03. Apr 2008
Am Freitag, den 25. Januar 2008 hat Michael Grewe in Brietlingen bei Lüneburg einen Vortrag zum Thema „Spielen“ gehalten. Essenz: Wir sollten mehr, richtig, früh, vor allen Dingen körperlich mit Hunden spielen – und viele Verhaltens- und Erziehungsprobleme würden nie entstehen.
Eine Zusammenfassung von Kate Kitchenham (im Bild mit Hündin 'Erna')
Spielen - was gibt es leichteres als das? Ein Kinderspiel! Sollte man meinen. Tatsächlich gehen gerade in der Welt der Hundeexperten die Meinungen weit auseinander, wann, wer und wie am besten gespielt wird.
Grundsätzlich gilt, so Michael Grewe: „Spielen ist für Welpen und Kinder die lehrreichste Art, ihre Welt zu erfahren!“
Spielen als Basis für Bindung und erste Erziehung
Außerdem können wir das Spiel mit Welpen gezielt nutzen, um wichtige soziale Fähigkeiten zu schulen:
Richtiges Objektspiel
Allerdings muss besonders das Spielen mit Bällen mit Bedacht vorgenommen werden, so Grewe: „Nichts gegen den Ball. Aber wie er zur Zeit in vielen Welpenschulen eingesetzt wird, ist für die weitere Entwicklung von Hunden schädlich.“ Als Beispiele nennt er die Rassen Border Collie, Terrier, Malinois: Bei vielen Rassen fördert das Jagdspiel mit dem Ball viel zu früh in der Entwicklung eine einseitige Konditionierung auf ein fliehendes Objekt. Die Folge: Im Organismus des Welpen werden vermehrt Hormone ausgeschüttet, die selbstbelohnend sind. So werden Hunde schon als Welpen einseitig auf eine Beschäftigung konditioniert, sind voll mit Ball und haben viel zu wenig Blick übrig für den überaus wichtigen Rest der aufregenden Hundewelt.
Das ist gefährlich, denn diese Welpen verpassen viel: „Bei Welpen ist der Kopf voll mit Verhalten, das sortiert werden muss! Sortiert wird aber über spielen. Durfte man als Welpe viel und abwechslungsreich spielen weiß man als erwachsener Hund, was man wann wie macht.“
Hier geht es weiter: Früh übt sich...