führt häufig zu trockener und spröder Haut.

Mit regelmäßiger Fellpflege kann die Produktion des Talgs zusätzlich angeregt werden. Das Fell des Hundes wächst zyklisch sechs bis acht Wochen lang – dann stirbt es ab und fällt aus, während das neue Haar nachwächst. Einige Hunderassen wie Terrier oder Schnauzer bilden hier jedoch eine Ausnahme – sie müssen regelmäßig getrimmt werden, damit das neue Haar wachsen kann.

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