Hunde-Ernährung: Alles zu den Futtersorten Teil 2

Hundefutter: Nassfutter ist bei Hunden beliebt

Hunde-Nassfutter wird von den meisten Hunden gegenüber Trockenfutter bevorzugt, hat jedoch auch einige Nachteile.

Für Nassfutter werden die Hundefutter-Zutaten homogenisiert oder aber vorgebacken und zu Stücken verarbeitet, die mit einer Soße ergänzt werden. Der äußere Eindruck sagt nichts über die Hundefutter-Qualität aus: appetitlich aussehende Stücke können auch aus minderwertigem Ausgangsmaterial entstehen, und eine schmackhaft riechende Soße steckt oft voller künstlicher Hundefutter-Zusatzstoffe.

Deshalb ist das Hinterfragen des Hundefutter-Etiketts auch hier wichtig, denn natürlich sollte auch Nassfutter von hoher Qualität sein. Auch Nassfutter wird bei hohen Temperaturen zubereitet, so dass die natürlichen Hunde-Nährstoffe zu großen Teilen verloren gehen und nachträglich synthetisch hergestellte Nährstoffe hinzugefügt werden müssen.

Nassfutter ist in der Anwendung und Lagerung etwas unpraktischer als Hunde-Trockenfutter, zudem verursacht es durch die portionsweise Verpackung in Dosen und Aufreiss-Schälchen deutlich mehr Müll. Der Wassergehalt von Nassfutter liegt bei 78-81%. Für Hunde, die von sich aus zu wenig trinken, ist Nassfutter deshalb die bessere Wahl.

Hunde-Nassfutter ist meist etwas teurer

Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsanteils weist Nassfutter nur etwa ein Drittel des Energiegehalts von Trockenfutter auf und der Hund benötigt mehr Futtervolumen, um seinen Energiebedarf zu decken. Das heißt natürlich auch, dass hochwertiges Nassfutter etwas kostspieliger ist als hochwertiges Trockenfutter.

Da Nassfutter meist intensiver schmeckt, wird es von Hunden in der Regel mit mehr Begeisterung gefressen als Trockenfutter. Für wählerische und futtermäkelige Hunde ist es deshalb eine gute Wahl.

Vor allem Vertreter kleiner Hunde-Rassen wie Chihuahuas oder Dackel lehnen die harten, schwer zu knackenden Bissen des Trockenfutters oft ab und ziehen die Konsistenz von Nassfutter vor – allerdings gibt es mittlerweile auch spezielle Tockenfutterprodukte mit sehr kleinen Bröckchen für Kleinsthunde.

 

Auch Hunde, die Probleme mit den Zähnen oder ein schmerzempfindliches Zahnfleisch haben, können Nassfutter leichter fressen. Als Hundefutter für Senioren, die oft altersbedingt Zahnprobleme haben, ist Nassfutter besonders geeignet.

Hunde-Nassfutter kann zu weicherem Kot führen

Die Ernährung mit Nassfutter kann dazu führen, dass die Hunde-Verdauung sich leicht abändert – der Hund setzt möglicherweise Hund häufiger und in größeren Mengen Kot ab, der Kot kann etwas weicher werden – das ist soweit normal.

Setzt der Hund weitaus größere Mengen an Kot ab oder ist dieser sehr breiig, spricht das allerdings dafür, dass dass gereichte Hundefutter schlecht verwertet wird. Entweder handelt es sich um ein  Hundefutter von geringer Qualität oder der Hund zeigt einfach eine individuelle Unverträglichkeit diesem Futter gegenüber. Nach einer Futterumstellung sollte deshalb die Verdauung des Hundes genau im Auge behalten werden. Im Zweifelsfall hilft die Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt. (je)

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