Hunde-Ernährung: Richtig Barfen Teil 2

Barf – Gemüse & Obst

Barf bedeutet Frischfleischfütterung. Doch Fleisch ist nicht die einzige Futterkomponente – Obst und Gemüse, aber andere Bestandteile machen eine Futterration erst komplett.

Etwa 20-30% der Gesamtfuttermenge sollte aus pflanzlichen Bestandteile bestehen, denn auch Wölfe sind keine strikten Fleischfresser. Das tägliche Gemüse oder Obst garantiert nicht nur Abwechslung, sondern bietet auch viele Vitamine und Ballaststoffe. Da die pflanzliche Zellulose bei der Hunde-Verdauung nicht aufgespalten werden kann, sollte Obst und Gemüse stets püriert oder in Form fertiger Gemüseflocken gereicht werden. Beim Kauf sollte auf Qualität geachtet werden – billige Importware ist oft schadstoff- und pestizidbelastet.

Zur Hundefütterung eignen sich viele verschiedene Gemüsesorten, beispielsweise
Fenchel, Salatgurke, Karotte, Zucchini, Mangold, Spinat, Pastinake, Rote Beete, in geringen Mengen (da stark blähend) auch einige Kohlsorten. Die meisten Salatsorten wie Eisbergsalat, Feldsalat, Lollo Rosso, Endiviensalat, Romanesco, Rucola oder Löwenzahn können ebenfalls verwendet werden. Als Obst sind beispielsweise Apfel, Aprikose, Banane, Birne, Brombeere, Erdbeere, Hagebutte, Heidelbeere, Himbeere, Honigmelone, Johannisbeere, Kirsche, Kiwi,  Mirabelle,  Pfirsich, Pflaume, Stachelbeere und Wassermelone zu nennen.

Barf: Getreide und Milchprodukte sind kein Muss

Auch frische Hunde-Kräuter können der pflanzlichen Ration beigemengt werden. Insgesamt sollte darauf geachtet werden, dass der pflanzliche Teil der Futtermenge sich etwa aus 30% Obst, 35% buntem Gemüse und 35% grünem Gemüse und Salaten zusammensetzt. Die pflanzliche Ration sollte am Besten unter das Fleisch gemischt werden, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Nicht zwingend notwendig zur Deckung des Bedarfs an Hunde-Nährstoffen, aber von manchen Hundehaltern gewollt ist die Verfütterung verschiedener Getreidesorten wie Amaranth, Buchweizen, Dinkel, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis oder Weizen. Getreide sollte immer gemahlen oder geschrotet und sorgsam eingeweicht werden, bevor es verfüttert wird. Auch Milchprodukte wie Quark oder Hüttenkäse können eine Mahlzeit komplettieren. Bei Getreide und Milchprodukten sollte beachtet werden, dass nicht jeder Hund sie verträgt.

 

 

Barf: Futterplan für die Übersicht

Damit der Hund wirklich ausgewogen ernährt wird, empfiehlt es sich, einen Futterplan aufzustellen – besonders zu Beginn verliert man sonst schnell die Übersicht. Nicht jede einzelne Futterration muss ausgewogen sein, schließlich errechnen wir Menschen auch nicht vor jeder einzelnen Mahlzeit unseren Nährstoffbedarf. Doch auf einen Zeitraum von etwa vier Wochen gerechnet sollte der Hund eine gesunde, ausgewogene Kost erhalten, die keine Hunde-Mangelerscheinungen aufkommen lässt. Der Futterplan sollte möglichst täglich wechselnde Gemüse-, Obst- und Fleischsorten vorsehen sowie einmal wöchentlich Knochen und Innereien.

Viele Hundehalter sind zu Beginn verunsichert über die notwendige Futtermenge für ihren Hund. Da Barf vom Hund sehr gut verwertet wird, fällt das Futtervolumen oft erstaunlich gering aus. In der Regel liegt die optimale Futtermenge bei etwa 2-3% des Körpergewichts. In diesem Fall zählt das Idealgewicht des Hundes – leidet der Hund unter Hunde-Übergewicht oder Untergewicht, sollte die Futtermenge zunächst so angepasst werden, dass er sein Idealgewicht erreicht. (je)

 

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