Hunde-Ernährung: Allergische Reaktionen

Hunde-Futterallergien

Hunde-Futterallergien sind in den letzten Jahren immer mehr zum Thema geworden. Prinzipiell kann ein Hund gegen jede Futterkomponente eine Allergie entwickeln, häufig sind jedoch Füllstoffe und künstliche Zusatzstoffe in minderwertigem Hundefutter die Ursache.

Allergische Reaktionen auf Futtermittel sind weitaus seltener als normale Unverträglichkeiten. Futterunverträglichkeiten äußern sich meist in Hunde-Verdauungsproblemen, während allergische Reaktionen, die ja vom Immunsystem ausgehen, in erster Linie Hautreaktionen hervorrufen.

Hautentzündungen mit Juckreiz beim Hund, Haarausfall und Rötungen sind meist Anzeichen einer Futterallergie. Besonders häufig treten die Symptome an Pfoten, Achseln, Bauch, Leistengegend und  Ohren auf. Tiermediziner schätzen, dass rund fünf Prozent aller Hauterkrankungen beim Hund eine Futterallergie zur Ursache haben. Oft gesellt sich zur ursprünglichen Symptomatik eine Sekundärinfektion, beispielsweise durch Bakterien oder Pilze, hinzu.

Hunde-Futterallergie kann durch jedes Futtermittel ausgelöst werden

Weshalb Hunde Futterallergien entwickeln, ist nicht genau erforscht. Allergene können die Darmwand eines gesunden Darms normalerweise nicht durchdringen und werden durch die Enzyme im Darm eliminiert. Bestimmte Vorerkrankungen können die Entstehung von Futterallergien  begünstigen. Entzündungen der Darmschleimhaut oder der Befall mit Hunde-Parasiten, doch auch zu frühes Absetzen des Welpen von der Mutter kann die Entstehung einer Futterallergie erleichtern.

Grundsätzlich können Hunde auf jedes Futtermittel allergisch reagieren, sogar auf Fleisch. Häufige Allergieauslöser sind jedoch Getreide, die als billiger Füllstoff in minderwertigem Hundefutter verwendet werden. Auch künstliche Hundefutter-Zusatzstoffe führen häufig zu allergischen Reaktionen. Hochwertiges Hundefutter hat seltener Allergien zur Folge, daher ist die sorgsame Futter-Auswahl auch aus diesem Grund besonders wichtig.

Ausschluss-Diät bei Futterallergie

Die Diagnose einer Futterallergie ist relativ schwierig und sehr zeitaufwändig. Da keine sicheren Allergietests existieren, kann die Diagnose nur mit Hilfe einer Ausschlussdiät erfolgen. Bei der Ausschlussdiät wird der Hund zunächst mit nur einer Protein- bzw. Kohlenhydratquelle ernährt, die ihm bis dahin noch nicht bekannt waren und gegen die er nicht allergisch reagiert.

Bei einer Ernährung mit fertigem Hundenass-oder -trockenfutter wird er also zunächst ein spezielles Diätfutter erhalten, das aus nur einer Fleisch- und Getreidesorte besteht. Wird der Hund gebarft, erhält er lediglich eine bestimmte Frischfleischsorte in Kombination mit einer Gemüsesorte. Danach wird die Fütterung im Wochenrhythmus um je eine Komponente erweitert.

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Futter-Allergie: Diätfutter oder Barf

Wichtig ist, dass während der Ausschlussdiät keine Hunde-Leckerchen gegeben werden, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Kehren die Symptome zurück, muss die Futterkomponente, die zuletzt hinzugefügt wurde, dafür verantwortlich sein. Vorsicht: Hunde können auch gegen mehrere Futtermittel allergisch sein. Anti-allergische Medikamente wie beispielsweise Cortison wirken in der Regel bei Futterallergien nicht, daher muss der Hund nach der Diagnose unter Ausschluss der allergieauslösenden Futtermittel ernährt werden. Dies kann durch ein spezielles Diätfutter oder durch eine entsprechend angepasste Barf-Ernährung geschehen. (je)

 

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