Mit Jule beim Dummy-Seminar
Am Wochenende war es endlich soweit. Ich fuhr mit Jule zu unserem ersten Dummy-Seminar nach Hemslingen in der Nähe von Soltau.
Die Aufregung in den Tagen vorher war bei mir schon groß, denn rechtzeitig vor dem Seminar stellte Jule mal wieder alle erlernten Kommandos in Frage. So wurde der Rückruf mit der Hundepfeife beispielsweise als sanfte Begleitmusik zu ihren Schnüffel-Exkursionen müde zur Kenntnis genommen.
Außerdem Kopfschmerzen bereiteten mir das Temperament und die Energie meines kleinen Elbstrandschrecks.
Um ein bisschen vorzubeugen, fuhr ich mit Jule am Samstag an die Elbe und ließ sie ausgiebig schwimmen und Stöckchen aus dem Wasser holen. Bei ordnungsgemäßer Abgabe der Stöckchen wurde gegen Leckerlies getauscht. Auch die Belohungsquote für erfolgreichen Abruf bei einmaligem Zeichen wurde drastisch erhöht.
Am Sonntag ging es dann endlich gegen 7 Uhr los. Wir trafen uns etwas vorher, um die Hunde schon einmal miteinander toben zu lassen. Toll war, dass ich bei dieser Gelegenheit Jules Geschwister mal wieder sah und feststellen konnte: Die sind ja alle soooooo!
Noch mehr Bestätigung gab es durch das gemeinsame Austauschen mit den Besitzern.
Erste Übung des Seminars war ein „einfaches“ bei Fuss-Laufen, damit sich der Trainer Gunnar ein Bild von Hund und Herrchen machen konnte. Schon an dieser Stelle konnte ich wertvolle Tipps mitnehmen.
Es folgten Übungen, um die Reaktion auf Dummys zu testen. Für alle Geschwister aus Jules Wurf kann man sagen: Die kleinen Mäuse gingen ab wie die Raketen.
Bis auf kleine Pannen wechselten sich die Hunde in Sachen Strebsamkeit ab. Kleine Ausrutscher – Jule fand es beispielsweise zweimal wichtiger, den Dummy ihren Geschwistern zu zeigen, statt ihn zu Herrchen zu bringen – konnten mit Gunnars Hilfe und Tipps erstaunlich schnell korrigiert werden.
Hunde und Halter waren immer umeinander an der Reihe und wurden einzeln in die Übungen eingewiesen und bekamen manch sinnvollen Tipp.
Der Rest der Halter verbrachte seine Zeit damit, sich auszutauschen oder kleine Labis samt Leinen auseinander zu knoten.
Besonders hervorzuheben ist noch einmal die tolle Vorbereitung und Umsetzung der Gastgeber-Familie, die ihren Namen alle Ehre gemacht hat.
1.) Eine Wegbeschreibung, die kein Verfahren zuließ
2.) Eine Horde Labis auf seinem Grundstück einmarschieren zu lassen
3.) Eine Gastgeber-Familie, die sich am Sonntag hinstellt und sich um das leibliche Wohl kümmert.
Keine Selbstverständlichkeit! Danke, es war toll bei Euch!!!
Als Fazit der Veranstaltung ist folgendes zu sagen:
Tolle Hunde wiedergesehen
Tolle Hunde kennengelernt
Das gleiche gilt für die Zweibeiner
Das Gefühl, meinen Hund noch besser zu verstehen und eine schnellere und direktere Leitung zu ihm zu haben.
Die Gewissheit, dass stundenlanges Toben an der Elbe allein nicht genug ist.
Der feste Entschluss, das Gelernte zu vertiefen und daran anzuknüpfen und mich um weitere Aufgaben zum „mentalen Austoben“ für meine Stadthunde.com zu kümmern.
Bis bald, Jule schläft seit Stunden und ich in 5 Minuten
von
Jule
am 17.06.2007 11:48 |
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