Re: 40 cm und oho ! 1-jähriger Tibetterrier-Mix sucht turbulentes Zuhause
Ach, da schlägt mein Herz gleich ein bisschen höher. Ich habe schon lange darüber nachgedacht mir einen Zweithund zuzulegen. Und wenn, dann wäre es wahrscheinlich tatsächlich ein Tibet Terrier geworden. Aber im Moment fehlt mir einfach das Geld und auch die Gewissheit darüber was die Zukunft bringt.
Aber ich würd gern was zu dem Thma mit der Dauerbespaßung sagen. Die letzten drei Wochen hat bei mir ein Jack Russel (ca 2 Jahre) gewohnt. Er wird zu Hause von "Mutti" so richtig verwöhnt und steht absolut im Mittelpunkt. Wenn Jacky (so heißt die gute Dame) ankam gab es sofort ein Blick, eine streichelnde Hand oder ein Leckerchen. Auch am Tisch oder in der Küche. Sprich, Jacky hat gelernt im Mittelpunkt zu stehen und sich ihre Beschäftigung abzuholen. Was sie allerdings nicht gelernt hat: auch mal abzuwarten, sich tagsüber auch mal ruhig hinzulegen, dass "sitz" ihr mehr Vorteile bringt, als ständiges hochspringen... und so kam es, dass auch sie bei Charly Dauerbespaßung suchte, da sie meine Aufmerksamkeit nur dann bekam, wenn ich es wollte. Die erste Zeit dachte ich, irgendwann werden sie schon müde, aber es ging ungelogen den ganzen Tag. Also habe ich irgendwann die beiden Spielnasen in ihre Körbchen geschickt und siehe da, es kehrte Ruhe ein. So wurde es von Tag zu Tag besser. Jacky hat gelernt, dass immer mal am Tag ein bisschen Aktion stattfindet (sprich gassi gehen, tobespiele im Garten und Tricks lernen zu Hause) aber das zwischen diesen Tobeeinheiten auch mal Ruhe ist. Das kannte sie am Anfang nicht.
Was ich damit sagen will. Hunde brauchen viel Schlaf am Tag. Es reich völlig aus, wenn vier Stunden am Tag richtig intensiv was gemacht wird und der Rest der Zeit kann ruhig verschlafen/verdöst werden. Denkst du im Wolfsrudel wird permanent getobt und gespielt? Nein dort wird auch hauptsächlich geschlafen, schließlich muss man fit für die Jagd sein, bei der es dann aber richtig zur Sache geht.
Soetwas muss ein Hund aber auch lernen. Er muss lernen sich dem Tagesablauf anzupassen und wenn er es nicht von allein macht verordnest du ihm eben hin und wieder eine Ruhepause. Das verschffafft dir nicht nur einen ruhigeren ausgeglicheneren Hund, sondern auch Pluspunkte bei deinem eigenen, der sieht, dass du auch ihm mal ein bisschen Ruhe verschaffst.
Sperr Jojo aber bitte nicht in einen anderen Raum. Lass ruhig die Türen offen. Und erwarte nicht gleich von ihm in seinem Körbchen zu sitzen während du in der Köche wuselst. Sondern fang damit an, dass du ebenfalls ruhig sitzt, etwas liest, am schreibtisch sitzt oder vor dem Fernseher. Und mach das bitte auch nicht wenn ihr lange nicht draußen gewesen seid, sondern am Besten gleich nach dem Spaziergang.
Jacky ist in den drei Wochen bei mir jedenfalls wesentlich ruhiger geworden. Am Anfang ein richtiges nervenbündel, am Ende hat es einen fast nicht mehr gewundert wenn sie tagsüber mal geschlafen hat.
schrieb am 27.11.2009 08:45 Uhr
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