Re: Draußen ist alles anders...
Also die Tips meiner Vorredner waren alle schon recht gut. Aber du schreibst du hast ihn erst seit ein paar Tagen. Gib ihm einfach zeit sich an dich und die neue Umgebung zu gewöhnen. Wenn er eh schon von ängstlicher unsicherer Natur ist, stell dir mal vor, auf einmal raus von zu Hause, weg ist die bekannte Umgebung, die er bisher hatte. Neue Leute um ihn herum, er weiß doch nach wenigen Tagen noch gar nicht was ihm da geschieht. Gib ihm die Zeit sich an euch zu gewöhnen. Er muss erst noch lernen, dass er in deinem beisein keine Angst haben braucht.
Ich würde ja sagen, wenn ein anderer Hund kommt und er wegrennen möchte, dann sorge dafür, dass zum Anfang niemals der andere Hund einfach auf euch zukommt. Bleibe stehen und sage dem anderen Hundebesitzer er soll bitte dafür sorgen, dass der andere Hund gesittet mit gutem Abstand an euch vorbei geht. Achte aber darauf, dass du in dem Moment locker und gelassen mit dem anderen Hundebesitzer sprichst. Bleib vielleicht kurz stehen und unterhaltet euch. Lass zu, wenn sich dein Hund hinter dir versteckt, genau das soll er tun, sich hinter dir sicher fühlen. Irgendwann wird er vieleicht hinter deinen Beinen vorlunschen und von Zeit zu Zeit auch mal einen Schritt hinter deinen Beinen vor wagen. Ist schwierig zu erklären.Aber vom Prinzip ist es auch nicht falsch anfangs einfach stehen zu bleiben, während sich dein Hund hinter dir verstecken darf und sobald der andere Hund vorbei ist wie normal weitergehen. Irgendwann braucht ihr dann nicht mehr stehenbleiben, sondern könnt einfach weiterlaufen.
Was ich allerdings sehr sehr wichtig finde, gerade jetzt am Anfang dafür zu sorgen, dass kein Hund unkontrolliert in seine Nähe kommt. Du merkst dein Hund hat Angst davor, dann gib ihm am Anfang die Zeit sich an das Neue zu gwöhnen. Du hast ihn schließlich erst ein paar Tage. Wenn er dann selbstsicherer wird, wird er dir schon zeigen, wenn er Hundekontakt sucht.
Vielleicht gibt es einen ganz lieben Hund und Herrchen mit denen du anfangs gemeinsam ein Stück laufen kannst. Hunde brauchen auch ein bisschen Zeit um sich aneinander zu gewöhnen. Ich persönlich halte zB nichts von diesen Hundeverabredungen wo 20 Hunde einfach aufeinander losgelassen werden, jedes Mal ist die Zusammensetzung anders. Das ist kein Rudel mit festgelegter Rangordnung. Meist wird einer von allen gemobbd und sie sind permanent damit beschäftigt irgendwelche Rangordnungen untereinander auszumachen (vor allem die Rüden untereinander) Das hat absolut gar nichts mit ausgelassenem Spiel zu tun. Klar kann man so seinen Hund auspowern, aber brauchen tut das dein Hund definitiv nicht. Viel besser sind dann schon einzelne Hundebegegnungen.
Und so ist auch wie Pogo schon richtig erwähnt hat, diese Welpenspielstunde als sehr kritisch zu betrachten. Oft ist es leider so, es gehen alle Hunde auf eine große Wiese (eingezäunt) und dann werden alle aufeinander losgelassen. Ja, was macht deiner dann in so einem Moment?! Wo soll er hin? Wo findet er den nötigen Schutz den er noch braucht, wenn ein anderer Welpe unvoreingenommen auf ihn zugerannt kommt?!
Da musst du ganz sehr aufpassen, leider werden solche senibelchen wie deiner dann gern von der ganzen Gruppe gemobbd. Also sprich doch bitte wirklich mal mit der Hundeschule ob ihr beim Einzeltraining, oder in einer sehr kleinen Gruppe konkret an dieser Sache arbeiten könnt.
schrieb am 02.12.2009 13:43 Uhr
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