Mineralstoffe

Mineralstoffe und Vitamine sind Nährstoffe, die keine Energie liefern, aber für die Gesundheit und Funktionsfähigkeit des Organismus außerordentlich wichtig sind.

Funktionsübersicht der Mineralstoffe:

Skelettstruktur

Calcium, Phospho, Magnesium

Flüssigkeits- /

Säure-Basen-Gleichgewicht

Kalium, Natrium, Chlorid

Zellfunktionen

Alle

Nervensystem

Magnesium, Kalium

Muskelkontraktion

Magnesium, Kalium, Calcium

Calcium

Calcium ist der häufigste Mineralstoff im Körper und wichtiger Bestandteil der Knochen und Zähne.
Bedeutung im Futter:  Der Calciumbedarf schwankt im Verlauf der unterschiedlichen Lebensphasen stark und sollte genau auf die jeweiligen Bedürfnisse des Hundes abgestimmt sein! Darauf sollten Sie achten:
- Calciumüberschuss kann zu Entwicklungsstörungen der Gelenke führen
o in den Wachstumsphasen der großen und Riesenrassen
o bei unkontrollierter Fütterung (in Snacks, Nahrungszusätzen, Basisfutter)
- Calciummangel tritt häufig bei Futter mit einem hohen Phosphorgehalt auf (z. B. Fleisch, Innereien)
Damit Ihr Hund die richtige Menge erhält: Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt!

Phosphor

Phosphor ist nach Calcium der zweithäufigste Mineralstoff im Körper und wichtiger Bestandteil der Knochen und Zähne.
Fleisch, Eier- und Milchprodukte enthalten viel Phosphor.
Bedeutung im Futter:  Ein „zu viel“ an Phosphor kann Nierenerkrankungen fördern. Studien an Hunden und Katzen mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz haben gezeigt, dass eine Verminderung des Phosphorgehalts in der Nahrung die Weiterentwicklung der Nierenerkrankung verlangsamt und deren Schwere reduziert. Dies hat den Vorteil, dass die Lebensdauer des Tieres verlängert wird.

Natrium, Kalium, Chlorid


Natrium, Kalium und Chlorid sind die wichtigsten Elektrolyte im Körperwasser und tragen dazu bei, dass
- das Säure-Basen- und osmotisches Gleichgewicht stimmen,
- die Übertragung der Nervenimpulse innerhalb der Zellen funktioniert
- und die Übertragung von Muskelkontraktionen im Körper stattfinden kann.
Bedeutung im Futter: Ein Mangel an Elektrolyten droht durch übermäßigen Flüssigkeitsverlust (z.B. Erbrechen) und kann durch Zusatz von Natriumchlorid im Futter ausgeglichen werden. Doch Vorsicht: Übermäßige Aufnahme kann zur Verschlimmerung von Nierenerkrankung und zu Hypertonie (Bluthochdruck) führen!

Magnesium

Magnesium ist ein Mineralstoff, der ein Bestandteil von Knochen, Enzymen und intrazellulären Flüssigkeiten ist.
Bedeutung im Futter: Zu viel Magnesium kann die Bildung von Struvitkristallen im Urin bei Katzen und Hunden auslösen– Folge: Die Blasenwand wird gereizt, der Urin wird blutig.

Eisen

Eisen ist wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen und für den Sauerstofftransport im Blut (als Hämoglobin) und in den Muskeln (als Myoglobin) zuständig.
Bedeutung im Futter: Eisenmangel kann Müdigkeit und Anämie zur Folge haben.

Zink

Zink ist der Motor des Stoffwechsels: Als Aktivator und Bestandteil von mehr als 200 Enzymen ist es an vielen Stoffwechsel-Funktionen beteiligt.
Bedeutung im Futter:
Zu den wichtigsten Funktionen von Zink zählen:
- stabiles Immunsystem
- Haut- und Wundheilung
- Wachstum
- Fortpflanzung
Ältere Hunde absorbieren Zink nicht mehr so gut wie ihre jüngeren Artgenossen – sie brauchen Futter mit einem höheren Zinkgehalt.

Kupfer

Kupfer braucht der Körper unter anderem für die Bildung der roten Blutkörperchen.
Manche Rassen (Bedlington Terrier, West Highland White Terrier) neigen zu Kupferspeicherstörungen: Bei ihnen sammelt sich Kupfer in der Leber an, Folge ist eine schwere Leberentzündung. Für alle anderen Rassen gilt: In Maßen ist Kupfer zuständig für die Bildung roter Blutkörperchen und die normale Pigmentierung von Haut und Haar.