Besuchshunde-Projekt sucht Verstärkung!

Hunde erfreuen Senioren

Hunde haben eine ausgesprochen positive Wirkung auf unsere älteren Mitmenschen. Ein tiefer Blick in treue Hundeaugen gehört wohl zu den bewegendsten Momenten, die das Leben in einem Seniorenheim zu bieten hat. In Düsseldorf ist das Projekt Caniolino gestartet – und sucht noch tatkräftige Unterstützung!

 „Wenn ich eines Tages in einem Pflegeheim leben sollte, hoffe ich, dass es auch Menschen gibt, die mich mit ihrem Hund besuchen kommen,“ erklärt  Angela Ebert, wenn die Sprache auf ihr Projekt „Caniolino“ kommt. Die engagierte Düsseldorferin ist hauptberuflich als Sachbearbeiterin und freiberuflich als Physiotherapeutin für Hunde und Pferde tätig. Ihre Freizeit gehört ihren drei Hunden. Eine Hundefreundin durch und durch, also. Seit einer Weile ist sie auch ehrenamtlich mit ihren Hunden unterwegs.

 

Als Angela Eberts Großmutter ihren Lebensabend im Pflegeheim verbrachte, beschloss sie, ihr weiterhin den Kontakt zu Hunden zu ermöglichen. Kurzerhand nahm sie ihre eigene Hunde mit zu ihren Besuchen im Pflegeheim. Anfangs noch eher skeptisch, gewöhnten sie sich rasch an die ungewohnte Situation und brachten Heiterkeit und Lebensfreude ins Heim. Sogar Wissenschaftler bestätigen mittlerweile, dass das Streicheln eines Hundes den Blutdruck senkt, entspannend und wohltuend wirkt.


Hunde bringen Senioren zum Staunen und Lachen

 

Diese Erfahrungen bewogen Angela Ebert dazu, später die Idee wieder aufzugreifen. Mittlerweile besucht sie mit ihren Hunden regelmäßig das Katharina Labouré Altenkrankenheim in Düsseldorf. Die Heimleitung ist von ihrem Engagement begeistert und die Bewohner stehen meist schon vor dem Aufzug Spalier, wenn sie und ihre vierbeinigen Helfer erwartet werden. Da Angela Ebert mit ihren Hunden zum Ausgleich nicht nur spazierengeht, sondern auch Trickdogging macht, gibt es für die Senioren auch immer eine ganze Menge zu staunen und zu lachen.

 

An einem Tag besucht Angela Ebert mit ihren Hunden jeweils eine Station des Pflegeheims. Ihre Hunde zeigen Kunststückchen, legen ihren Kopf in die Hände von bettlägrigen Bewohnern, lassen sich streicheln oder sind einfach nur da, um Fröhlichkeit zu verbreiten. Da Angela Ebert nur einmal in der Woche Zeit für die Senioren findet, müssen diese oft viele Wochen warten, bis ihre Station wieder an der Reihe ist und sie ihre sehnsüchtig erwarteten Hunde wiedersehen können. Deshalb sucht Angela Ebert händeringend Verstärkung. Denn bislang war die ehrenamtliche Helferin immer als Einzelkämpferin unterwegs.

 

Wer sich für eine Tätigkeit als ehrenamtlicher Helfer im Bereich Hundebesuchsdienst interessiert, sollte vor allen Dingen zuverlässig sein. Der zeitliche Aufwand ist nicht übermäßig groß, ein Nachmittag in der Woche genügt bereits. Jedoch würde es nur zu Enttäuschung bei den Senioren führen, wenn der geliebte Hund dann ausbleibt. Einfühlungsvermögen ist natürlich von Vorteil, doch umfangreiche Vorkenntnisse benötigt es nicht, da ein kompetenter Ansprechpartner vom Sozialdienst bei den Besuchen anwesend ist und den Kontakt herstellt.

 

Hunde brauchen einen grundgutmütigen Charakter

 

Besondere Ansprüche werden an die Besuchshunde gestellt. Unverzichtbar ist natürlich ein aktuelles Gesundheitsattest vom Tierarzt. Während der Erziehungsstand eher nebensächlich ist, ist ein grundgutmütiger Charakter unverzichtbar. Gelassen und souverän sollte der Hund mit neuen Situationen umgehen, im Zweifelsfall immer defensiv reagieren und eine stabile, vertrauensvolle Beziehung zu seinem Hundeführer haben. Eine gute Sozialisierung mit Mensch und Tier ist dafür natürlich Grundvoraussetzung – nur so kann ein Hund unbeeindruckt und fröhlich bleiben, wenn fremde Hände auch mal etwas ungestüm und unerwartet nach ihm grabschen.

 

Doch Angela Ebert betont, dass für den Job nicht nur Rassehunde mit makelloser Vergangenheit in Frage kommen. Ihr bester Besuchshund, der Windhunde-Mix Malino, kommt aus dem Tierschutz und war lange Zeit ausgesprochen ängstlich. Die Vorgeschichte des Hundes muss also nicht ausschlaggebend sein für seine Eignung als Besuchshund.
 

 

Tierschutz-Hunde sind oft geeignet

 

Auch Hunde, die anfangs etwas unsicherer sind, können mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen an den Job als Besuchshund gewöhnt werden. Sie dürfen sich einfach etwas mehr im Hintergrund halten und müssen nicht an vorderster Front stehen. Doch Priorität hat natürlich immer, dass den Hunden ihre Arbeit Spaß macht und sie nicht überfordert werden. Deshalb möchte Angela Ebert Interessenten einfach persönlich kennenlernen, um sich ein eigenes Urteil bilden zu können. (je)

 

Wer sich für das Besuchshunde-Projekt Caniolino interessiert, kann sich via Email direkt mit Angela Ebert in Verbindung setzen: a.ebert@vodafone.de



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