Fellpflege: Stress beim Bürsten

Wenn der Hund sich nicht bürsten lassen möchte

Fellpflege ist wichtig – nicht nur für ein gepflegtes Aussehen des Vierbeiners, sondern auch für Hygiene, Gesundheit und Wohlbefinden.  Doch wenn der Hund sich nicht bürsten lassen möchte, ist guter Rat teuer. Wir geben Tipps, wir Ihr dem Stress beim Bürsten und Kämmen ein Ende macht - und die Fellpflege künftig zum entspannten Erlebnis wird!

Die meisten Hunde genießen ihre Fellpflege. Sie empfinden das Bürsten als angenehme Massage und freuen sich über die Zuwendung ihres Menschen. Doch es gibt auch Vertreter, denen die Fellpflege ein Graus ist. Sie halten nicht still, zappeln herum oder schnappen gar nach der Bürste. Was tun, wenn aus der Fellpflege jedes Mal ein Kampf wird?

Zunächst steht Ursachenforschung an: Wie verhält sich der Hund ganz konkret, und was ist der Grund seiner Abneigung gegenüber Bürste & Co? Hier sollte jeder Hundehalter erst einmal sein eigenes Verhalten kritisch reflektieren. Nimmt er sich genügend Zeit, um seinen Hund in aller Ruhe und mit dem angemessenen Feingefühl zu kämmen? Oder findet die Fellpflege hektisch zwischen Tür und Angel statt? Dann ist es kein Wunder, wenn sich der Stress auch auf den Hund überträgt.

Fellpflege: Falsches Pflegewerkzeug kann für den Hund unangenehm sein

Womöglich wird der Hundehalter in seiner Eile sogar unsanft oder ungeduldig? Auch das beste Hundepflege-Zubehör kann für den Hund unangenehm werden, wenn es zu grob angewendet wird. Vielleicht liegt es aber auch einfach an der Einstellung des Hundehalters: Empfindet er die Fellpflege als lästige Pflicht und reagiert schnell gereizt, geht das auch an seinem Vierbeiner nicht spurlos vorbei. Er bemerkt die Anspannung seines Menschen und hat das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

Wenn der Hund sich nicht bürsten lassen will, kann jedoch auch ungeeignetes Pflegewerkzeug die Ursache sein. Billige Hundebürsten und –kämme besitzen nicht selten scharfe Kanten oder ungerundete Spitzen, die für den Hund unangenehm sein können. Deshalb ist es empfehlenswert, in professionelles Equipment von FURminator zu in- vestieren, das den Hund optimal pflegt und ihn dabei nicht verletzt.

Wichtig ist dabei: Nicht jedes Pflegewerkzeug ist für jeden Hund geeignet. Das Equipment muss zu den spezifischen Ansprüchen des Hundes passen. Im FURminator Pflegetypen-Test könnt Ihr herausfinden, welche Produkte für Euren Hund ideal sind.

Fellpflege: Viele Hunde haben nie gelernt, still zu halten

Doch Stress bei der Fellpflege kann auch andere Ursachen haben. Manche Hunde haben schlicht und ergreifend nicht gelernt, bei der Fellpflege – oder in anderen Situationen – still zu halten. Hier muss an der Hundeerziehung gearbeitet und erst einmal das stille Sitzen, Liegen oder Stehen trainiert werden – und zwar unabhängig von der Fellpflege. Mit positiver Verstärkung oder dem Clickertraining lassen sich diese Grundkommandos relativ leicht und unkompliziert erarbeiten.

Den meisten Aufwand müssen Hunde- halter einkalkulieren, deren Vierbeiner Angst vor der Fellpflege hat – sei es, weil er schon einmal traumatische Erfahrungen gemacht hat oder aber, weil es sich einfach um einen grundsätzlich unsicheren Vertreter handelt.

Ängstliche Hunde versuchen oft zu flüchten, sobald ihr Halter sie kämmen möchte, oder schnappen womöglich nach der Bürste. Diese Tiere brauchen Zeit, um ihre Angst zu überwinden und zu lernen, dass Fellpflege etwas Angenehmes ist. Sie dürfen auf keinen Fall mit Zwang oder Druck behandelt werden – das würde das Grundproblem nur noch ver- schlimmern.

Hundepflege: Clickertraining hilft bei ängstlichen Hunden

Bei ängstlichen Hunden ist das Clickertraining eine sinnvolle Methode, um sie schonend an die Fellpflege zu gewöhnen. Hier sollten Hundehalter in kleinen, langsamen Schritten vorgehen. Je nachdem, wie ängstlich der Vierbeiner reagiert, sollte der Hund zu Beginn bereits schon durch einen Click und eine Belohnung bestätigt werden, wenn er die furchteinflößenden Pflegeutensilien nur aus der Ferne anschaut. Auf diese Weise wird eine neue Vernüpfung hergestellt: Der Anblick von Kamm und Bürste wird zu etwas Erfreulichem.

Erst wenn der Hund die Pflegeutensilien mit etwas Positivem verbindet, kann der Hundehalter damit beginnen, sie in die Nähe des Hundes zu bringen. Auch hier wird der Hund natürlich für jeden kleinen Schritt mit einem Click und einer Belohnung bestätigt. Irgendwann wird er Kämme und Bürsten in seiner Nähe nicht mehr als furchteinflößend empfinden.

Fängt der Hundehalter nun aber direkt jubilierend mit dem Bürsten an, wird er seinen Hund damit möglicherweise überfordern. Deshalb ist es besser, zunächst mit der Rückseite der Bürste langsam und sanft über den Körper des Hundes zu streichen – auf diese Weise kann garantiert nichts ziepen. Die Trainingseinheiten mit dem Clicker sollten natürlich immer nur ganz kurz sein, um den Hund nicht unter Druck zu setzen. Doch die Mühe lohnt sich – mit etwas Geduld und Durchhaltevermögen wird der Vierbeiner sich am Ende freiwillig und gerne pflegen lassen.

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