ein Artikel des BPT übers impfen
20.12.2007
Tollwütige Fledermäuse: Gefahr für Hund und Katze
Frankfurt am Main (ots) - "Hunde- und Katzenhalter sollten dringend überprüfen, ob ihr Tier gegen Tollwut geimpft ist, denn eine Ansteckung ist jederzeit möglich", warnt Dr. Hans-Joachim Götz, Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e. V. (bpt).
Aktuelles Beispiel dafür ist die tollwütige Hauskatze, die Ende November im französischen Département Vendée in der Region Pays de la Loire aufgefunden wurde. Wie das Internationale Tierseuchenamt in Paris mitgeteilt hat, ist bei der Katze ein Europäisches Fledermaustollwutvirus vom Biotyp 1A (European bat lyssavirus biotype 1A (EBLV1A)) nachgewiesen worden. Deshalb wird angenommen, dass die Hauskatze Kontakt zu einer tollwütigen Fledermaus hatte.
"Üblicherweise sind Menschen und Haustiere vor allem durch tollwütige Füchse gefährdet. Inzwischen ist bekannt, dass nicht nur in Frankreich, sondern in ganz Europa auch Fledermäuse eine Gefahr darstellen - und dies häufig sogar mitten in der Stadt", so Hans-Joachim Götz.
Grundsätzlich können nahezu alle Säugetiere und auch Vögel an Tollwut erkranken. Vornehmlich wird sie durch Fleischfresser übertragen. Das Tollwutvirus wird mit dem Speichel infizierter Tiere ausgeschieden und in der Regel durch Biss oder Kratzen weitergegeben. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen dem Biss durch ein infiziertes Tier bis zum Auftreten erster Krankheitszeichen beträgt zwischen acht Tagen und zwei Monaten. Aber auch eine längere Inkubationszeit ist möglich. Der Krankheitsverlauf ist kurz. Infizierte Tiere verändern ihr Verhalten. Sie werden nervös, scheu, haben Schluckbeschwerden und vermehrten Speichelfluss. Im weiteren Verlauf der Krankheit werden die Tiere aggressiv und bissig. Kurz vor ihrem Tod treten hochgradige Lähmungserscheinungen auf. Die Tollwuterkrankung kann nicht behandelt werden.
"Vor allem wegen der Übertragbarkeit der Tollwut auf den Menschen ist es so wichtig, Hunde und freilaufende Katzen regelmäßig durch eine vorbeugende Impfung zu schützen", mahnt bpt-Präsident Götz. "Die Tiere können jederzeit tollwütige Fledermäuse aufstöbern und sich infizieren. Vom Tierhalter unbemerkt, werden sie so zur tödlichen Gefahr für ihre Halter."
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schrieb am 29.12.2007 12:20 Uhr