So habe ich mein Zuhause gefunden:
Das Schicksal kann man auch mit Fotos nachlesen unter: www.hundemassage-darmstadt.de
Oskar lief in ein Auto, der Autofahrer brachte ihn in eine Tierklinik. Er wurde dem Tierschutzverein Darmstadt übereignet und vier Tage nach dem Unfall transportierete ich ihn Richtung Gießen in die Veterinärklinik.
Erst der Versuch, ihn durch Leckerlis in die Box zu bekommen,
doch zu guter Letzt war es doch ein Reinsetzen in dieselbige.
Oskar schien sie nicht
sonderlich zu mögen...
Während der Autofahrt zeigte es sich,dass der Transporter für seine Verletzung ungeeignet war, er war zwar sicher untergebracht, doch lag er auf der Bruchverletzung... und so entfernte ich erst das Oberteil und später die ganze Box... damit begann ein gegenseitiges Betrachten...
Oskar war ziemlich entspannt in dem Warteraum der Veterinärklinik und auch auf dem Tisch umgeben von zwei Tierärztinnen ... ein in sich ruhendes Kerlchen, immerhin kannte er mich erst seit einer Stunde...und er vertraute den Menschen.
Sein Trümmerbruch sollte gerichtet werden und er blieb nach diversen Röntgenaufnahmen in der stationären Aufnahme der Klinik zurück.
Nach zwei Tagen ein Anruf: Der Trümmerbruch lies sich nach vier Tagen nicht mehr bewegen und daher war eine operative Frakturversorgung nicht notwendig. Entweder ist Oskar der Meister der Heilung oder die Schulterverletzung erfolgte vor dem Autounfall... Hoffen wir das Beste für den kleinen Kerl, zwei Unfälle wären auch ziemlich unfair...
Nun gut, Oskar wurde also mit einem Behinderungsverband entlassen und saß wieder in seinem Privattaxi, diesmal Richtung Tierheim.
Und da dieses so spät schon geschlossen war, lag Oskar bei mir in der Wohnung auf seiner Decke... nach so einer Reise war auch die Fahrerin ziemlich müde ;o)
Oskar hat sich mittlerweile etwas im Tierheim eingelebt.
Er ist nur noch etwas beleidigt,
wenn er zur Boxenruhe in diesen Käfig hinein muß..
Dann schaut er mit seinen braunen Hundeaugen so mißmutig,
daß wir uns alle wie Verbrecher vorkommen!
Morgen wird es spannend für ihn, denn dann wird unser Tierarzt Dr. Zentgraf seinen Fixierverband wechseln. Mal sehen, ob dieser kleine Kerl uns dieses verzeiht. Aber der Hygiene wegen muß es sein.
Mittlerweile kann er wieder auf drei Beinen markieren - und das tut er bei seinen kurzen Ausgängen sehr fleißig. Leider hat er ein Talent dazu auf den Verband zu pieseln... das macht er bestimmt extra, die große Rache des kleinen Kerls! Ach, kann er entzückend sein!!!
...Und dann wurde sein Verband entfernt...
...weil es ihm über Nacht langweilig war, hat er auch mitgeholfen und alles
wieder auseinandergezerrt...
...also wurde Oskar ein zweites Mal zum Tierarzt getragen. Diesmal war es unsere Tierärztin Katja und die Prozedur des Verbindens begann von Neuem...
...es schien so, als würde es ihm Spaß machen, es ist immerhin etwas Abwechslung für sein Terriergehirn...
skars Wunden sind gut verheilt...
ohne Verband wirkt er richtig klein...
Der Verband besteht aus mehreren Schichten, er soll ja fixieren und stützen.
Für Oskar gab es dann die ersehnte Belohnung.
Er durfte ein paar Meter laufen,
schnüffeln und sich von allen bedauern lassen.
Aber mal ehrlich, schick schaut er schon aus,
mit diesem modischen Verband!
Sieht Oskar nicht gesund aus? Die Wunden im Gesicht und am Ohr sind verheilt, jetzt muß nur noch wieder etwas Fell nachwachsen!
Damit unser Liebling nicht vor Langeweile umkommt, darf er (ohne viel zu laufen) etwas draußen sein. Dann sitze ich mit ihm und einer Tasse Kaffee in der Sonne und er darf schauen... wenigstens etwas!
Oskar findet das dann natürlich gut und zittert vor Aufregung, immerhin war er jetzt wochenlang in der Box. Das ist natürlich super langweilig!
Er darf nur stehen und "Hunde schauen"... und mit etwas Glück kommt mal einer zu ihm.... das ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen!
Bald ist es so weit, dann wird mittels Röntgenbild entschieden,
ob er wieder mehr belasten darf. Ich berichte weiter.
Ein Rückschlag!
Unter dem Verband hat sich ein Exzem gebildet... jetzt muß geschmiert und gewickelt werden.
Am nächsten Morgen hat dieser kleine Terrier diese stabiele Metall- Box in alle Einzelteile zerlegt und tobte in der Box herum. Wir kapitulieren, er darf nach langer Zeit ebenerdig wohnen...
Am nächsten Tag steigern wir die Freiheit, zu Öffnungszeiten sitzt Oskar draußen und sammelt für sich Geld.
Wir danken allen Spendern, und besonders unseren jungen Besuchern, die ein Teil ihres Taschengeld in die Büchse wurfen.
Und Oskar wäre nicht Oskar, wenn ihm zu der neuen Freiheit nicht wieder Terrier- Unsinn einfallen würde. Nicht genug, dass er nun im Glaskasten frei war, so tobte er bei jedem Menschen, den er sah, vor Begeisterung herum. Nun, die Hundepfleger ließen sich dazu natürlich auch wieder was einfallen...
... jetzt sitzt Oskar in der Pension,
da ist herrliche Stille.
In ein oder zwei Wochen darf der kleine Kerl wieder toben. Wir freuen uns jetzt schon darauf.
Und dann ging es doch
schneller, als erwartet...
Der Verband ist ab!!!
Noch hält er das Bein in Schonhaltung, kann es wohl garnicht fassen, dass er seit fünf Minuten befreit ist! Die schräge Schulter bleibt, aber so ein Casanova macht das wieder mit seinem Charme weg.
Oskar möchte sich auf diesem Weg bei seiner Tierpflegerin bedanken!
Seit er in der kleinen Metallbox saß, fütterte Janine ihn geduldig mit diversen Tabletten und verkürzte ihm mit Streicheleinheiten die Zeit.
Danke, Janine!
Und nun ist es soweit, der kleine Kerl konnte im zweiten Anlauf vermittelt werden. Wir sind alle froh, dass diese anfängliche Katastrophe für das Tier wieder mal gut ausgegangen ist. Viele Menschen haben sich engagiert, viele haben Oskar in das Herz geschlossen. Nun hat er wieder ein Zuhause, er lebt mit einer terriererfahrenen Frau. Bei einer nach medizinischen Nachkontrolle konnten wir den kleinen Glückspilz noch mal sehen... ruhig, gelassen und mit erhobenen Schwanz stand er da... wie schön!!!
Meine alte Hündin musste mit fast 15 Jahren eingeschläfert werden, daher war ich vier Wochen danach im Tierheim und habe mich in Oskar verliebt. |