Re: Chemische Kastration
Salü.
Ben -Der Hund wird durch eine Kastration schon etwas ruhiger.
Wunschvorstellung.
Das trifft bei weitem nicht auf alle Rüden zu.
Das einzige was sich mit der Kastration ändert ist die Testosteronkonzentration im Körper. Mehr nicht.
Rüden schütten neben Testosteron eine ganze Stange anderer Hormone aus die sie *pushen* und welche nicht in den Hoden generiert werden.
Das Beispiel mit der chemischen Kastration zeigt den Haltern gut was ne physische Kastration bringen wird - idF. so gut wie nix.
Schleppleinentraining und ein paar Tricks daheim einüben lasten einen RR und gerad einen unerzogenen jungen wilden auf 100% sicher nicht im geringsten aus. Da spreche ich aus Erfahrung.
Der Hund muss ausgelastet werden. Jeden Morgen 10 Km joggen oder auch gern mal 20Km Radfahren ist ne gute Grundlage um die Power kanalisiert abzubauen.
Zudem obedience, obedience, obedience, obedience, obedience, obedience und danach noch mal zwei Runden obedience.
Nichts ist umsonst ist bei RR allgemein und besonders bei selbstbewussten jungen RR Rüden *Pflicht*!
Der Gute darf nichts mehr (keine Berührung, keinen Blickkontakt, kein Spiel, kein Spielzeug, nix zu kauen, kein Futter oder Leckerlie) mehr bekommen ohne das er vorher dafür etwas tut was ihm abverlangt wird. Sehr konsequent.
Drüber hinaus einen Hundeclub suchen in dem mit anderen *starken Rassen* (Malinois, Dobermann, Rotweiler, etc.pp) GEARBEITET wird.
Also auch ein Stück weit weg von der *Sonnenschein Huschu an der Ecke* - hin zu Menschen und Hunden die Regelmässig mit Hunden ARBEITEN die mehr Power haben als ihnen gut tut.
Da findet Mensch auch schnell raus ob der Rüde wirklich *dominat* ist, oder ob er ein Schisser ist, der protektiv aggressiv ist.
Eine Einzelbegutachtung ist da eh Standart.
In entsprechenden Klubs bekommt der Rüde dann auch die Möglichkeit sich sein *Fett* im Spiel mit anderen kräftigen Hunden weg zu holen und seine Lektion von anderen Hunden und eben gerade nicht NUR von Menschen zu lernen.
Ansonsten - den Hund zur Ruhe erziehen.
Wenn er liegt und pennt - wecken und sofort ein Schweineohr etc. geben.
Wenn er Aktion macht - bloss nichts geben.
Der RR ist in seiner Anlage dem Malinois recht ähnlich - weil es speziell für RR so gut wie keine Vereine gibt, und viele Rasse bezogene Vereine RR nicht bei sich haben möchten, sollten die Halter des RR den Du beschreibst sich an einen Malinoiserfahrenen und Rasseoffenen Hunde Sport Verein (HSV) wenden.
Meine Bescheidene Meinung - HSV Bochum Engelsburg 1951 e.V. bei goggle eintippen (ich will hier nicht unnötig andere Hundeseiten verlinken)- ein Mail an R. Maslowski schreiben den Hund schildern und um einen Termin zur Begutachtung/Einschätzung des Rüden bitten.
Was nicht heisst es gebe da in der Ecke keine anderen fähigen Anlaufstellen. Die oben genannte kann ich jedoch sehr empfehlen.
schrieb am 19.03.2010 15:58 Uhr
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