Dummy-Training bei Kate
Am Dienstag Abend haben Jule und ich uns auf den Weg nach Bienenbüttel in der Nähe von Lüneburg gemacht. Hier wohnt Kate unsere Lieblings-Hundebuchautorin und Lieblings-Stadthunde-Fotografin.
Mit Kate habe ich mich die letzen Wochen über Dummy-Arbeit unterhalten – Wie gut es mir gefällt, wie gut es Jule tut, wie gut sie mitarbeitet etc. Kate erzählte mir von Ihrer Hundegruppe und den Labis darin, deren Haltern sie gern einen Einblick in die Dummy-Arbeit ermöglichen wollte. Ich erklärte mich spontan bereit, mich mit ihr und der Gruppe zu treffen und gemeinsam ein wenig zu üben. Die Herausforderung war umso größer, da sich auch ein Border-Collie und eine italienische Herdenschutzhündin angemeldet hatten.
Nachdem sich die Hunde begrüßt hatten und ein paar einleitende Worte vorweg geschickt worden waren, starteten wir mit ein paar kleinen Übungen, um zu gucken, wie die Hunde die Dummys annehmen. Das Erstaunlichste waren für mich die ersten geworfenen Dummys. Da waren die beiden Hütehunde, die stets alles im Blick behielten und bei den ersten Dummys erst durch den Aufprall des Dummys ihre Konzentration auf die Markierung legten. Im Gegensatz dazu standen die Labradore, bei denen fast eine Art Programm ablief. Wie automatisch fokussierten sie den Dummy in meiner Hand, verfolgten die Flugkurve und starrten auf die Stelle, wo der Dummy gelandet war, bis sie geschickt wurden.
Als es darum ging, die Dummys zu apportieren, traten – zu meinem Glück – die unterschiedlichsten Phänomene auf. Der eine rannte los und kam nur ungern mit dem Dummy zurück, der nächste hielt ihn nicht fest, der dritte nahm ihn gar nicht auf. Ausgestattet mit einigen Tipps vom Seminar mit Gunnar und einem Dummy-Buch, das ich am Wochenende davor gelesen hatte, machte ich mich daran, mit Haltern und Hunden verschiedene Sache auszuprobieren.
Ich muss sagen, es ist ein „Hammer-Gefühl“, wenn ein Hund, der keine Lust zum Apportieren hat, auf einmal einen Beutel samt Leckerli holt, weil Halter und ich ihn uns ein paar mal zugeworfen haben, der Hund ihn aber nicht haben durfte. Und wie toll, wenn der Hund dann im nächsten Step versteht, dass er an das Leckerli nur kommt, wenn er den Beutel zu seinem Halter bringt.
Genauso wie Hunde auf einmal ein Dummy sehr schnell und gern bringen, wenn sie die Beute auch beim Halter noch ein wenig behalten dürfen.
Nachdem die Übungen mit den Neulingen abgeschlossen waren, durfte Jule, die ungeduldig den Dummys hinterher geguckt hatte, endlich zeigen, was sie kann. Besonders beeindruckend war ihr Engagement bei der Verlorenensuche. Kaum hatte sie ein Dummy abgeliefert, wollte sie auch schon wieder los. Wieder einmal merkte ich, dass der Tipp, die Stimmlage bei Lob und Tadel zu wechseln, Gold wert ist. Ich ermunterte sie in den höchsten Tönen, zu mir zurückzukommen und ein kleiner Versuch, die Dummys zu tauschen, wurde durch ein tiefes „No!“ sofort ad acta gelegt. Julchen, Du bist eine Granate.
Das größte Kompliment für mich war, das Einigkeit bestand, ein solches Training noch einmal zu wiederholen. Müde und zufrieden fuhren Jule und ich nach Hause.
Nochmals vielen Dank an die Gruppe – Ihr habt tolle Hunde – Macht da weiter, wo wir aufgehört haben.
von
Jule
am 16.07.2007 20:52 |
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