Hunde-Ernährung mit Frischkost - Barfen Teil 2

Barfen - Vor- und Nachteile beim B.a.r.f. - Konzept

Barfen ist in den letzten Jahren ein echter Trend geworden und hat enorm an Beliebtheit gewonnen. Tatsächlich bietet dieses Ernährungskonzept einige Vorteile. Doch es birgt auch Nachteile und Risiken.

Auf dem Markt gibt es fertige Nahrungs-Produkte von guter und schlechter Hundefutter-Qualität, aus denen Hundehalter ein geeignetes Hundefutter auswählen müssen. Diese oft schwierige Hunde-Futter-Auswahl und den die Problematik der oft undurchschaubaren Hundefutter-Etiketten stellt sich beim Barfen natürlich nicht:

Der Hundehalter hat jederzeit Gewissheit über die Hundefutter-Inhaltsstoffe, da er sie ja selbst zusammen stellt. Mehr noch, er hat darüber die Kontrolle und ist selbst dafür verantwortlich – und das birgt natürlich auch wiederum Risiken. Denn B.a.r.f.-Rationen müssen sinnvoll und überlegt zusammengestellt werden, um den Hund optimal mit allen Hunde-Nährstoffen versorgen zu können. Dem Hund täglich einfach nur ein Stück Rindfleisch zu geben, reicht also nicht.

Futter-Rationen beim Barfen wohl überlegt zusammenstellen!

Die wohl überlegte Zusammenstellung der Rationen erfordert eine gewissenhafte Auseinandersetzung mit der Thematik. Barfen ist keine Wissenschaft, doch gerade zu Beginn erfordert es etwas Geduld und Lernbereitschaft. Berücksichtigt man dabei, dass auch die Beschaffung der Zutaten, das Verpacken, Lagern und Einfrieren, das Auftauen, Pürieren und Zubereiten einige Zeit in Anspruch nimmt, bekommt man ein Bild davon, dass Barfen für den Hundehalter deutlich umständlicher und zeitintensiver ist als die Ernährung mit einem hochwertigen Fertigfutter.

 

Die Beschaffung der Zutaten gestaltet sich oft gar nicht so einfach. Es gibt zwar diverse Fachgeschäfte für B.a.r.f-Komponenten, doch insbesondere an bezahlbares, hochwertiges Frischfleisch zu kommen ist oft schwierig. Glücklicherweise gibt es im Internet mittlerweile auch Versand-Handel, die tiefgekühlte Ware verschicken. Der finanzielle Aufwand für die Ernährung mit frischem Fleisch ist nicht besonders hoch und ungefähr vergleichbar mit den Kosten bei der Fütterung von Premium-Hundefutter.

Barfen wird von Hunden meist sehr gut akzeptiert

Die Lagerung der Zutaten macht das Barfen oft etwas unpraktikabel. Es ist sinnvoll, sich größere Vorräte an Frischfleisch anzulegen, und dafür ist eine große Tiefkühltruhe notwendig. Insbesondere im Hunde-Urlaub wird die Lagerung und der Transport oft schwierig. Doch die Ergänzung der Frischfleisch-Kost mit einem hochwertigen Hunde-Nassfutter oder Hunde-Trockenfutter ist meist kein Problem und gerade unterwegs ist das oft die praktischere Lösung.

Hunde nehmen die Frischkost meist sehr gut an. Oft dauert es eine gewisse Zeit, bis sich der Hund an diese Form der Ernährung gewöhnt hat. Doch die Frische der Zutaten und der Abwechslungsreichtum machen das Barfen meist auch für Hundefutter-Mäkler attraktiv.

Auf die Hunde-Verdauung hat die Ernährung mit Frischkost oft einen positiven Effekt: Der abgesetzte Kot ist von geringer Menge, fest und riecht oft deutlich weniger. Da die meisten Hunde-Allergien durch Getreide oder künstliche Hundefutter-Zusatzstoffe ausgelöst werden, ist Barfen eine gute Alternative für empfindliche oder allergische Hunde. Auch als Welpenfutter oder Hundefutter für Senioren ist B.a.r.f., nach einer entsprechenden Anpassung, gut geeignet.

Barfen spaltet Hundehalter und Ernährungs-Experten

Das Verhältnis zwischen Barfern und Hundehaltern, die fertiges Hundefutter bevorzugen, ist oft gespalten. Auch unter Tierärzten und Hunde-Ernährungsexperten sind die Meinungen geteilt: während einige die Frischfleischfütterung für das einzig legitime Futterkonzept halten, lehnen  andere sie wiederum als unhygienisch und riskant ab.

Wir möchten beide Ernährungsformen – Frischfleischfütterung und die Ernährung mit hochwertigem Fertigfutter – gleichberechtigt nebeneinander stehen lassen, damit sich jeder Hundehalter sein eigenes Urteil über die für ihn und seinen Hund passende Fütterungsmethode bilden kann. (je)

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