Eine neue Freundin
Jule hat eine neue Freundin – die südrussische Owtscharkahündin Laila. Und Laila ist klasse. Vor allem, weil sie sich bei steigenden Außentemperaturen nachts mit ihrer Decke in Herrchens Badewanne legt. Ich habe gedacht ich spinne, als ich die Bilder auf dem Handy von Lailas Herrchen Carsten gesehen habe.
Wir treffen Laila und Carsten regelmäßig auf der Hundewiese in St. Georg und haben viel Spaß: Die Hunde miteinander und die beiden Herrchen beim Beobachten der eigenen und der anderen Hunde.
Zum Beispiel lernten wir neulich eine etwas betagte Mischlingsdame kennen, die augenscheinlich ein Mix aus Yorkshire und vielleicht Jack-Russel-Terrier war. Da die Hundelady nicht mehr richtig gut zu Fuß, und wir auf Nachfrage nach den verpaarten Rassen die unschlagbare Antwort „Sie ist ein Mischling“ bekamen, entschieden wir uns sofort, sie in die Rasse der „Tackelich-Terrier“ zu stecken, um ihrem Bewegungsstil auch gebührend Rechnung zu tragen.
Unvergesslich war auch meine erste Begegnung mit der British-Bulldog „Popeye“. Der Bursche ist leider etwas krank und kann daher nichts für sein „not very british behaviour“. Ich wollte es nicht glauben, dass Popeye die Rolle des „bunten Hundes“ auf seine Art interpretiert. Doch Carsten erzählte mir, dass er in der Langen Reihe berühmt berüchtigt ist für seine „Brech-Attacken“ auf offener Strasse. Bitte entschuldigt jetzt schon meine Ausdrucksweise, aber es ist einfach unbezahlbar, wenn man nichtsahnend auf einer Bank an der Hundewiese sitzt und Popeye einen mal wieder viel zu schnellen Radfahrer stoppt, in dem er sich auf den Weg stellt und dem jungen Mann „volle Kanne vors Vorderrad kotzt“.
So zurück zu Laila und Jule. Laila geht in ihrer Rolle als große Freundin wirklich auf. Sobald wir uns sehen, wird Jule begrüßt und erstmal bestiegen, um klar zu machen, wer Chef ist und bestimmt, was gespielt wird. Jule lässt diesen Moment über sich ergehen und guckt Leila inzwischen mit einem „Tu, was Du tun musst“- Blick an. Auf der anderen Seite sieht sich Leila aber auch ganz klar als Beschützerin - ein echter Hütehund eben. Sitzen wir im Cafe werden vorbeigehende Hunde schon mal vorsorglich angebellt. Sind wir auf der Hundewiese und Jule spielt mal wieder etwas länger als Laila, die sich das Treiben zwischen uns vor der Parkbank ansieht, darf es auch nicht zu stürmisch zu gehen. Ist für Laila das Maß überschritten, setzt sie zu einem kurzen Sprint an, stellt sich zwischen die tobenden Hunde und zeigt klar an, dass Jule nicht allein auf der Wiese ist, unter ihrem Schutz steht und jedes Vergehen sofort geahndet wird.
Ich bin mir sicher, das noch einige Geschichten von den beiden in diesem Blog folgen.
von
Jule
am 28.06.2007 14:49 |
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