Toleranz, Verständnis und Entgegenkommen...
Jetzt muss ich meine Frust aber mal Luft machen... gerade bin ich von unserer großen Gassirunde heim gekommen, wiedereinmal total gefrustet.
Kurze Erklärung:
Ich übe mit Charly im Moment, dass man nicht einfach immer überall hinrennen darf, also, dass er auch nicht immer gleich seinen Willen bekommt, sondern erstmal bei Frauchen nachfragen soll, ob das ok ist. Sprich, wenn ein andere Hund kommt, soll er bitte erstmal bei mir bleiben und sich das ok abholen, eh er mit dem Hund spielen darf. Er hat nämlich die "tolle" Angewohnheit schon aus kilometerweiter Entfernung zu anderen Hunden hinzustürmen. Sobald er einen Hund auf, ich sag mal 500m Distanz sieht, ist er quasi nicht mehr ansprechbar.
Außerdem soll er auch mal lernen, an einem Hund vorbei gehen zu können, und da nicht wie ein kaputter in die Leine zu springen. Ja, solche Sachen üben wir im Moment. Und deshalb ist Charly im Moment recht häufig an der Schleppleine.
Und nun mein Frust... warum bin ich scheinbar die einzigste, die der Meinung ist, dass ein Hund nicht ewig weit vom Herrchen wegrennen soll, nur um den anderen Hund zu begrüßen. Und warum kann man nicht mal ein bisschen Verständnis zeigen, wenn ein Hund an der Leine kommt, seinen eigenen zurück zu nehmen? Nein, da wird er rennen gelassen und von weitem gerufen "meiner macht nix" ... ja schön für dich, denke ich mir dann immer, was wäre denn wenn meiner ne Ansteckende Krankheit hätte, hoch agressiv ist, oder ich möglicher weise gerade mit ihm ÜBE!!!!????
Ich bin schätzungsweise 2 von 50 Leuten begegnet, die ihren Hund rangenommen haben, als sie gesehen haben, dass meiner an der Leine ist. Der rest versuchte es noch nichteinmal. Ich würde ja gar nix sagen, wenn es wenigstens versucht werden würde, wenn der Hund dann nicht hört, ok, aber man hat es wenigstens versucht. aber die meisten scheinen einfach zu faul zu sein, ihrem hund auch nur irgendwas bei zu bringen. er wird da einfach auf der großen wiese laufen gelassen, soll er mal machen, und dass er wirklich jeden anderen hund besuchen geht, scheint völlig in ordnung zu sein.
Ich finde diese Einstellung jedenfalls ziemlich doof, so wird das auch Charly nie lernen, auf mich zu achten und erstmal "nachzufragen" ob er denn nun spielen gehen darf. Er darf ja spielen, bitte nicht falsch verstehen, es geht nur darum, dass er mehr kontakt zu mir sucht. Jedenfalls, bevor ich Charly dazu bringen kann, dass er ja mal auf mich achten soll, kommt der andere Hund ja schon angestürmt, und wenn ein anderer Hund angestürmt kommt, brauch ich natürlich auch von Charly nicht erwarten, dass er auf mich achtet. Jedefalls bin ich inzwischen ziemlich angepisst, um ehrlich zu sein, weil es wirklich extrem wenig Menschen zu geben scheint, die für ein bisschen Training und Übung mit dem Hund verständnis haben.
Habe jetztmal auch eine Frau mit einem recht jungen verspielten Hund getroffen, ihr Hund hatte gerade eine OP hinter sich, und durfte nur ganz ruhig spazieren gehen. Ja was macht die denn wenn da ein anderer Hund angerannt kommt und mit ihrem spielen will. Wenn der Fremde Hund ihn quasi schon anspringt... wie soll sie ihren eigenen, frisch operierten da noch ruhig halten?!
Was sagt ihr dazu? Würde mich wirklich mal interessieren, gibt es denn noch Leute denen es ähnlich geht wie mir? auch die Meinung derjenigen, die ihre Hunde immer überall laufen lassen würde mich interessieren, vielleicht bin ich ja in meiner Ansicht so festgefahren, dass ich die Gründe der anderen Seite übersehe...
schrieb am 11.02.2009 16:33 Uhr
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Charly geändert am: 25.05.2012 16:38 Uhr