Re: BBC- Reportage
So jetzt hab ich mich endlich durch den Englisch-Wust durchgekämpft und muss sagen: Die Zustände was Überzüchtung angeht sind ja noch viel schlimmer als das, was ich bisher schon wusste. Es ist (bzw. war) tatsächlich so, dass mit erbkranken Hunden weiter "gezüchtet" werden darf, weil sie aufgrund ihrer äußerlichen und absolut oberflächlichen Schönheit "best of Show" wurden? Er werden absolut gesunde Welpen getötet, nur weil sie nicht dem Rassestandard entsprechen? Auch wenn sicher nicht alle Züchter gleich sind, ich weiß schon warum ich von Zuchtschauen absolut gar nichts halte und auch nicht von Leuten, die sich ihren Hund rein nach dem Aussehen aussuchen. Warum muss es unbedingt ein absolut überzüchteter Mops sein (ja ich weiß, die sind ja sooooo niedlich mit ihren riesigen Augen und kurzen Näschen), wenn es einem wesentlich harmonischer gebauten Mops-Mix gesundheitlich einfach mal besser geht? Hab ich noch nie verstanden und werd ich auch nie verstehen. Erstaunlich fand ich den Vergleich zwischen dem ursprünglichen Habitus der einzelnen Rassen und dem, was nach über 50 Jahren intensiver Zucht auf reine Äußerlichkeiten draus geworden ist. Die englische Bulldogge war ein wirklich hübsches, muskulöses und athletisches Tier und ist zu einer moppeligen Sabberschnute mutiert; Bullterrier hatten eine wunderschöne Schnauze und nicht diesen doch recht eigenartig anmutenden "Rundhöcker" als Nase. Vom Basset will ich gar nicht erst reden. Ihre ursprüngliche Form hab mir durch die Bank weg besser gefallen.

schrieb am 08.10.2009 19:10 Uhr
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