Hunde-Ernährung: Verdauungsstörungen Teil 2

Hunde-Verdauungsprobleme – organische Ursachen

Hunde-Verdauungsstörungen können lediglich durch falsche Ernährung verursacht werden, jedoch auch Ausdruck einer ernsthaften organischen Erkrankung sein. Hier kann nur der Tierarzt Klarheit schaffen.



In akuten Fällen von Verdauungsstörungen sind oft bakterielle Infektionen von Magen oder Darm die Ursache - eine Untersuchung beim Tierarzt zeigt, ob tatsächlich ein bakterieller Magen-Darm-Infekt vorliegt. Ist dies der Fall, wird meist ein Antibiotikum verabreicht. Damit es nach der Therapie nicht zu einem Jojo-Effekt  kommt, ist eine fachgerechte Darmsanierung besonders wichtig.

Denn ein Antibiotikum bekämpft nicht nur die bakteriellen Krankheitserreger, sondern tötet auch die nützlichen Mikroorganismen im Darm ab und schadet damit der Darmflora. Dies kann wiederum Verdauungsbeschwerden zur Folge haben, die nicht selten abermals mit Antibiotika behandelt werden, was den Darm weiter schwächt. Bei einer Darmsanierung wird die Darmflora durch die gezielte Gabe der entsprechenden Mikroorganismen stabilisiert – so kann der Teufelskreis durchbrochen werden.

Hunde-Verdauungsprobleme: Blutuntersuchung ist sinnvoll

Natürlich können nicht nur Bakterien, sondern auch Viren Verdauungsbeschwerden auslösen. Eine weitere häufige Ursache ist der Befall mit Hunde-Parasiten wie Spulwürmer oder Bandwürmer. Ob der Hund tatsächlich befallen ist, klärt eine Stuhlanalyse beim Tierarzt. Doch Störungen der Hunde-Verdauung können auch ernsthafte organische Hintergründe haben.

Der Verdauungsprozess des Hundes ist ein hochkomplexer Vorgang, an dem mehrere Organe entscheidend beteiligt sind. Erkrankungen an Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse oder Schilddrüse äußern sich unter anderem in Verdauungsbeschwerden. Besteht der Verdacht auf eine organische Ursache, bringt eine Blutuntersuchung Klarheit. Glücklicherweise gibt es für praktisch jede organische Erkrankung, die für Verdauungsbeschwerden verantwortlich ist, eine entsprechende Diät – sowohl hochwertiges Hundefutter aus der Tierarztpraxis als auch speziell zusammengestellte Barf-Diätpläne.

 

 

Hunde-Verdauungsprobleme können durch Allergien ausgelöst werden

Auch Hunde-Allergien können Ursache für vermehrt auftretende Verdauungsprobleme sein. Insbesondere Getreide und Füllstoffe, aber auch künstliche Hundefutter-Zusatzstoffe in minderwertigem Hundefutter können Allergien verursachen, grundsätzlich kann aber jeder Hundefutter-Inhaltsstoff allergische Reaktionen auslösen.

Allergien werden, wie auch Unverträglichkeiten, am besten ausgetestet, indem konsequent zunächst nur ein – verträgliches - Futterelement gegeben und danach stets nur ein weiteres Futterelement hinzugefügt wird. So lässt sich beobachten, bei welchem Futterelement die Unverträglichkeit oder allergische Reaktion auftritt. (je)

Weitere Artikel zum Thema: