Re: Na das ist ja wenig (barf)
Hi,
der Einstieg ins Barfen ist sicherlich nicht für jeden einfach, aber mach dir keine Gedanken über die Zahlen. Beobachte deinen Hund, stell ihn anfangs notfalls regelmäßig auf die Wage oder gehe nach Augenmaß. Wenn er abnimmt oder stark zulegt passe die Futtermenge an bzw. erhöhe die Menge an Fett oder reduziere sie. Wichtig ist das in der Nahrung weder zu viel noch zu wenig Nährstoffe enthalten sind. Zu wenig geht bei einer abwechslungsreichen Ernährung kaum, nur um ein Zuviel zu vermeiden sollte man gewisse Dinge kontrollieren. Knochen oder Calziumzusätze sollten nicht zu viele gegeben werden (Konchenkot) und auch das Verfüttern von Eiern oder Leber muss kontrolliert werden (Vitaminüberdosis), aber ansonsten kann man kaum etwas falsch machen.
Die Prozentangaben sind Richtwerte um eine grobe Orientierung zu geben. Je nach Anforderungen die an den Hund gestellt werden, Alter und allgemeinem körperlichem Zustand kann die benötigte Futtermenge stark schwanken.
Meine Freundin hat einen 4 jährigen, 30kg schweren unkastrierten Rüden und der bekommt am Tag ca. 500g Futter (80%Fleisch/Knochen/Innereien, 20% Gemüse), bewegt sich wenig und hält sein Gewicht.
Sonia, mein Wuffel, bekommt bei 16kg ebenfalls 500g, befindet sich noch im Wachstum und bewegt sich auch weitaus mehr. Momentan bin ich sogar am Überlegen die Futtermenge weiter zu erhöhen, bzw den Fettgehalt hoch zu schrauben, muss aber erst noch weiter beobachten.
Als kleiner Tipp:
Ja, kleine Hunde haben einen schnelleren Stoffwechsel. Das fängt schon bei der Herzfrequenz an, auch atmen sie zumeist schneller und brauchen bei kälteren Temperaturen, um ihre Körpertemperatur zu halten, mehr Energie als größere Hunde oder solche mit dichtem Fell.
Ihr Erhaltungssatz wird meistens mit 3-4% angegeben bei sehr kleinen oder jungen Tieren auch mal 5-6%, aber auch hier gilt:
Beobachte deinen Hund und rechne dir Notfalls den Calzium und Vit. A Bedarf deines Hundes aus.
Das sind die einzigen Werte auf die man wirklich achten muss, der Rest reguliert sich bei ausgewogener Fütterung von selbst.
Calzium muss man übrigens nicht unbedingt rechnen, hier kann man auch nach der Kotbeschaffenheit gehen. Überschüssiges Calzium wird über den Kot ausgeschieden. Ist er sehr weich, gib etwas Knochen, ist er danach zu hart, gib, wenn der Kot wieder weicher geworden ist, beim nächsten Mal weniger.
Es ist besser 2-3 Mal die Wochen Knochen zu füttern als alles auf einmal.
So, ich hoffe ich habe dich jetzt nicht mit Infos erschlagen.
Wenn du fragen hast, frage gerne auch per PM. Ich helfe gerne.
mfG
Sabine mit Sonia
schrieb am 23.04.2011 08:51 Uhr
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Sonia geändert am: 10.05.2012 01:04 Uhr