Tiertafel e.V. in Brüggen - Teil 2

Die Ausgabestelle freut  sich über jede Spende

Die Ausgabestelle freut sich über jede Spende, betont sie, ganz gleich, ob es sich um eine Großspende von Futtermittelherstellern handelt oder um eine angebrochene Packung Trockenfutter oder Leckerchen von Privatleuten.

 

Kürzlich hat eine Dame aus dem relativ weit entfernten Stolberg angerufen, weil sie das Projekt mit einer Geldspende unterstützen wollte. „Über so etwas freuen wir uns natürlich besonders! Immerhin zeigt es, dass viele Menschen sich doch für unsere Tätigkeit begeistern,“ freut sich Bettina Mews. Einige Spender zeigen dabei große Kreativität: „Neulich hat mir sogar jemand seine Zooplus-Bonuspunkte überschrieben, damit wir uns Prämien aussuchen konnten!“ Für den nächsten Sommer ist ein Sommerfest geplant, zu dem alle Spender als kleines Dankeschön eingeladen werden.

 

Nach dem Rohrbruch musste improvisiert werden

 

Bis dahin gibt es aber noch eine Menge zu tun: Vor drei Wochen ist im Brüggener Ausgaberaum ein Rohr gebrochen; Improvisation war gefragt. Die Ausgabe wurde, mit dem Segen sämtlicher Wettergötter, zunächst in den Innenhof verlegt.

 

Mittlerweile sind die Renovierungsarbeiten fast abgeschlossen. Der Raum kann zwar wieder verwendet werden, die feuchte Ecke muss aber immer noch leergeräumt bleiben – bei einer Gesamtfläche von 25 Quadratmetern für Ausgabe und Lager ein abenteuerliches Unterfangen! Ein Sponsor wird noch händeringend gesucht – jemand, der der Ausgabestelle kostenlos oder besonders günstig geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

 

Übernahme von Tierarztkosten wird im Einzelfall entschieden

 

„Wie geht es denn der kleinen weißen Katze mit dem kranken Auge?“ fragt Ehrenamtlerin Vera Wahlen gerade eine Kundin. Es ist ein ausgesprochener Glücksfall, dass Angelica Smajgl und Daniela Kohls ausgebildete Tierheilpraktiker sind, die bei gesundheitlichen Problemen beratend zur Seite stehen können. Doch einen Tierarzt können sie natürlich nicht ersetzen, ohne Untersuchung schon gar keine Diagnose stellen.

 

Mit der Katzenhalterin wird ein Termin für einen Tierarztbesuch vereinbart. Die Übernahme von Tierarztbehandlungen wird im Einzelfall entschieden. Wenn die Kasse es zulässt und es sich um einen notwendigen Besuch handelt, findet sich immer eine Lösung. Während die Kundin mit der kranken Katze ihr Futter einpackt, röten sich plötzlich ihre Augen: vor kurzem ist eine ihrer Katzen überfahren worden, erzählt sie, gerade mal ein Jahr alt. Tränen fließen, für die hier jeder Verständnis und Trost hat.

 

Kleiner Hund mit geheimnisvoller Hautkrankheit

 

Der Hund der nächsten Kundin leidet an geheimnisvollen Hautveränderungen, beim Tierarzt war er schon.„Kratzt er sich immer noch so?“, fragt Angelica Smajgl. Der kleine Hund lässt sich anstandslos auf den Tisch heben und seine heiße, gerötete Haus geduldig untersuchen. Die Vermutung der beiden Tierheilpraktikerinnen: Eine Futtermittelallergie! Gemeinsam wird überlegt, was zu tun ist, um dem kleinen Hund zu helfen. Die Kundin wird eingehend in Sachen Ernährung für Allergiker beraten. Sie weiß, dass sie sich auch zwischen den Ausgabeterminen telefonisch jederzeit an die beiden Tierheilpraktikerinnen wenden kann – eine echte Erleichterung für sie!

 

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