es ist superwichtig, daß diese Zerrerei aufhört.
Dann fang sofort damit an!
Bedeutet - zieh DU niemals wieder an der Leine des Hundes!
Der Hund lernt NUR was ihr/Du ihm Lehrt - da fällt kein Verhalten vom Himmel!
Halti ist nichts ausser die Ausflucht eines Rat- und Ahnungslosen Halters (sry. - nicht wieder alles persönlich nehmen - das ist kein Angriff sondern eine Wahrheit!).
Das einzige was das Halti macht (und in gewisser Weise auch eine Schleppleine) ist das Vertrauen des Hundes in Dich weiter zu reduzieren.
Das Gegenteil muss DEIN (nicht das des Hundes) Lernziel sein - dem Hund bedingungsloses Vertrauen in Dich und Deine Kommandos zu vermitteln.
Und Hunde sind da wie Menschen - sie Vertrauen niemandem der ihnen nicht traut, der *Kommandosicherheit* verlangt, aber nichts dafür zurück gibt. Vertraust Du einem Chef der dir bei 3 Minuten zu spät ne Abmahnung gibt - und - vertraut er Dir noch, oder warum gab er Dir eine Abmahnung?
Was ihr tun solltet - den Hund erst auspowern und erst dann mit ihm üben auf Zuruf zu kommen. Die Futterpfeife wurde auch bereits erwähnt - das wird dem Zwerg auch helfen - weil DEINE Emotionen, der unterschwellige Drohton (unbewusst) beim (evtl. sogar wiederholtem) Abrufen nicht mehr da ist.
Wenn Du möchtest das ein Hund *Kommandosicher* (vergesst den Begriff alle wenn ihr Haushunde und Familiendackel haltet!) wird - wird das NUR gehen, wenn er Dir absolut bedingungslos vertraut - und davon seit ihr scheinbar weiter entfernt als vom Mond (sonst hättet ihr keine Probleme an der Basis und würdet hier nicht fragen).
Vertrauen erzeugst Du durch Berechenbarkeit. Dein Hund muss Dich berechnen können, also schon wissen was Du gleich tun wirst, bevor Du selbst dran denkst. Das lernt er 1000%tig nicht durch rucken an der Leine, durch ein (Qual-)Halti oder durch 96 mal Pfiffi rufen, bevor Du hingehst und ihn holst.
Wenn Du so was wie *Kommandosicherheit jemals erreichen willst, ist deine erste Neue Regel *jedes Kommando wird IMMER nur ein einziges Mal gegeben und NIEMALS wiederholt.
Die zweite wäre - *je schlechter dein Hund ein Kommando befolgt, desto subtiler gibst Du es (leiser, bzw. non verbal). Die Dritte wäre - *KEINE EMOTIONEN - NIEMALS!*
Das ist für Haushunde und Haushundehalter utopisch - daher musst Du lernen deinem Hund auch zu verzeihen, das er niemals besser können wird als DU!
Was die Leine angeht - lass sie solange komplett weg bis DU gelernt hast Deinen Hund bei Fuss gehen zu lassen. Das wird dich einige Monate an Übung kosten - den Hund nicht - der kann garantiert eh schon dicht neben Dir laufen. Er muss nur noch verstehen das Du genau das von ihm willst. Dabei helfen DIR sicher gern Einzelfalltrainer - aber kein Halti der Welt. Das zerstört nur das Vertrauen des Hundes in Dich.
Und noch was - etwas extrem wichtiges!
Ihr habt NOCH gar keinen Hund. Ihr habt einen Welpen, der gerade eben mal kein Baby mehr ist.
Hier auch nur das Wort *Kommandosicherheit* in den Mund zu nehmen, zeugt von grenzenlosem Unverständnis für die Gefühlswelt eines Welpen in seiner Gruppe.
Tut mir leid - ist aber so.
Zeigt ihm das ihr ihn liebt - beim Rest hilft euch am besten eh ein Trainer.
Und nicht falsch verstehen - aber Tatsachen sind nicht immer schön