18. Okt 2007
Wichtig ist:
1. Ein erwachsener Hund sollte zweimal am Tag gefüttert werden:
- auf diese Weise verhindern Sie ein Überfressen; und
- der Zeitraum bis zur nächsten Mahlzeit ist nicht so lang.
2. Nach dem Fressen soll man ruhn - Das gilt für alle Hunde! Toberei, Rennen, Fahrradtour sind tabu - besonders große Hunde brauchen mindestens eine Stunde Pause, bevor es nach draußen geht. Der Grund: Der Magen des Hundes ist an zwei Bändern aufgehängt, in gefülltem Zustand kann er sich beim Spiel drehen (Magendrehung), es kommt zur Abschnürung wichtiger Blutgefäße. Magendrehung verläuft tödlich, wenn sie nicht sofort vom Tierarzt behandelt wird.
1. Bevor der Hund zum Futter darf, muss er sich setzen und auf Ihr Zeichen warten.
2. Lassen Sie sich nicht zum Füttern "überreden"; Sie bestimmen, wann es etwas gibt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, nicht immer zur exakt gleichen Stunde zu füttern, sondern die Futterzeiten zu variieren.
3. An der Futterstelle wird der Hund von Kindern in Ruhe gelassen!
4. Wählen Sie von Anfang an eine Futterstelle, die ein wenig abseits, aber nicht fernab von jeglichem Trubel liegt. Der Grund: Wildlebende Wölfe und Hunde fressen in Gemeinschaft; aber oft in Sichtweite voneinander. Gewöhnt man Hunde an ein Fressen in absoluter Abgeschiedenheit, können sie mit Aggression reagieren, falls plötzlich ein Dritter im Fütterungsbereich auftaucht. Belässt man sie dagegen immer in der sozialen Situation (z.B. Küche), sind sie es gewöhnt, dass Menschen in der Nähe sind, die sie aber beim Fressen in Ruhe lassen. So können sie entspannter mit der Fress-Situation umgehen.
Hunde verwerten ihr Futter nicht nur unterschiedlich, sie zeigen auch ein unterschiedliches Fressverhalten: Manche Hunde schlingen ihr Futter innerhalb von Sekunden hinunter, andere zeigen sich extrem wählerisch und zurückhaltend am Fressnapf.
Wie jedes andere Verhalten wird auch das Fressverhalten durch Faktoren wie Persönlichkeit, Erfahrungswerte oder Krankheit bestimmt.
Die meisten Hunde lassen sich einer dieser zwei Fresstypen zuordnen:
1. Der "Hungerhaken"
Wenn Sie einen Mäkler am Futternapf Ihr eigen nennen, können Sie folgendes versuchen:
- Futter sorgfältig aufbewahren! Verschließen Sie offene Dosen und Beutel, damit Frische und Aroma erhalten bleiben
- Offene Dosen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen aufbrauchen
- Nach dem Reinigen der Futternäpfe darauf achten, dass die Schüssel frei von Spülmittelresten ist
- Eine ruhige und angenehme Atmosphäre herstellen
- Trockenfutter mit körperwarmem Wasser anfeuchten und vor dem Füttern ca. 10 Minuten stehen lassen; so werden zusätzliche Aromen freigesetzt
2. Die "Fressmaschine"
Wird Ihr Hund von Dauerhunger geplagt, sollten Sie eventuell die Art der Fütterung verändern und nach Ursachen forschen:
- Langweilt sich Ihr Hund vielleicht? Übermäßiger Hunger ist in manchen Fällen eine "Ersatzbefriedigung" ähnlich dem "Frustessen" bei Menschen.
- Ist der hungrige Kerl trotz ausreichend Fressen zu dünn: Lassen Sie eine Kotuntersuchung machen! Vielleicht hat der Hund Wurmbefall?
- Füttern Sie mehrmals kleine Mengen am Tag; so sind die "Durststrecken" nicht zu lang und der Hund kann das Futter besser verwerten.
- Vielleicht sollten Sie die Futtersorte wechseln? Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über eine sättigendere Alternative, die trotzdem nicht zu Übergewicht führt.