Hunde-Ernährung: Die richtige Futterwahl Teil 3

Hundefutter-Auswahl: Was gehört ins Hundefutter – was nicht?

Hundefutter enthält manchmal große Mengen an billigem Füllstoff. Hunde brauchen Ballaststoffe in geringen Mengen, jedoch strapazieren minderwertige Füllstoffe  den Verdauungstrakt nur unnötig und können darüber hinaus zu Allergien führen.

Minderwertige Füllstoffe werden meist als „Tierkörpermehl“ oder „pflanzliche Abfallprodukte“ deklariert, doch auch „Mais“, „Braugerste“, „Bäckerei- erzeugnisse“ oder „Molkereierzeugnisse“ gehören dazu.

Dem Hund zuliebe sollte man auf eine Hunde-Ernährung mit einem großen Anteil solcher Füllstoffe lieber verzichten.

Getreide ist sehr proteinreich, kann jedoch nur bedingt von Hunden verwertet werden und wird meist eher wegen seiner Wirtschaftlichkeit verwendet. Bei der Auswahl des Hundefutters sollte deshalb darauf geachtet werden, dass der Hauptbestandteil tatsächlich „Fleisch“ oder „Fleischmehl“ ist.

Hundefutter mit „tierischen Nebenerzeugnissen“ sollten differenzieren

Steht auf dem Etikett „tierische Nebenerzeugnisse“, sollte vom Hersteller differenziert werden. Denn darunter kann man ebenso Blut oder Knochen verstehen – für den Hund hochwertige Lieferanten von Kalzium und Mineralien – wie auch minderwertige Abfallprodukte (u.a. auch Urin). Auch hier gilt: Hersteller von gutem Hundefutter schlüsseln die einzelnen Bestandteile auf!

Auch eine vielfältige Zusammensetzung aus abwechslungsreichen Bestandteilen spricht für die Hundefutter-Qualität: so zum Beispiel die Verwendung von frischem Obst und Gemüse, von klar benannten Ölen und Kräutern. Bei Hundefutter, das lediglich pauschal „Öle und Fette“ deklariert, ist Vorsicht angebracht– hier kann durchaus auch altes Fritieröl verwendet worden sein.

Hundefutter mit künstlichen Konservierungsstoffen kann Allergien auslösen

Es sollten nach Möglichkeit keine künstlichen Geschmacksverstärker, künstlichen Farbstoffe und künstlichen Konservierungsstoffe im Hundefutter enthalten sein. Insbesondere die Konservierungsstoffe BHT, BTA oder Etoxiquin gelten als gesundheitsgefährdend, doch auch viele andere künstliche Zusatzstoffe stehen im Verdacht, Allergien auslösen zu können.

 

 

Leider ist die Deklaration Hundefutter-Zusatzstoffe für uns Laien oft schwer verständlich. Deshalb sollte das Hundefutter-Etikett immer gelesen und hinterfragt werden. So werden Konservierungsstoffe oft mit dem Begriff „Antioxidantien“ bezeichnet, während Hundefutter-Geschmacksverstärker gar nicht deklariert werden müssen. Vorsicht: Viele Vitamine werden auch zur Konservierung eingesetzt, so dass gesundheitsschädliche Überversorgungen entstehen können. Hinter Begriffen wie „Bäckereierzeugnis“ oder „Melasse“ verbirgt sich oft Zucker.

Hundefutter-Hersteller im Zweifelsfall kontaktieren

Laut Futtermittelverordnung muss der Hersteller eines Futterprodukts seine Kontaktdaten auf dem Etikett veröffentlichen – niemand sollte sich scheuen, hier im Zweifelsfall anzufragen. Ein Hersteller, der von seinem Produkt überzeugt ist, wird gerne weitere Auskünfte erteilen. (je) 

Hier geht es zurück: Hunde-Ernährung - Hundefutter - Futterwahl

 

Hunde-Ernährung in allen Lebensphasen:

Teil 1: Welpenfutter - Welpen und Junghunde richtig füttern

Teil 2: Hundefutter für Erwachsene Hunde

Teil 3: Hundefutter für Hundesenioren

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren: