Haarstrukturen und Haartypen

Hundefell: Aufbau und Funktion des Hundehaars

Lang, kurz, gelockt, drahtig, seidig oder Stockhaar – so vielfältig wie die unterschiedlichen Hunderassen, so verschieden sind auch die Felltypen unserer Vierbeiner.

Insbesondere bei Hunden haben sich im Laufe der Evolution alle möglichen Varianten entwickelt, der generelle Aufbau von Haut und Haar unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Säugetiere jedoch nicht: Das Haar oder Fell besteht aus dem sogenannten Keratin (einer Eiweißstruktur). Es wächst aus Follikeln in der Dermis (Lederhaut), einer tiefgelegenen Hautschicht.

Während aus jedem Follikel der menschlichen Haut jeweils nur ein Haar wächst, gibt es bei Tieren zwei Haartypen, die gemeinsam aus einem Follikel wachsen: Wollhaare und Grannenhaare, wobei jeweils ein Grannenhaar von sechs bis zwölf Wollhaaren umgeben ist. Das Wollhaar bildet das Unterfell – es liegt (wie der Name schon sagt) der Haut am dichtesten an, ist besonders weich und dünn und isoliert aufgrund seiner Dichte sehr gut.

Hundefell: Grannenhaar schützt vor Verletzungen

Das Grannenhaar bildet das Deckhaar: Es hat einen härtere Struktur, ist dicker und länger und liegt dem Unterfell auf. Das Deckhaar schützt das Tier vor Verletzungen der Haut, bildet eine zusätzliche Isolationsschicht und trägt aufgrund der individuellen Färbung wesentlich zum äußeren Erscheinungsbild bei.

 

 

Das Fell unserer Hunde wächst in saisonalen Zyklen über sechs bis acht Wochen. Wenn die Haare ihre genetisch festgelegte Länge erreicht haben, stirbt das Haar an der Wurzen ab – und fällt aus. Bei manchen Rassen (sog. Trimm-Rassen: Terrier, Schnauzer u.a.) bleibt das Haar jedoch „stecken“ und muss regelmäßig entfernt werden, damit das neue Haar nachwachsen kann!

In dieser Grafik wird der Aufbau und die Funktion des Hundehaars anschaulich dargestellt:

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