Hundefutter im Test

Wie aussagekräftigt sind Futtertests von Stiftung Warentest & Co. wirklich?

Jeder  verantwortungsbewusste Hundehalter möchte seinen Schützling möglichst gesund ernähren. Angesichts eines undurchsichtigen Dschungels an Futtermarken und vollmundigen Werbeversprechen stellt sich die Frage: Welches Hundefutter tut meinem Hund wirklich gut? Unabhängige Futtertests von Stiftung Warentest & Co. wollen auf diese Frage eine Antwort geben – doch die Testkriterien und -ergebnisse sind teilweise umstritten.

Am guten Willen scheitert es selten: Die meisten Hundehalter möchten für ihren Vierbeiner nur das Beste. Aber wie erkennt man hochwertiges Hundefutter, das alle Ernährungsbedürfnisse des Schützlings erfüllt? Euphorische Werbeversprechen sollte man grundsätzlich hinterfragen – schließlich möchte jeder Futterhersteller sein Produkt möglichst oft verkaufen.

Grundsätzlich ist festzuhalten: Jeder Hund hat individuelle Ernährungsbedürfnisse, die unter anderem durch seinen Typ, sein Temperament, seine Aktivität, sein Alter, seine Hunderasse und seine Lebensumstände bestimmt werden. Hunde müssen deshalb bedarfsgerecht gefüttert werden, und was dem einen gut tut, muss für den anderen noch lange nicht optimal sein. 

Hundefutter-Tests: Pauschale Urteile sind schwierig

Die Ernährungsbedürfnisse von Hunden gelten als gut erforscht. Allerdings sind wissenschaftliche Erkenntnisse nicht statisch, sondern im Gegenteil dynamische Prozesse, die nicht selten einander widersprechende Forschungsergebnisse zutage bringen. Was heute aktueller Stand der Wissenschaft ist, kann morgen schon wieder angezweifelt werden.

Pauschale Urteile über Hundefutterprodukte sind also gar nicht so einfach. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich Nass- und Trockenfuttersorten, die grundsätzlich empfehlenswerter sind als andere. Von minderwertigem Hundefutter mit billigen Füllstoffen, allergieverdächtigen, künstlichen Aroma-, Farb- oder Lockstoffen oder Zuckerzusatz sollten Hundehalter grundsätzlich die Finger lassen.

Viele Hundehalter verlassen sich bei der Bewertung von Hundefuttersorten auf Testergebnisse und Erfahrungsberichte. In Deutschland gibt es diverse unabhängige Stiftungen und Internet-Plattformen, die Hundefutter nach verschiedenen Kriterien unter die Lupe nehmen. Aber wie aussagekräftig ist so ein Futtertest eigentlich?

Testberichte von Futtertests: auf die Testkriterien kommt es an

Auch Testergebnisse von unabhängigen Futtertests sollten immer hinterfragt und differenziert betrachtet werden. Je nach Kriterien und Testverfahren können die Ergebnisse mehr oder weniger zuverlässig oder aussagekräftig sein. In Deutschland gibt es mehrere Organisationen, die Futtertests durchführen. Die bekannteste ist sicherlich Stiftung Warentest, deren großangelegte Tests stets eine breite Öffentlichkeit erreichen - und oft für Aufsehen sorgen, wie beim jüngsten Futtertest.

Daneben gibt es auch immer wieder TV-Formate zum Thema Verbraucherschutz, die Hundefutter in unabhängigen Labors testen lassen. Zu guter Letzt gehen auch Internet-Plattformen Hundefuttersorten auf den Grund, wie beispielsweise Futtertester.de oder Stadthunde.com. Hier werden die Futtermittel nicht im Labor untersucht, sondern von ganz normalen Hundehaltern und ihren Tieren getestet.

Hier geht es weiter:

Teil 2: Der umstrittene Futtertest der Stiftung Warentest

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