Epilepsi und Herzinsuffizienz
Hallo liebe Stadthunde,
habe mich hier angemeldet um mit Leuten in Kontakt zu treten die selber erfahrungen mit diesem Krankheitsbild gemacht haben.
Ich fang mal an.
März 2011 es war ein Sonntag kurz nach 5 Uhr morgens, bin gerade in meine neue Wohnung eingezogen. Mein Freund und ich schliefen bis ich von einem ganz komischen geräusch wach geworden bin.
Automatisch drehte ich meinen Kopf um nach Joyce zu sehen, und da lag Sie krampfend und völlig abwesend, bin aufgesprungen zu Joyce und hab versucht sie irgendwie anzusprechen. Aber sie krampfte weiter. Meine einzige Idee war die Feuerwehr anzurufen um nach Hilfe zu Fragen die haben mir dann eine Nummer eines Tiernotarztes gegeben. Joyce krampfte weiterhin. Völlig aufgelöst kam ich beim Tiernotarzt durch. Joyce hatte aufgehört zu krampfen stand aber völlig irritiert da. Der Notarzt sagte mir dann am Telefon das sie gerade einen Epileptischen Anfall hatte und das wir am besten das Zimmer für ne Weile verlassen sollte und nach einer Stunde solle ich noch mal anrufen.
Als wir aufgelegt haben war Joyce wieder ansprechbar aber sie schaute mir Tief in die Augen als würde sie mich irgendwie warnen wollen. Plötzlich hat Joyce ne Bürste bekommen und fing an mich anzuknurren und zu bellen. Ich verließ den Raum zwar geschockt aber nicht hektisch. 1 ganze stunde hat sie durchgebellt. Dieses verhalten war mir völlig neu bei ihr.
Naja dann den Notarzt nochmal angerufen um zu erfragen wie ich mich dem Hund gegenüber jetzt verhalten soll, da ich ja doch ein wenig Angst vor ihrem verhalten hatte, und mit einem Angstgefühl wollte ich mich ihr nicht nähern. Hab dem Arzt auch erklärt das es sich nicht um nen Dackel handelt sondern um einen Ausgewachsenen Pit Bull. Da kam nur die Antwort es sei ja mein Problem, was schaff ich mir denn auch so ne Gefährliche Töle an. Wortwörtlich.
Völlig sauer aufgelegt. Habe dann einen Freund angerufen der schon seid 20 Jahren Pit Bull und Co. hält.
Um 8 Uhr morgens kam er dann mit seinen beiden bei mir vorbeigefahren und hat den ersten schritt gemacht. Er rief mich ins Zimmer rein und Joyce war völlig euphorisch und gar nicht wiederzu erkennen.
Am Montag des darauf folgenden Tages ging ich zum TA und da bekam Joyce nur eine Spritze und der TA meintze jetzt sollte nix mehr kommen.
3 Monate später hatte sie wieder einen ANfall, bin von Arbeit sofort nach Hause gedüst hab den Hund eingepackt und ab zu einem anderen TA.
SIe hatte Joyce dann abgehört und meinte Sie höre bei Joyce einen dritten Herzton was auf ein vergrößertes Herz hinführt. Aber in welchem ausmaß konnte sie mir nicht sagen. Sie gab mir Epilepsie Medizin mit Kalium Bromatum. Ich kam mit Joyce nach Hause und bin mit ihr auf der Couch eingeschalfen als sie schon wieder einen Anfall hatte an diesem Tag. Ich rief sofort meine Tierärztin an, die kam nach ihrer PSrechstunde vorbei und wollte ihr Diaziphan spritzen was aber zu dem Zeitpunkt nicht mehr nötig war, da Joyce schon wieder fröhlich auf der Couch ihren Ochsenziemer knabberte.
AM nächsten Tag also Freitag ging es dann zum Röntgen. Kopf und Herz wurden geröngt. Also das Gehirn ist völlig normal entwickelt und da gab es nix zu bemängeln, aber das Herz ist doppelt so groß wie es normalerweise sein soll, es liegt komplett auf ihrem Brustkorb und ist millimeter vom Zwerchfell entfernt. ALso ein riesiges Herz. Nach dem befund bekam ich auch Herzmedis mit, Crateagus Urtinktur.
Also seid mitte Juni wird Joyce mit Kalium Bromatum und Crateagus Urtinktur behandelt. Aber es ist trotzdem nicht besser geworden. Ende Juni hatte sie wieder einen Anfall aber zu dem Zeitpunkt war mein Freund zu Hause da ich auf Weiterbildungskurs in Frankreich für 4 Tage war. Den letzten Anfall hatte sie vor 1 Woche.
Was mir halt komisch vorkommt, ich achte wirklich pinibel darauf das Joyce nicht in Stresssituationen gelangt. Was ja auch sehr gut funktioniert, nur wenns irgendwo knallt oder in der Wohnung in ihrer nähe etwas lauter runterfällt schreckt sie sofort auf und verkriecht sich. Ich lass sie auch, sie hat ja schließlich einen Platz im schlafzimmer neben dem Bett wo sie auf alle fälle ihre ruhe hat.
Was mich halt nachdenklich macht, Joyce hat ihre Anfälle immer aus dem schlaf herraus ohne irgendwelche stresssituationen davor. Weder Knaller noch is was runtergfallen oder weiß der liebe Gott was auch immer.
Da Joyce ja auch ein sehr gesellschaftsliebender Hund ist, sucht sie sich auch den Kontakt zu anderen Hunden. Ich will sie auch nicht davon abhalten denn hat sie keinen Hundekontakt täglich wirkt sie recht unglücklich. Daher haben wir eine Spielgruppe gefunden die aus 4 bis 8 Hunden besteht. Aneds um 7 treffen wir uns und lassen die Hunde Hunde sein. Nach ca 20-30 min. hat sich Joyce auch ausgetobt (nicht übertrieben getobt) n bissl gerannt um Stöckchen gerungen gebuddelt und dann noch n bissl bodenkabbeln. Aber alles im Maße. Nach ihrer Zeit macht sie dann auch schluss legt sich ein wenig abseids der gruppe hin und beobachtet. Nur seid ihrem letzten ANfall hat sie nicht mal mehr bock darauf, kurz den Kontakt suchen 10 minuten beschäftigen und dann will sie auch wieder nach Hause. Was ich dann auch tue, ich will sie ja zu nix zwingen.
Nächste Woche wird auch eine andere Medikamentation zur Sprache kommen, da sie ja doch schon von März bis jetzt mehrere Anfälle hatte.
Meine frage, wie kann ich Joyce das leben Optimal gestalten ohne sie zu sehr zu beanspruchen ? Sie will ja aber kann eben nicht so wie sie möchte. Sie teilt sich ihre energie auch selber ein, wenn sie nich mehr kann dann macht sie auch von sich aus ruhiger.
Oder kennt jemand Therapie möglichkeiten um das besser in den Griff zu bekommen das die Anfälle nicht so häufig sind? Weil mit jedem Anfall wird das ganze ja auch nicht besser.
Über Tipps oder erfahrungsberichte würden Joyce und ich sehr freuen.
MFG Dani und Joyce
schrieb am 15.10.2011 21:18 Uhr
(Beitrag melden!)