Re: Verlustangst
Bitte benutzt KEIN solches Erziehungshalsband. Erstens ist es, auch wenn NUR ein Sprühstoß heraus kommt, unangenehm für den Hund und somit eine körperliche Strafe (von denen ich absolut nichts halte) und zweitens ist der Hund ja nicht doof und weiß, dass er immer nur dann gerügt wird, wenn er das Halsband um hat. Ich seh darin keinen Nutzen außer einen schnellen aber auch kurzen Erfolg der dem Hund auch noch extrem unangenehm ist. Lieber die Finger davon lassen. Bitte!
Wie man das Problem in den Griff bekommt, ohne solch ein Halsband? Mit viiieeel Zeit und Geduld. So ist das nunmal leider. Der Hund braucht in der Wohnung einen Platz, an den er sich zurückziehen kann bzw. muss und er sollte sich dort wohl fühlen. Also immer wieder den Hund an diesen Platz bringen, ihn dort ablegen, dafür belohnen und sich selbst Schritt für Schritt immer weiter weiter und auch länger von diesem Platz entfernen. Wenn er liegenbleibt, immer schön mit Leckerchen belohnen. Sollte er aufstehen, bringt man ihn einfach zurück auf seinen Platz, legt ihn wieder ab, wieder belohnen und das gleiche Spiel von vorn. So lernt er, seinen Platz zu lieben und ihn als sicher zu empfinden. Wenn es jetzt an der Tür klingelt oder sonstiges passiert, worauf hin er immer anschlägt, lässt man ihn einfach ein oder zweimal kläffen (das liegt nunmal in der Natur des Hundes und man sollte es nicht komplett verbieten) und schickt ihn dann auf seinen Platz, wo er sich dann ablagen und ruhig verhalten soll. Wenn er sich dort wirklich sicher fühlt und den Besitzer als Rudelchef anerkennt, dann wird er da auch ruhig und entspannt liegen bleiben und keinen Mucks von sich geben.
Das allein lassen in der Wohnung ist dann noch ne Spur langwieriger, aber auf gleiche Art und Weise zu lösen. Der Hund braucht seinen Wohlfühlplatz.
schrieb am 05.07.2008 12:26 Uhr