Hunde-Ernährung: Tipps für Futtermäkler Teil 2

Hundefutter schmackhaft machen

Hundefutter, das nicht angerührt wird, kommt weg – und zwar nach zehn Minuten! Beim nächsten Versuch – und zwar erst zur nächsten Fütterungszeit – gibt es exakt dasselbe Futter und nicht etwa wieder eine neue Sorte.

Die meisten mäkeligen Hunde werden sich spätestens nach der zweiten Wiederholung beeilen, ihre Ration aufzufressen. Setzt der Hund eine oder auch zwei Mahlzeiten aus, wird ihm dadurch kein gesundheitlicher Schaden entstehen – aber er merkt vielleicht, dass die Hunde-Fütterung keine Oper in drei Akten ist.

Auch die eigene Sorge sollte man versuchen, zu zügeln: unter ständiger, nervöser Beobachtung nimmt wohl niemand gerne Nahrung zu sich. Die Gabe von Leckerli zwischendurch wird vorläufig gestrichen – wer kugelrund von seinen Leckerli an den Napf tritt, hat leicht Nörgeln.

Hundefutter mit Einfallsreichtum servieren

Erfindungsreichtum sollte der Zweibeiner an den Tag legen, wenn es darum geht, weitere Ursachenforschung zu betreiben: Womöglich mag der Hund seinen Napf einfach nicht, weil er ihm zu tief ist, zu eng oder aus dem falschen Material? Vielleicht kann er sich an seinem Fütterungsort einfach nicht richtig entspannen, weil der Fernseher läuft oder die Katze zuschaut?

Mit Einfallsreichtum kann auch der Appetit geweckt werden: Bewegung, Hunde-Sport und sinnvolle Hunde-Beschäftigung sind probate Mittel, einen Hund hungrig zu machen. Viele Hunde fressen einfach schlecht, weil sie unterfordert sind und zu wenig geistige und körperliche Auslastung haben. Einen langen, ausgiebigen Spaziergang direkt vor der Fütterung zu machen, ist einen Versuch allemal wert.

 

Eine weitere Möglichkeit, das Hundefutter schmackhafter zu machen: man macht es einfach unglaublich spannend! Futter, das erarbeitet wird – beispielsweise mit dem Futterbeutel oder mit Nasenarbeit – ist den meisten Hunden viel mehr Wert als ein einfach dahingestellter Napf.

Futtermäkler mit Futterneid austricksen

Spannend wird Futter für den Hund auch dann, wenn ein anderer es fressen will. Futtermäkler können oft mit Futterneid ausgetrickst werden: In Anwesenheit eines Zweithundes wird so mancher Kostverächter zum gierigen Schlinger.

Die Alternative: Der Mensch stürzt sich mit vermeintlicher Begeisterung und laut schmatzend auf den Futternapf, lobt die Hundefutter-Qualität mit heller Stimme, vergewissert sich zwischendurch der neidvollen Aufmerksamkeit seines Hundes und stellt ihm dann erst gnädigerweise seinen Futternapf hin. (je) 

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