Salü.
Jo mein Herrchen hat auch immer nur aufgepasst wenn es um Rüden ging - bei Themen zur Hündin war er immer Rauchen auf dem Campus
Zum Tierarzt, Prolaktin-Hemmer verschreiben lassen. Heute noch!
Ansonsten kann die Süsse mitunter sehr sehr schwerwiegende Probleme am Gesäuge für lange Zeit davon tragen!
Niemals der Pseudograviden (Scheinschwangeren) Hündin ihre Ersatzbabies (Spielzeuge, Schuhe, was auch immer...) wegnehmen, das beunruhigt die Hündin sehr!
Die Hündin sollte nicht in ihrem Verhalten bestärkt werden - kein *Mitleid* zeigen, nicht *bedauern*, nicht versuchen die zu beruhigen, nicht streicheln - ganz besonders NICHT am Gesäuge!
Vermeiden das die Hündin das Gesäuge leckt/absaugt. Wenn es nicht anders geht, mit einem Halswinkel/Halskrause vom Tierarzt.
Jede Stimulation des Gesäuges, führt zur mehr Laktation oder Pseudolaktation und ist damit zu verhindern!
Dafür die Hündin massiv ablenken - häufige lange Spaziergänge machen, tun als wäre alles wie immer, ihr durch Ablenkung die Gelegenheit nehmen im Nest auf die Ersatzbabies fixiert das Gesäuge zu lecken.
Bei JEDER Hündin steigt nach JEDER Läufigkeit der Progesteron Spiegel - ob sie Schwanger ist oder nicht.
Daher ist Pseudogravidität keine Verhaltensstörung, sondern ein hormonelles *Leiden*.
Wie gesagt JEDE Hündin wird nach JEDER Läufigkeit medizinisch gesehen Scheinschwanger - nur sind die Symptome nicht bei jeder Hündin gleich stark ausgeprägt.
Allg. kann Mensch sagen je kleiner die Hündin, desto stärkere Symptome der Scheinschwangerschaft wird sie zeigen.
*Schuld* ist IMMER der Halter, der eine Hündin die nicht zur Zucht verwendet wird/werden soll, entgehen besserem tiermedizinischem Wissen nicht kastrieren liess.
Wie gesagt - Pseudogravidität ist eine normale Folge der hormonellen Veränderungen nach der Läufigkeit und dient im Wolfsrudel dazu, das nicht tragene *Tanten* der gebärenden Leithündin als Milchamme und Kindermädchen dienen.
Hündinnen leiden emotional/psychisch sehr stark unter den Scheinschwangerschaften. Zudem sind sie hormonell für die Hündin extrem gesundheitlich bedenklich (ich schreibe bewusst nicht schädlich - das sind sie, jedoch nicht zwingend. In Abhängigkeit der Intensität der Symptome halt) und führen, wiederholt über Jahre, fast zwangsläufig zu behandlungswürdigen Veränderungen an Gesäuge, Eierstöcken und Gebärmutter.
Von daher - zum Tierarzt, Prolaktin-Hemmer in den Hund und direkt einen Termin zur Kastration machen.
Alles andere ist Leiden für die Hündin.