Hundepflege von innen Teil 2

Essentielle Fettsäuren

Schuppige, juckende Haut, stumpfes Fell? Nicht selten ist ein Mangel an essentiellen Fettsäuren der Grund! Damit der Vierbeiner sich wirklich wohlfühlt und einen rundherum gesunden und gepflegten Eindruck macht, müssen Fettsäuren über die Nahrung zugeführt werden.

Essentielle Fettsäuren sind lebenswichtig für unsere Hunde. Fettlösliche Vitamine können ohne sie nicht verwertet werden, zudem liefern sie dem Körper die notwendige Energie für den Stoffwechsel. Bei Problemen mit trockener Haut, stumpfem Fell oder Juckreiz ist nicht selten ein Mangel an essentiellen Fettsäuren die Ursache.  Hunde können essentielle Fettsäuren nicht selbst produzieren. Damit sich der Vierbeiner wirklich wohlfühlt und einen rundherum gesunden und gepflegten Eindruck macht, müssen Fettsäuren über die Nahrung zugeführt werden.

Essentielle Fettsäuren – Der Bedarf ist unterschiedlich hoch

Hunde, die einen normalen Bedarf an essentiellen Fettsäuren haben, decken ihn meist bereits über die normale Hunde-Ernährung. Ein ausgewogenes Hundefutter beinhaltet auch immer Fettsäuren. Hier lohnt es sich allerdings, genau hinzusehen. Hinter der allgemeinen Deklaration „Fette und Öle“ auf dem Hundefutter-Etikett verbirgt sich nämlich oft minderwertiges Fett – wie beispielsweise Fritierfett. Hunde können diese Fette nicht optimal verwerten. Wertvolle Fette und Öle – wie Lachsöl oder Nachtkerzenöl – wird dagegen meist namentlich genannt.

Der Bedarf an essentiellen Fettsäuren ist bei Hunden individuell und kann – je nach Lebensphase und -situation – sehr variieren. Hunde, die im Hundesport aktiv sind, benötigen deutlich mehr Energie als Hunde, die sich nur durchschnittlich viel bewegen. Deshalb sollte bei Hunden mit erhöhter Aktivität auch immer auf eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren geachtet werden. Auch magere Hunde haben einen erhöhten Bedarf an Fetten – um bei Ihnen eine Steigerung des Gewichts zu erreichen, ist Gänseschmalz optimal.

 

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Essentielle Fettsäuren bestehen aus Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren

Grundsätzlich benötigt der Hund zwei Arten an Fettsäuregruppen: Die sogenannten Omega-3-Fettsäuren und die Omega-6-Fettsäuren. Wichtig ist, dass beide in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. In dem Fleisch, das heute für die Hundefütterung verwendet wird, sind hauptsächlich Omega-6-Fettsäuren enthalten – im Gegensatz zu den Beutetieren, die den Vorfahren unserer Haushunde als Nahrung dienten.

Beim Fleisch von Nutz- und Schlachttieren ist die Zufuhr von Ölen mit hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren besonders wichtig. In den meisten Fertigfuttersorten wird ein entsprechender Anteil Omega-3-Fettsäuren bereits hinzugefügt. Wer das Futter für seinen Hund jedoch selbst zubereitet oder barft, sollte ein besonderes Augenmerk darauf haben.

Einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren weisen vor allem Fischöle auf: Lachsöl, Dorschöl oder Kabeljauöl sind optimal zur Hundefütterung geeignet. Lebertran ist in mehrfacher Hinsicht gesund, wird aber nicht von jedem Hund vertragen. Auch pflanzliche Öle wie Leinöl, Hanföl, Rapsöl, Walnussöl oder Borretschöl können verwendet werden. Es empfiehlt sich, die mehrere Ölsorten im Wechsel zu verwenden.

Nur kaltgepresste Öle verwenden

Grundsätzlich sollte zur Hundefütterung nur kaltgepresstes (natives) Öl verwendet werden, da bei der Warmpressung die wertvollen Fettsäuren zerstört werden. Beim Kauf von Ölen zur Hundefütterung sollte nicht allein der Kaufpreis ausschlaggebend sein: Billige Öle sind oft schadstoffbelastet. Hochwertige Öle sind leider nicht lange lagerfähig und sollten innerhalb von etwa drei Monaten aufgebraucht werden, da sie sonst ranzig werden können.

Der tägliche Bedarf eines mit Barf ernährten Hundes an Öl liegt etwa bei 0,3g Öl pro Kg Körpergewicht – ein 10kg schwerer Hund sollte also etwa 3g Öl erhalten, ein 30kg schwerer Hund etwa 9g. Ein Teelöffel entspricht etwa 3g Öl. Öle müssen nicht täglich beigefügt werden, sondern lediglich zwei bis viermal pro Woche. Der Bedarf des Hundes ist jedoch individuell verschieden.

 

Hier geht es weiter:

Hundepflege von innen - Teil 1: Einleitung

Hundepflege von innen - Teil 3: Bierhefe-Kuren

Hundepflege von innen - Teil 4: Biotin

Hundepflege von innen - Teil 5: Kieselerde

 

 

 

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