…, was ein Großer werden will.

Erwachsene Hunde sinnvoll beschäftigen

 

Bei vielen erwachsenen Hunden lässt die Begeisterung für alberne Zerrspiele häufig irgendwann deutlich nach – Beschäftigung und Erfolgserlebnisse brauchen sie trotzdem noch ab und zu. Als Auslastung kann man ihnen jetzt am besten eine Aufgabe bieten, die sie gemäß ihrer rassetypischen Veranlagung beschäftigt. Positiver Nebeneffekt: Durch die gemeinsame Arbeit und die Erfolgserlebnisse wird weiterhin für eine gute Bindung im Mensch-Hunde-Team gesorgt.

 

Ganz wichtig: „Gehen wir in einen Verein oder zu Wettbewerben, sollten wir das eigene Ego dabei nie aus dem Blick verlieren“, findet der Experte, denn: „Wenn ein Hund zum Sportgerät wird, um sich über ihn selber darzustellen, gehen meistens leider alle Kriterien des Spiels und viele andere soziale Komponenten für den Hund verloren: Er steckt in einem Mechanismus, der ihm keine Gelegenheit mehr lässt, anders zu sein.“ Gute Beschäftigung mit dem Hund zeichnet sich also dadurch aus, dass sie möglichst frei von sportlichem Ehrgeiz ist und rein aus Spaß an der Sache stattfindet – für beide Seiten.

 

Deshalb plädiert Michael Grewe abschließend nachdrücklich für die Rückbesinnung auf alte oder einfache Werte: „Was ist mit dem guten alten Spaziergang? Hier gibt es keine applaudierenden Zuschauer, es werden keine Punkte vergeben - nur die Freude am und mit dem Hund zählt.“
Aber ist es nicht das, was wir eigentlich alle suchen und wollen?

 

Also: Ab nach Draußen, toben, spielen, Hund auch mal Hund sein lassen!

 

Michael Grewe (auf den Fotos am Mikrofon) hat gemeinsam mit dem Verhaltensbiologen Erik Zimen in den neunziger Jahren das Zentrum für Kynologie (www.canis-kynos.de) gegründet. Heute zählt er zu den bekanntesten Hundetrainern Deutschlands. Seine Ansichten zu Hundeerziehung sind manchmal umstritten - vor allen Dingen, weil er eines nicht macht: Jedem Modetrend in der Hundeerziehung gutheißen. Im Gegenteil: Er kritisiert, analysiert und erklärt erfrischend leicht, wie unkompliziert alles sein könnte, wenn wir uns auf die Einfachheit im Umgang mit ihnen zurückbesinnen würden.

 

Die 3 Teile des Spiele-Vortrags:

 

1.Teil: Ballaballa? Plemplem? Gaga? Irre?

2.Teil: Früh übt sich...

3.Teil: ..., was ein Großer werden will!

 

Mehr Infos zum Thema: Hundespiel auf derwesten.de

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Mehr zum Thema Hunde-Erziehung und Alltags-Training finden Sie in den Artikeln Bus- und Bahn-TrainingStadtknigge für Straßenköter, Sozialisierungs-Phase bei Hunden

 

Hier geht es zurück zum Erziehungs-Channel