Was für ein blöder Start ins neue Jahr. Unser Balu kann wohl leider nichts auslassen! Der arme kleine Kerl
Am Fr., 30.12.2011, kam Balu auf einmal hinkend aus dem Gebüsch beim Spazierengehen als wir mit dem Ball spielten. Sein Beim hinten rechts belastete er gar nicht mehr. Balu hatte sich schon einmal "vertreten" und nach 1-2 Minuten war wieder alles gut. Man soll einen Hund in solch einer Situation ja auch nicht bemitleiden, da er soetwas dann gern ausnutzt um betütelt zu werden. Als er aber nach dieser Zeit nicht aufhörte zu humpeln habe ich mir seine Pfote angesehen, ob er nicht vll. irgendwo rein getreten ist. Es war überhaupt nichts zu sehen, auch nicht am Bein. Als ich dann weiter gehen wollte legte sich der Arme sogar einfach auf den matschigen Boden und wollte nicht weiter gehen. Ich bin dann schnell mit ihm zum Auto, ab nach hause. Pfoten gewaschen, nochmal kontrolliert -nichts gefunden- und ab zum TA.
Er tastete dann seine Pfote ab, fand eine Verhärtung im bzw. am Ballen und scharbte dann seine Pfote aus, da er meinte, dass dort etwas drin stecken müsste. Er sagte am Ende es war Grand in seiner Pfote. Nachdem der Hund tapfer alles über sich ergehen ließ und Frauchen fasst umkippte vor lauter Blut an der Hundepfote waren wir beide froh wieder nach Hause gehen zu dürfen. Ein Schmerzmittel sei aber nicht nötig, sagte der TA. Ich müsse auch nicht drauf achten, dass er sein Bein schont. Die Stelle würde nach 2-3 Tagen verheilt sein. Kein Verband, keine Form von Schutz. Nur ein homöopathisches Spray bekamen wir mit.
Ich habe ihm fürs Spazieren dennoch einen Strumpf übergezogen und ihn nicht viel laufen lassen.
Nun kam das Grauen: Balu hat ab diesem Moment nichts mehr gegessen, nur einmal (!) ein bischen getrunken, lag tagsüber nurnoch rum umd fiepte vor sich hin. Nachts hat er gar nicht geschlafen sondern lief von A nach B., winselte und kam nicht zur Ruhe. Sein Fuß setzte er ab und an beim spazieren -wie ein Wunder- auf und schien auch ohne große Schmerzen zu laufen. Deshalb war ich zwar besorgt, dachte mir aber weiter nichts, weil der TA ja sagte es würde alles schnell gut werden. Da waren wir zu gutgläubig!
Am Sonntag habe ich mir dann aber vorgenommen am nächsten Morgen zu einem anderen TA zu gehen, da Balu noch immer nichts gegessen hat und nur wenig getrunken hat.
Dann dort die Diagnose: KREUZBAND(-an-)RISS!
Ich dachte ich falle vom Glauben ab!

Unser anderer TA sagte auf unsere angesprochene Befürchtung des Kreuzbandrisses, dass er es ausschließen könnte. Nun lief unser Hund ohne unser Wissen mit Schmerzen von einem Kreuzbandriss und einem ausgescharbten Fuß herum ohne Schmerzmittel! Unglaublich!
Der neu aufgesuchte TA sagte seine Bewegungen wären offensichtlich und äußerst typisch. Wir haben sofort Schmerzmittel mitbekommen und haben parallel ein großes Blutbild in Auftrag gegeben. Er könne noch nicht sagen ob das Kreuzband ab- oder lediglich angerissen ist. Dafür müsste Balu in einen Kernspinntomographen. Durch das Schmerzmittel hat er nun endlich wieder gefressen, getrunken und geschlafen!
Morgen sollen wir nochmal zum TA kommen um 1) die Blutuntersuchung zu besprechen und 2) um Balus Bein nochmal anzusehen, da er sagte, dass sich ein angerissenes Kreuzband wieder "einlaufen" kann, sodass er keine OP braucht. Er sagte, dass jeder Hund, der eine OP am Knie bekommt danach eine Athrose entwickelt- wir sollten es also möglichst vermeiden. Balu darf nun erstmal nur an der Leine bleiben und nur kurze Runden drehen.
Nun meine Fragen:
Balu ist erst 11 Monate alt (!!) und der Arzt sagte, dass Balu auch nach einer OP nie wieder wie vorher Spielen sollte um abruptes Abbremsen und Anlaufen zu vermeiden. Ballspiele solle man komplett vermeiden und auch Spiele mit Artgenossen sollten im Rahmen bleiben.
Wird es wirklich allenfalls so dramatische Auswirkungen auf sein ganzes Leben haben?
Es besteht wohl die akute bzw. erhöhte Gefahr, dass das zweite Kreuzband auch reißt wenn schon einmal eins gerissen ist. Künstliche Kreuzbänder sollen wohl eh nicht sehr stabil sein und Kreuzbänder aus körpereigenen Materialien sollen zwar höherwertig sein, aber während der OP große Gefahren für den Hund bergen. Gar keine OP sondern eine Herangehensweise durch Muskelaufbau wäre wohl auch keine gute Lösung- so die recherchierten Meinungen.
Wie sind eure Erfahrungen?
Im Internet habe ich gelesen, dass Hunde die nicht operiert werden auf jeden Fall Athrose bekommen werden. Unser Arzt sagte, dass ein Hund der operiert wird auf jeden fall Athrose bekommt.
Ist eine Athrose jetzt wirklich unausweichlich?
Hat jemand aus Hamburg das gleiche Problem gehabt und einen "Arzt des Vertrauens" in der Umgebung?
Wir werden morgen auch zu einem dritten Arzt fahren um uns eine weitere Meinung einzuholen!
Ich möchte es unbedingt verhindern, dass Balu als wahre Knallrakete sein ganzes Leben lang nurnoch eingeschränkt Spielen kann!