Re: der "Zweithund"
Ich behaupte gern, zwei Hunde sind mehr als doppeltes Glück. Aber genau dieses Glück habe ich. Ich habe schon viele Hunde kennen gelernt, die einen Partner haben. Aber sowas wie Satyr und Elisha habe ich noch nie erlebt. Die sind das absolute Liebespaar und selbst unter vielen anderen Hunden kann jeder erkennen, die gehören zusammen. Die sind gleich an Größe, Gewicht und Stoffwechsel. Selbst an unterschiedlichen Stellen liegen die in gleicher Haltung.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es Hunde gibt, die regelrecht nach einem Partner verlangen und andere Hunde, welche lieber allein daheim sind. Ok, Husky sind eine Rasse, welche gern in gleichartiger Gesellschaft leben.
Zwei Hunde sind aber mehr als doppelte Verantwortung. Meine Teddies beschreibe ich als ein fulltime Job für eine Person. Finanzielle und berufliche Zukunft sollte gesichert sein. Wie schon geschrieben wurde bin ich auch der Meinung, dass es sehr wichtig ist, dass die Hunde zueinander passen.
Aber es kommt noch mehr. Hunde, die im Team leben können meist nicht mehr getrennt werden. Für zwei Hunde ist es auch schwerer, einen Hundesitter zu finden, sollte das mal nötig sein.
Laufen zwei Hunde frei, ist es auch schwieriger, entsprechend auf die Beiden aufzupassen. Zum Beispiel können sich zwei Hunde auch schnell mal zur Jagd anstacheln. Auch ist es schwerer, zu zwei Hunden eine gute Bindung aufzubauen, weil zwei Hunde immer unabhängiger sind, als wie es in einer Einzelhaltung der Fall ist.
Dann ist noch die Frage der Geschlechter und eventuell nötiger Verhütung zu klären.Und eifersüchtig darf der Ersthund auch nicht sein.
Früher habe ich mich immer gefragt, ob ich dazu in der Lage bin, zwei Hunde gleich stark zu lieben. Dabei habe ich gelernt, dass es sehr viele Arten von Liebe gibt, welche sich aber nicht gewichten oder bewerten läßt. Ich habe geglaubt, ich habe immer irgendwie einen Liebling. Das aber ist (zumindest bei mir) absolut falsch, weil, ja, sofern mensch davon sprechen kann, liebe ich beide Hunde gleich stark. Unterschied ist natürlich, dass ich mit meinem Rüden Satyr drei Jahre mehr Zeit verbracht habe.
Wir haben als 3er Team verschiedene Vorteile. So sind wir psychisch stabiler. Geht es mir schlecht, dann leidet Satyr mit mir. Elisha aber ist der Charakter, die in einer solchen Situation den Clown spielt. Und glaubt mir, dieses Hundeweib bringt Steine zum Lachen.
Wenn es mir schlecht geht, kann ich mit unserem Auto an ein Feld oder ähnliches fahren und die Teddies toben sich gegenseitig aus, auch ohne, dass ich viel laufen muss (Was aber zum Glück schon seit Monaten nicht mehr nötig ist).
Außerdem ist es einfach nur wundervoll, diese Köter beobachten zu dürfen, wie die miteinander umgehen, spielen oder auch einfach nur so daliegen. Ich kann durch meine sich sehr ursprünglich verhaltende Hunde sehr viel lernen. Satyr sucht im Sommer sogar Elisha auf Zecken ab.
Übrigens habe auch ich erst mit einem Gasthund geübt bzw. ausprobiert.
schrieb am 03.01.2009 06:45 Uhr
(Beitrag melden!)