Haarausfall beim Hund

Hundehaare: Ab wann ist Haarausfall krankhaft?

Hundehaare in unserer Wohnung, auf unserer Kleidung und in unserem Auto – für die meisten von uns ist das schon fast Normalität. Doch wenn der Fellverlust nichts mehr mit dem normalen saisonalen Fellwechsel zu tun hat, sollten Hundefreunde aufmerksam werden.

Haarverlust ist bei Hunden normal – jedenfalls zweimal im Jahr, wenn der Hund sein Fell wechselt. Manche Hunde haaren das ganze Jahr über sehr stark, ohne dabei krank zu sein. Denn durch die Lebensumstände unserer Vierbeiner gibt es oft keinen klar begrenzten Fellwechsel mehr, vielmehr zieht sich der Fellwechsel häufig über das gesamte Jahr hin.

Hunde haaren oft das ganze Jahr über

Das liegt daran, dass unsere Hunde sich heute hauptsächlich innerhalb geschlossener Räume aufhalten. Der Fellwechsel wird durch Hormone bestimmt, und diese wiederum werden durch Außentemperaturen und Lichtintensität stimuliert. Wenn im Herbst die Temperaturen und die Lichtintensität sinken, registrieren moderne Vierbeiner das kaum noch. Haart der Hund also das ganze Jahr über, ist das noch kein Grund zur Besorgnis. Ist der Hund ansonsten fit und gesund, hilft regelmäßige Fellpflege mit den FURminator Pflegewerkzeugen gegen das ständige Haaren - denn es kann den Haarverlust um bis zu 90 Prozent reduzieren.

Die regelmäßige Pflege ist eine ideale Gelegenheit, um die Fellbeschaffenheit und die Haut des Vierbeiners im Auge zu behalten. Denn hier zeigen sich krankhafte Veränderungen am schnellsten. Ist das Fell struppig und stumpf, ist die Haut gerötet oder juckt? Zeigen sich Schuppen, Ekzeme oder kahle Stellen? Dann sollte der Tierarzt zu Rate gezogen werden. Haarausfall kann vielfältige Ursachen haben, und nur die tierärztliche Untersuchung kann wirklich Sicherheit bringen.

 

 

Der Tierarzt wird vermutlich auf Parasiten untersuchen, denn bei Hunde-Haarausfall und Hauterkrankungen sind häufig Ektoparasiten die Ursachen. Einige Parasiten – wie beispielsweise Milben – sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Flöhe leben nicht auf ihrem Wirt, sondern in seiner Umgebung, so dass sie lange Zeit unentdeckt bleiben können. Bei Hunden, die auf Flöhe allergisch reagieren, reichen bereits wenige Flohbisse für Hautentzündungen und Haarausfall. Kreisrunder, klar begrenzter Haarausfall hingegen spricht für einen Hautpilz.

Haarausfall beim Hund kann ein Krankheitssymptom sein

Auch Parasiten im Innern des Hundes können für Haarausfall verantwortlich sein. Die sogenannten Leishmanien werden von der berüchtigten Sandmücke übertragen, die insbesondere im Mittelmeerraum ihr Unwesen treibt. Bei Tierschutz-Hunden, die aus dem südlichen Raum stammen, sollte diese Möglichkeit immer in Betracht gezogen werden.

Hormon- und Stoffwechselstörungen sind eine weitere verbreitete Ursache bei Fellverlust. Hündinnen haaren nach der Geburt von Welpen häufig extrem ab, Rüden haben nach der Kastration oft starken Haarausfall. Meist normalisieren sich diese Symptome mit der Zeit wieder. Bei starkem Haarverlust mit ungeklärter Ursache wird der Tierarzt höchstwahrscheinlich auch die Schilddrüsen- und Nierenwerte überprüfen, denn auch Erkrankungen dieser Organe können Grund für Haarausfall sein. Erkrankungen im Magen- Darm-Trakt können dazu führen, dass bestimmte Nährstoffe nicht aufgenommen oder verwertet werden können und der Hund an Mangelerscheinungen leidet. Die vermutlich häufigsten Ursachen von extremem Haarausfall liegen jedoch auf einem ganz anderen Gebiet. Allergien sind auch bei unseren Hunden auf dem Vormarsch – insbesondere von Futter-Allergien sind immer mehr Hunde betroffen. Hier hilft nur eine Umstellung der Hunde-Ernährung.

Wie auch beim Menschen, so kann Haarausfall auch beim Hund psychische Ursachen haben: Gestresste Hunde reagieren oft nicht nur mit Fellverlust, sondern zeigen auch zwanghaftes Putzverhalten. Dieses wiederum kann zu gereizter Haut bis hin zu Hautekzemen führen. Der Tierarzt oder Tierheilpraktiker des Vertrauens berät Hundehalter gern darüber, wie der Vierbeiner wieder zu seinem seelischen Gleichgewicht findet.

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