Nach 62 Tagen Traechtigkeit hat unsere Maremmano-Huendin 10 wunderschoene und kraeftige Welpen zur Welt gebracht. Die Traechtigkeitsphase ist eigentlich ganz normal abgelaufen. Anfangs hat sie sich noch sehr zickig gegenueber der anderen Huendin benommen, aber das wurde nach und nach weniger. Zum Ende der Traechtigkeit war sie sehr ruhig und wurde auch immer unbeweglicher. Der Bauch wurde in der zweiten Haelfte der Traechtigkeit zunehmend groesser und die letzten Tage vor der Geburt waren die Bewegungen der Welpen im Mutterleib
sehr gut sichtbar.
Am 5. Mai lief sie schon seit dem Morgen unruhig hin und her. Am nachmittag musste ich sie mehrmals ins Haus rufen, da sie begann an verschiedenen Plaetzen Mulden auszubuddeln. Schon am Vortag war ihre Koerpertemperatur um ein Grad gesunken. Die Wurfkiste hatten wir schon seit einiger Zeit fertig, aber nur nach Aufforderung betrat sie diese. Am Abend hielt ich es fuer besser, sie wie in den letzten Tagen auch im Haus schlafen zu lassen, damit sie ihre Welpen nicht draussen im dunkeln in einer der von ihr ausgehobenen Mulden auf der Erde bekam.
Als ich mich ins Bett legte und die Huendin beobachtete, war wir sofort klar, dass die Geburt kurz bevorsteht. Sie hechelte und lief im Zimmer auf und ab. Manchmal legte sie ihren Kopf auf meinen Schoss. Sie legte sich kein einziges mal hin, sondern sass oder spazierte nur durch das Zimmer. Dann setzten die Wehen ein. Die Huendin stand und kruemmte sich. Dann legte sie sich endlich hin und leckte sich ausgiebig. Dann kam wieder eine Wehe und sogleich kam ein Welpe in der Fruchtblase zum Vorschein. Die Huendin drehte sich nach hinten und begann sofort die Fruchtblase zu oeffnen und die Nabelschnur abzubeissen. Ich nahm den Neugeborenen, der quicklebendig herumzappelte und legte ihn ihr vor die Schnauze, um ihn trockenzulecken. Noch waehrend dieser Prozedur suchte der Welpe nach der Zitze. Endlich gefunden, fing er sofort an an dieser zu saugen. Nach etwa 20 Minuten kam bereits der naechste, der wie der andere von Fruchtblase und Nabelschnur befreit wurde und ordentlich beleckt wurde. In diesem Tempo erblickten insgesamt 5 Welpen das Licht der Welt. Nummer 5 kam gegen 1.30 zur Welt.
In den naechsten 2 Stunden hatte sie in regelmaessigen Abstaenden Wehen. Dann hoerten die Wehen auf und es sah fast so aus, als ob die Huendin eine Pause machte, denn dass noch weitere Welpen sich im Bauch befanden, war mit blossem Auge sichtbar. Sie legte sich entspannt auf die Seite und ab und zu beleckte sie die Welpen einen nach dem anderen. Um 6 Uhr begannen dann wieder heftige Presswehen und Nummer 6 kam zum Vorschein. Gegen 11 Uhr kam dann nummer 10. Die Huendin legte sich erschoepft zurueck und entspannte sich. Zum Schluss waren es 5 kerngesunde und lebhafte Rueden und 5 Weibchen. (Casabianca)