Aufreger der Woche 30.04.2010 | Hund tötet Baby | Hunde im Kreuzfeuer der Medien
In einer Familie haben alle für jeden (und ein Hund gehört zur Familie) Verantwortung. Gegenüber dem Kind, aber auch gegenüber dem Hund. Ein Kind darf viel - meist sogar zu viel. Der Familienhund macht auch so manches, was ein Hund nicht machen sollte. Aber was soll\'s. Man selbst tut auch oft was man will.
Trotzdem bleibt die Verantwortung. Man sorgt sich um jeden in der Familie. Um ein KInd, genauso aber auch um den Hund, den man auch unbedingt wollte. Bei manchen gehört ein Hund zum \"Familien-Komplett-Bild\". Sieht ja so harmonisch aus, so nett und lieb.
Das Kind darf aber niemals den Hund \"missbrauchen\". Respekt gehört jedem Lebewesen. Und hier liegt die Verantworung bei den Erwachsenen. Ein verantwortungsvoller Mensch kümmert sich um die Verbindung zwischen Kind und Hund. Er erklärt beiden wie sie sich gegenüber zu verhalten haben. Nicht nur der Hund hört \"Pfui\", nein, auch das Kind muss es erklärt bekommen, dass man dem Hund nicht das Fell ausupft, den Finger in die Augen steckt, die Ohren zieht usw. Passieren wird es, man kann so schnell nicht mal schauen, aber es kommt dann auch das Gespräch mit der Erklärung.
Und wieder liegt die Verantwortung bei den \"Großen\", die, die beides wollten, das Kind und den Hund. Am Anschaffungstag des Hundes übernimmt man die Verantwortung für sein Leben und das Leben in seiner Familie. Wir sind seine Freunde, seine Familie uns somit sein Rudel. Er nimmt uns ernst, er liebt uns und hat Verantworung uns gebenüber. Er bringt Freude und nicht Leid. Es ist traurig, dass dies passierte, aber nur nach Schlagzeilen urteile ich nicht über den Hund. Hier liegt nicht die Ursache.
Die \"Großen\" haben was falsch gemacht, was genau, kann ich nicht sagen. Die können es sich jetzt nicht erklären wie dies nur passieren konnte. Es ist die Verantwortung der \"Großen\" dies zu hinterfragen. Und nicht die der Medien und derer die vielleicht sich schon so etwas dachten oder gar kommen haben sehen. Danach sind alle schlau und sahen es kommen. Geben Antworten auf Fragen, die vorher nie gestellt wurden. Die keinen interessierten und die keiner hören wollte.
Ich kann nur sagen, ich kenne meine Hunde gut, passe aber immer auf. Ich vertraue ihnen, fordere aber beide Seiten (immer wieder) auf sich mit Respepkt zu begegnen. Alles hat Grenzen, und die zeige ich nicht nur dem Hund, sondern auch dem \"Kleinen\".
Dies auch sehr häufig von Kindern der Nachbarn, die keinen Hund oder ein anderes Haustier haben. Neugierig sind sie alle, wollen schon streicheln usw., aber es fehlt einfach die \"richtige\" Art wie man es machen sollte. Und hier erkläre ich beiden Lebewesen-Seiten (Hunde: Lotti und Tommy brav sein, ist okay) und Klein X langsam und vorsichtig streicheln, die Hand öffnen, nicht in die Augen langen usw. Es ist nicht einfach, aber dafür bin ich ja da. Für die Hunde bin ich da und passe auf, dass die es auch mögen und auf die Kleinen, dass die es nicht \"übertreiben\". Ich trage in der Kontaktzeit die Verantwortung. Ich trage immer die Verantwortung für meinen Hund, egal wann und wie. Für das Kind auch, egal wann und wie. Nur leider vermisse ich dies oft von den Erziehungsberechtigten, die reagieren nicht, wundern sich, wenn man als Hundebesitzer sagt - halt - stopp - es reicht - so nicht - lass das mal usw. Die sind dann oft beleidigt, das Klein-Liebling ein NEIN hört usw. Aber davon lasse ich mich nicht abbringen. Wenn ich merke es geht zu weit für meine beiden, dann sage ich es auch. Denn wie am Anfang gesagt, ich trage die Verantwortung für meine Hunde und die vertrauen auch mir und erwarten HILFE wenn dies notwendig ist.