Hundefutter-Geschichte

Hunde-Ernährung in der Antike

 

Hunde gibt es seit etwa 15.000 Jahren; das älteste derzeit bekannte Skelett eines Haushundes ist 14.000 Jahre alt. Was haben unsere Hunde in all diesen Jahrtausenden eigentlich gefressen?

 

Am Anfang der Geschichte des Hundefutters steht, natürlich, Urgroßvater Wolf. Er streifte durch die Wälder und fraß, was Mutter Natur ihm servierte: erlegte Beutetiere, aber auch Aas, Beeren, Wurzeln, Gräser und den Kot anderer Tiere - eine Nahrung, die man heute mit der Fütterungsmethode B.a.r.f. zu imitieren versucht. Der Wolf ist ein Carnivor, ein Fleischfresser, aber er nimmt durchaus auch andere Nahrung zu sich und passt sich damit optimal den Gegebenheiten seiner Umwelt an.


Dieses Anpassungsvermögen haben unsere Hunde geerbt, und es hat ihnen das Überleben über Jahrtausende gesichert. Denn bevor es Hundenass- oder -trockenfutter  zu kaufen gab, war der Speiseplan der Vierbeiner durchaus recht abenteuerlich. Dabei wurde die Frage, was der Hund denn zu sich nehmen soll, in den meisten Zeiten durchaus sehr ernst genommen - lediglich die Beantwortung erscheint uns aus heutiger Sicht oft etwas verwunderlich. Dennoch wurden auch zu früheren Zeiten Hunde im Schnitt zwischen 11 und 14 Jahre alt.

Hundefutter-Geschichte: „Hundebrot“ in der Antike

In der Antike beschäftigten sich hochrangige Denker mit der Hunde-Ernährung und gaben diverse Ratschläge und Denkanstöße. Die Hunde der Wohlhabenden mussten auf Luxus nicht verzichten und durften sich durchaus an rohen Austern und Eiern laben. Arbeitshunde wurden mit einer Kost ernährt, die damals als zweckdienlich galt: Weizen-, Dinkel- oder Gerstenbrot, in Stücke zerlegt oder abgekocht mit Molke. Ein spezielles „Hundebrot“ wurde aus Abfällen der Mühlen hergestellt.

Bei geringer Belastung wurde das Brot mit Bohnenbrühe angemacht, bei stärkerer Belastung gab es Knochensuppe. Auch Abfälle von der menschlichen Tafel fütterte man reichlich, insbesondere  Knochenreste. Insgesamt sah der Speiseplan von Hunden Fleisch aber nur in Ausnahmefällen vor. Vor allem viele Gebrauchshunde mussten völlig darauf verzichten, da Fleisch in dem Ruf stand, den Geruchssinn der Jagdhunde zu verderben und Hirtenhunde aggressiv zu machen.

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Hundefutter-Geschichte: Fütterungsregeln in der Antike

Konkrete Empfehlungen gab zum Thema Welpenfutter: Es sollte sehr leicht sein, da eine schwere Kost Hunde-Krankheiten hervorrufen und krumme Beine verursachen könne. Einen Mangel an Futter mussten die wenigsten Hunde leiden, denn man wollte sie mit der Fütterung an den Menschen binden. Auch Hundefütterungs-Regeln kannte man bereits: Vor dem Zuwerfen von Brocken bei Tisch wurde ausdrücklich gewarnt, da dies den Charakter des Hundes verderbe.

 

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