Autotraining für Ihren Hund

Vierbeiner auf Rädern

Die meisten von uns müssen täglich Auto fahren - umso wichtiger, dass wir dabei einen entspannten vierbeinigen Begleiter im Kofferraum sitzen haben. Starten Sie also früh, konsequent und geduldig in Ihr Hunde-Autotraining - es lohnt sich!

 

Autotraining für Welpen

 

1. In den ersten Tagen sollten Sie immer einen Beifahrer dabei haben, der sich um den Welpen kümmern kann.

 

2. Lassen Sie ihn im Fußraum liegen und beruhigen Sie ihn dort, falls er sich aufregt.

 

3. Verhindern Sie jedes Wegkrabbeln mit einem deutlichen "Nein": Der Hund soll lernen, dass er im Fußraum zu bleiben hat. Sobald er ruhig sitzt, loben Sie ihn ruhig mit der Stimme.

 

4. Machen Sie am Anfang immer nur kurze Touren, deren Länge Sie langsam steigern können. Beenden Sie jede Autofahrt mit einer leckeren Belohnung und/ oder einem fröhlichen Spiel!

 

5. Wählen Sie schließlich Ausflugsziele, die für den Hund attraktiv sind  - wie zum Beispiel die Fahrt zur Welpenspielgruppe. So lernt der Welpe, dass Autofahren oft bedeutet, dass gleich etwas Fröhliches, Aufregendes passiert.

 

6. Hat sich der Welpe an das Autofahren gewöhnt, kann er in den Kofferraum oder auf die Rückbank umziehen: Hier sichern ihn Gitter oder spezielle Gurte, die Sie im Fachhandel kaufen können.

 

7. Heben Sie Ihren Hund im ersten Lebensjahr in den Kofferraum! Damit schonen Sie seine empfindlichen Gelenke und sorgen für eine lange Lebensdauer seines Knochengerüstes.

 

8. Wichtig: Bringen Sie dem Welpen vom ersten Tag an bei, dass er erst auf Ihren Ruf aus dem Auto springen darf - und sorgen Sie dafür, dass sich alle Bezugspersonen des Hundes an diese Regel halten! Das "Nicht-aus-dem-Auto-springen-Gesetz" ist besonders wichtig: Es schützt sein Leben und das aller anderen Verkehrsteilnehmer. Rechnen Sie fest damit: Irgendwann wird jemand aus Ihrer Familie die Autotür offen stehen lassen. Wenn Sie dann einen Hund haben, der geduldig auf sein Zeichen wartet und nicht einfach auf die Straße springt, hat sich alles geduldige Üben ausgezahlt!

Fahrstunden für erwachsene Hunde

 

1. Testen Sie auch bei erwachsenen Hunden immer wieder, ob das Warten im Auto sicher "sitzt": Lassen Sie in ungefährlichen und verführerischen Momenten (andere Hunde laufen vorbei/ Freunde erscheinen auf der Bildfläche) die Tür oder Heckklappe provozierend lange offen stehen. Sobald der Hund unaufgefordert aus dem Auto springt, schicken Sie ihn sofort zurück! Lassen Sie erneut eine gewisse Zeit verstreichen und "erlösen" Sie ihn dann mit viel Begeisterung vom langweiligen Warten! Auf diese Weise sichern Sie das Verhalten ab, der Hund verinnerlicht die strenge Warte-Regel und wird sich auch in wirklich gefährlichen Situationen daran halten.

 

2. Viele Tierheim- oder Unfallhunde haben schlechte Erfahrungen mit Autos gemacht – und müssen an dieses Transportmittel wieder langsam und geduldig gewöhnt werden.

 

Im Auto gilt für Vierbeiner:

 

- Füttern Sie den Hund von nun an immer im Auto, anfangs am besten in der Garage.
- Erst wenn der Hund freudig ins Auto springt, schließen Sie irgendwann zum ersten Mal vorsichtig und kurz die Klappe. Sobald sich der Hund daran gewöhnt hat, verlängern Sie die "Schließzeiten".
- Sitzt dieser Trainingsschritt sicher, setzen Sie sich während der Schließzeit nach vorne - wieder ohne das Auto zu starten.
- Erst wenn sich der ängstliche Kandidat an diesen Zustand gewöhnt hat, kann der Motor angelassen werden.
- Bis zum ersten Fahren sollten Sie sich viel Zeit lassen und Schritt für Schritt mit viel Geduld vorgehen.

 

Hunde in der Transport-Box:

 

Manchen Hunden gibt die Box ein besonderes Schutzgefühl - wenn sie darin einen positiven Schutzraum sehen. Das sollte man nutzen, um den Stress für Hunde zu reduzieren, die während Autofahrten Übelkeit entwickeln oder aufgeregt alles verbellen müssen.

 

- Füttern Sie ihren Hund von nun an immer in der Hundetransportbox - bis er sie freiwillig und gerne aufsucht, auch zum Rückzug.

- Hat der Hund die Box und den Kofferraum durch das Füttern positiv verknüpft, kann das Füttern in der Box im Auto stattfinden.

 

Für Auto und Hunde-Box gilt:

 

Reduzieren Sie mit der Zeit die Futtermengen, bis Sie bei kleinen Belohnungshäppchen angelangt sind. Auch diese können Sie mit der Zeit "ausschleichen" - und schon haben Sie einen Hund, der problemlos ins Auto springt und Sie entspannt und gerne auf allen Fahrten begleitet. (kk)

 

Mehr Infos zum Thema: Autotraining auf bz-berlin.de

 

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