Gute Erfahrung mit "stop" und "apport"
Aus Erfahrung von mit uns bekannten Tierärzten für Verhaltenskunde weiß ich, dass es durchaus gelingen kann, dem Hund einen Ersatz fürs Jagen zu bieten und ihn auch im Jagen zu stoppen.
1. Der Hund muss vorher lernen, auf "stop" oder "halt" zu reagieren, weil er während des Trainings keinen Erfolg mehr mit dem Jagen von Tieren haben darf (sonst muss man leider wieder von ganz vorn beginnen). Das "halt in der Bewegung inne"-Signal kann man gut bei normalen Spaziergängen (mit langer Schlepp- oder langer Flexileine) oder in der Wohnung beim Spielen trainieren: Ball werfen, "stopp" rufen, danach erst durch die Leine stoppen - und sofort loben, wenn er steht oder zu Dir zurückkommt. Nach kurzer Zeit weiß er: Das macht keinen Sinn, weiter zu rennen, denn bei "halt" komm ich ja eh nie weiter. Bevor Du ohne die Möglichkeit ihn zu stoppen übst, solltest du ganz sicher sein, dass er den Befehl kennt. Gib den Befehl draußen und ohne Leine wirklich nur dann, wenn Du weißt, dass es klappt. Erst wenn das sitzt, übt man mit mehr Abstand und dann unter Ablenkung (wie bei allen anderen Signalen auch).
2. Danach kann man mit dem Apportier- bzw. "Gib Laut, wenn Du das von mir geworfene Teil gefunden hast"-Training beginnen. Dabei ist natürlich ein Gegenstand, den der Hund supertoll findet, am besten geeignet. Und der sollte auch nur dann rausgeholt werden, wenn apportiert werden soll, damit er spannend und "jagenswert" bleibt.
Wir haben Eddi mit diesen Programm das Jagen abgewöhnt. Bis auf eine Einschränkung: Wenn Hasen/Rehe direkt vor seiner Nase aus dem Nichts auftauchen, spurtet er los. Aber dafür gibt es dann den "Halt"-Befehl und der klappt inzwischen prima.
Viel Erfolg und kraul Odur!
schrieb am 13.11.2007 12:20 Uhr